Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
351
Einzelbild herunterladen
 

!

eu

-s

i«

-S-

w<

»!'

M

;ei

,u>

lrt,

zm

in

>rt-

iie>

tw

i°g

der

rose

w- !

>n

>or>

Un-tre» !die iM ^rli>- iige-

ioN> j!e«

Hot.

auch

npo>kali-Aa-'e in-cht-iing<

Hummer Humor 351

ling gereist, kehrt er 1795 nach Wien zurück und macht nun unter Albrechtsberger'« be-sonderer Leitung und in Salieri s bildendem Umgänge seine Schule in der Compositivn,deren Früchte verschiedene Sonaten, Rondos und Trios waren, die indeß, durch H.'s spä-tere Werke verdunkelt, sich überlebt haben. Als Kapellmeister in des Fürsten EsterhazyDiensten, fand er Anlaß, sich auch in der kirchlichen und dramatischen Musik zu versuchen.Nachdem er diese Stelle 181! aufgegeben hatte, widmete er sich, ohne öffentlich zu spielen,dem Unterricht und der Composition. Erst in Stuttgart, wohin er 1819 als Kapellmeisterberufen wurde, trat er wieder als ClaviersAeler öffentlich auf, und zwar mit einer das allge-meinste Staunen erregenden Meisterschaft und namentlich einer so vollendeten Jmprovisa-tionsgabe, wie sie nach allen übereinstimmenden Zeugnissen wol kaum je vorgekommenist. Im I. 182«> ging er als Kapellmeister nach Weimar, wo er, mehre großen Reisen,namentlich nach Rußland und England, abgerechnet, bis zu seinem Tode, am 17.Oct. 1837,blieb. In H. erreichte ein Zweig Seb. Bach'scher Kunst, der aufgezogen war durch PH.Em. Bach, Element! und Cramer, und zu deren Klarheit, Correctheit und harmonischerTüchtigkeit der an Mozart'S und.Haydn's Feuer erwärmte H. das regere Gcmüthslcbender sogenannten wiener Schule brachte, seinen Höhepunkt und Abschluß. Seine Erfahrun-gen und Grundsätze hat H. in einer großenPianoforteschule und in Studienstücken dar-gelegt, die freilich zu einer Zeit erschienen, wo bereits eine neue Richtung sich Bahn zu bre-chen begonnen hatte, und die nun nicht mehr die Bedeutung erlangen konnten, die sie früherhätten ansprechen können. H.'s Compositionen bestehen in Concerten, Trios, Sonaten, vie-len kleinern Klavierstücken und mehren kirchlichen und dramatischen Werken. Letztere, dar-unter die OperMathilde von Guise", waren ohne Erfolg, wogegen seine zwei großen Mes-sen, die Sonate in kis-moll, die beiden Concerte in ll-moll und ^-moll, einige Trios undandere Sachen bleibenden Werth haben.

Hummer (cancer gitiimmrns), einer der größten Seekrebse, oft über eine Elle lang,ist a» Gestalt dem Flußkrebse sehr ähnlich und liefert eine wohlschmeckende, jedoch für vielePersonen schwer verdauliche Speise. Der Hummerfang in der Nordsee ist besonders fürdie Bewohner der Insel Helgoland ein einträgliches Gewerbe, welche diesen Artikel meistnach Hamburg absetzen. Die Norweger, welche ebenfalls viele Hummer an ihren Küstenfangen, verkaufen sie meist an die Engländer und Holländer, welche in eigens dazu einge-richteten Fahrzeugen mit doppelten Böden, Hummerbuysen genannt, sie weiter ver-führen. Bei Versendungen landeinwärts werden die Hummer in den Seestädten, z. B. inHamburg, zuvor gekocht oder marinirt.

Humor wird sowol in physiologischer wie in psychologischer und in ästhetischer Bedeu-tung gebraucht. Das lat. Wortllumor heißt eigentlich Feuchtigkeit; die jetzt gangbare Bedeu-tung desselben aber ist Laune oder Aufgelegtsein. Man sieht leicht, daß die letztere Bedeutungdie psychologische, die erstere die physiologische ist, und daß man zwischen dem Physiologischen^ undPsychologischen irgend einen Zusammenhang voranssehte. Zu den ältesten Versuchen, ihn! M erklären, gehören die Systeme der griech. Ärzte Hippokrates und Galenus. Wahrschein-lich durch Empcdokles wurdw die Humoralpathologie (s. d.) zu einer wissenschaftlichen^ Theorie erhoben. Vorzugsweise von den Engländern behauptet man, daß sie im Humor sichrusuichnen, und wirklich ist vornehmlich durch engl. Schriftsteller der Ausdruck Humor inGe-brauch und Umlauf gekommen. Lessing war der Erste, der das Wort Humor durch Launeübersetzte; doch erklärte er nachher, sehr Unrecht daran gethan zu haben;denn-", sagte er,»ich glaube es unwidersprechlich beweisen zu können, daß Humor und Laune ganz verschie-dene, ja in gewissem Verstände ganz entgegengesetzte Dinge sind. Laune kann zu HumorWerden; aber Humorist, außer diesem einzigen Falle, nie Laune." Die neuere Ästhetikhat den Begriff des Humors in ästhetischer Bedeutung noch genauer zu fixiren gesucht.Dann bezeichnet Humor nicht blos eine zufällige Form der Darstellung, sondern einen be-I n>mmten Typus der Welt - und Lcbensanschauung, der in der Darstellung seinen entspre-I s!s>>den Ausdruck sucht.' Der Humorist sicht zwischen dem Komiker und Satiriker, nähertM ^ mehr dem reinen Komiker durch seine Disposition, auch da noch lächeln zu können,,.o Rudere das Gesicht in düstere Falten ziehen. Der wahre Humorist betrachtet die mensch-Hk Natur als eine Mischung guter und schlimmer Eigenschaften, und sieht im Ganzen