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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Hume (Dav.)

Wien und dann als preuß. Bevollmächtigter zu dem Friedenskongresse nach Prag. Erwar bei dem Congresse zu Chatillon und bei dem Frieden zu Paris, welchen er zugleich mitdem Staatskanzler Hardenberg 1814 Unterzeichnete; auch war er bei dem Congresse zuWien thatig und Unterzeichnete daselbst 1815 den Frieden zwischen Preußen und Sachsen.Im Juli >816 begab er sich nach Frankfurt als bevollmächtigter preuß. Minister zur Be-richtigung der Territorialangelegenheiten in Deutschland. Bald nachher ernannte ihn derKönig zum Mitgliede des Staatsraths und beschenkte ihn mit mehren liegenden Gütern.Hierauf ging er als außerordentlicher Gesandter seines Hofes nach London und dann imOct. >818 nach Aachen. Im 1.1819 wurde er mit SiH und Stimme in bas preuß. Mini-sterium berufen, wo er mehre Zweige, die bisher zum Ministerium des Innern gehört hat-ten, namentlich die ständischen Angelegenheiten, und das vom Staatskanzler abgetreteneDepartement des Fürstenthums Neufschatel übernahm. Inzwischen blieb er als Mitgliedder Territorialcommission bis zu deren Auflösung am 16. Juli 1819 in Frankfurt, undkaum hatte er seinen Posten in Berlin angetreten, als er dessen wieder enthoben wurde,da er nebst den Ministern von Boyen und Beyme ein anderes System als das des Mini-sters von Hardenberg befolgt wissen wollte. Erst seit 1839 nahm er wieder an den Sitzun-gen im Staatsrathe Theil. Bereits >825 hakte ihn die franz. Akademie der Inschriftenund schönen Wissenschaften zu ihrem auswärtigen Mitgliede erwählt. Seit dem Austritteaus dem Ministerium lebte er meist auf seinem Landsitze Tegel bei Berlin, wo er auch am8. Upr. > 835 starb. Seine frühesten Arbeiten, z. B. über Schiller'sSpaziergang", überGoethe'sHermann und Dorothea", überReinecke Fuchs" u. s. w., sammelte er in denÄsthetischen Versuchen" (Bd. l, Braunschw. 1799). Seine Übersetzung desAgamem-non" von Aschylus (Lp;. 1816) war das Ergebniß der schwierigsten Untersuchungen überSprache und Versmaß der Griechen. Auf gründlichen Studien ruhen seineBerichtigun-gen und Zusätze zu Adelung's Mithridates über die cantabrische oder baskische Sprache"

> (Berl. 1817) und diePrüfung der Untersuchungen über die Urbewohner Hispaniens ver-mittels der baskischen Sprache" (Berl. 1821). Unter seinen in der Akademie der Wissen-schaften zu Berlin gehaltenen und einzeln gedruckten Abhandlungen sind zu erwähnen dieüber die unter dem NamenBhagavad-Gita" bekannte Episode des Maha-Bharata (Berl.I826,4.);ÜberdenDualis"(Berl. 1828,4.)undÜberdieVerwandtschastderOrtsadver-sarien mit den Pronomen in einigen Sprachen" (Berl. 1839, 4.). In den letzten Jahrenseines Lebens beschäftigte er sich vorzugsweise mit den amerik. und malayischen Sprachenund zuletzt ausschließend mit der Kawisprache. Ihn unterstützte hierbei seit 1829 ein jun-! ger Gelehrter, Eduard Buschmann, der sich ebenfalls die Erforschung der Ursprachen Ame-rikas zum vorzugsweise« Studium erwählt hatte und bereits mehre Jahre in Amerika fürdiesen Zweck gereist war. Von ihm wurde auch H.'s WerkÜber die Kawisprache auf derInsel Java, nebst einer Einleitung über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbauesund ihren Einfluß auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts" (3 Bde., Berl.izzg4», >.) der Öffentlichkeit übergeben. SeinVocnbulaire >n«-<iit cle In laugne tai-üenne" findet sich in Buschmann's,,^j>eryu de Is lungere <1es lies 51sro>üser ei In languet-ul>e,me"(Berl. 18-13). Von derAusgabe seinerSämmtlichen Werke" sind vier Bände(Berl. 184143) erschienen. Seine die Sprachwissenschaft betreffende handschriftlicheSammlung und die ausländische Literatur seiner Bibliothek vermachte er der königlichenBibliothek zu Berlin.

Hume (Dav.), ein scharfsinniger Skeptiker und klassischer Geschichtschreiber, geb.ja Edinburg am 26. Apr. 1711, war der jüngere Sohn eines schot. Lords aus dem Ge-!chlechte der Grafen von Home. Früh schon fühlte er sich zur klassischen Literatur und zurPhilosophie hingezogen; doch seine durch anhaltende Studien geschwächte Gesundheit und°ie beschränkten Vermögensverhältnisse seiner Familie veranlaßten ihn, in Bristol die Kauf-mannschaft zu erlernen. Sehr bald aber dieser neuen Beschäftigung überdrüssig, kehrte ernach Edinburg zurück, wo er seine akademischen Studien beendete, und ging dann nachKrankreich, um unabhängig der wissenschaftlichen Ausbildung seines Geistes zu leben. InKrankreich schrieb er seine treffliche psychologisch-kritische Abhandlung'I'rentise upon inr-Mnnsture" (3 Bde., Lond. 1738 -40; deutsch von Zakob, 3 Bde., Halle 1799- 91),