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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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343
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Humboldt (Friedr. Heinr. Alex.) 343

zu Strasburg am 6. Aug. 1781, erlernte die Handlung und betrieb später mit Glück eineigenes Geschäft. Im I. 1820 wählte ihn das Departement Niederrhein in die Deputir-kcnkammcr, wo er in verschiedenen Finanzangclegenheiten gegen die Negierung auftratund als Anhänger dcr Doctrinaires auch >823 die Creditleistungen rücksichtlich der span.Expedition misbilligte. Ungeachtet der Gegenbestrebungen des Ministeriums wurde er182 -t, nach Auflösung dcr Kammer, wieder gewählt. In der neuen Kammer erklärte ersich gegen die vom Minister Villele vorgeschlagene Rentenrcduction, indem er zwar nichtdie Sache, aber die Art und Weise und die Ausdehnung verderblich fand. Ebenso nahm erin den Sitzungen von > 82527 in allen Finanzfragen das Wort; auch erhob er sich gegendas Aufgeben der Souverainetät von Haiti, gegen die Entschädigung der Emigranten unddie Beschränkungen der Presse. Bei den Wahlen von 1827 fiel er in seinem Departementdurch; dagegen wählte ihn 1828 das Departement Aveiron zum Kammermitgliede. Inder Sitzung von 1820 war er Berichterstatter über daS vorgelegte Budjet für 1830. DieGründlichkeit, die er dabei an den Tag legte und die einfache, freimüthige Beredtsamkeit,womit er das Interesse des Landes dem Hofe gegenüber vertheidigte, erwarben ihm allge-meine Achtung und Popularität und legten den Grund zu seiner spätern Stellung. Im fol-genden Jahre befand er sich unter den 221 Deputaten, welche die berühmte, gegen das Mi-nisterium Polignacss. d.) gerichtete Adresse vokirten. Gleich nach der Julirevolution trat erwieder als Deputirter des Niederrhein in die Kammer und wurde in den Ausschuß zur Abän-derung der Verfassung berufen. Als Laffitte (s.d.) die Verwaltung übernahm, bot ihmderselbe das Finanzministerium an, was er jedoch, aus Rücksicht für seine Verbindung mitGmzot, ausschlug. Auch den Eintritt in das Ministerium Pe'rier lehnte er ab. Erst als imOct. >832 Soult mit den Doctrinaires die Verwaltung übernahm, trat auch H. an dieSpitze des Finanzministeriums; zugleich gab ersein ausgedehntes Handelsgeschäft auf. Ander politischen Reaction, welche nun die Doctrinaires in der Gesetzgebung begannen, nahmer mindern Antheil; dagegen begann er eine Reform des Staatshaushalts und der dahineinschlagenden Zweige, wofür ihm Frankreich für immer verpflichtet ist. Er setzte außer-ordentliche Ersparungen durch, regulirte daS Steuerwesen, besonders die Steuerkataster,vermehrte die Anstalten deS äußern und innern Verkehrs und belebte auf mannichfacheWeise die Privatindustrie. Im Apr. 1833 brachte er das erste regelmäßige Budget zuStande. Seine Zerwürfnisse mit dem Marschall Soult, der wie zur Zeit des Kaiserreichsauf die Reorganisation des Militairwescns ungeheure Summen verwendete, beschleunig-ten des letzter» Austritt im Juli 1833. H. führte, den Zwischenfall im Oct. >834 beimRücktritte Gsrard's (s. d.) abgerechnet, die Finanzverwaltung bis zu Anfänge des I.1836. Je tiefer er in den finanziellen Zustand des Landes eindrang, um so mehr über-zeugte er sich, daß daS Gleichgewicht zwischen Einnahme und Ausgabe nur durch die Herab-setzung des Zinsfußes dcr Staatsschuld, wie es früher Villele gewollt, hergestellt werdenkönnte. Am 14. Jan. > 836 gestand er dies bei Vorlegung des Budgets von 1837 offenvor der Kammer ein. Diese Erklärung, der allerdings kein gemeinsamer Beschluß voran-gegangen, erregte den Unwillen seiner College», besonders aber des Königs, der sich durcheine Rentenrcduction die reiche Mittelklasse, die bisherige Hauptstütze seines Throns, zuentfremden fürchtete. H. legte sein Amt nieder, blieb aber in der Kammer, die.seine Ansichttheilte. Er unterstützte nun mit dem Gewichte seiner Kenntnisse den förmlichen Antragdes Deputaten Gouin auf Reduction des Zinsfußes und erfuhr bald die Eenugthuung,da? das Cabinet erliegen und abdanken mußte. , Am 3. Oct. 1837 wurde er zum Mitgliedder Pairskammer ernannt, in der er sich mit Nachdruck der Finanzangelegenheilen an-nahm. Als im März 1839 Soult, nach dem Sturze des Grafen Mols", ein Ministeriumaus dem linken Centrum zu bilden versuchte, wurde auch H. herbeigerufen. Die Zumu-thungen widerstritten jedoch seinen Grundsätzen, was die Auflösung der ganzen Combina-tion zur Folge hatte. Erst nach dem Rücktritte ThierS' im Oct. 1840 übernahm H. aufsneue im Ministerium Guizot die Finanzverwaltung. Durch ein strenges Ersparungs-Wern suchte er den durch die Kriegsrüstungen zerrütteten Staatshaushalt wieder zu ord-nen. Der Tod überraschte ihn in seinen Amtsgeschäften am 25. Apr. 1842.

Humboldt (Friedr. Heinr. Alexander, Freiherr von), wurde in Berlin am 14>