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Hüllmann
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Jan. 1816 in die Verbannung wandern. Von Brüssel ging er nach Hamburg, wo er sichdürftig von kleinen Handelsgeschäften nährte, da er verschmäht hatte, sein Vermögen inSicherheit zu bringen. Seine Gattin verschaffte ihm 1819 Begnadigung; halb erblindetkehrte er nach Frankreich zurück, wo er bald gänzlich das Gesicht verlor. Der Streit mndie Verurtheilung und Hinrichtung des Herzogs von Enghien veranlaßte ihn noch 1821 ,sich darüber in einer Schrift zu rechtfertigen und Savary als den Schuldigen zu bezeich.nen. Fern von aller Theilnahme am öffentlichen Leben starb er am 24. Aug. 1832.
Hüllmann (Karl Dietr.), Geh. Negierungsrath und ordentlicher Professor der Ei-schichte an der Universität zu Bonn, geb. 1765 zu Erdeborn in der ehemaligen GrafschaftMansfeld, war nach vollendeten Studien zuerst an der Schule zu Klosterbergen und daman der Realschule in Berlin angestellt, worauf er als Professor nach Frankfurt an derOder und l 898 in gleicher Eigenschaft nach Königsberg kam. In Folge eines Nuss nachHeidelberg im J. >817 erhielt er von der preuß. Regierung die Zusicherung, an die inBonn zu errichtende Universität versetzt zu werden, was im folgenden Jahre geschah. Zumersten Rector dieser neuen Hochschule ernannt, machte er sich insbesondere um deren innereEinrichtung verdient. Seiner schriftstellerischen Thätigkeit gaben die Ereignisse der Zeit,in welche seine wissenschaftliche Ausbildung fiel, und namentlich die durch die franz. Revo-lution bewirkte politische Umgestaltung Europas vorzugsweise die Richtung auf das Lebenim Staate und in der Kirche, auf die geschichtliche Behandlung sowol der Verhältnisse bei-der gesellschaftlichen Anstalten überhaupt als insbesondere des Staatshaushalts, des Han-dels, der städtischen Betriebsamkeit und der Städteverfaffungen. Hierher 'gehören nament-lich seine Schriften: „Untersuchungen der Naturaldienste des Unterthanen" (Berl. I80Z);„Deutsche Finanzgeschichte des Mittelalters" (Berl. >895) und der Nachtrag dazu die„Geschichte des Ursprungs der Regalien in Deutschland" (Franks. > 896); „Geschickte de§Ursprungs der Stände in Deutschland" (3 Bde., Franks. 1896—8; 2. umgearb. Ausl.,Berl. 1839); die beiden Preisschriften „Geschichte der Domainenbenutzung in Deutsch-land" (Franks. I8V7) und „Geschichte des byzant. Handels" (Franks. 1898); „Urgeschichtedes Staats" (Königsb. 1817); „Ursprünge der Besteuerung" (Köln >8l8); „Staats-rechr des Alterthums" (Köln 1829); „Städtewesen des Mittelalters" (4 Bde., Vom1825—29); „Ursprünge der Kirchenverfaffung des Mittelalters" (Bonn 1831); „Rim.Grundverfassung" (Bonn 1832); „Staatsverfassung der Israeliten" (Lpz. 1834); „Ur-sprünge der röm. Verfassung, durch Vergleichungen erläutert" (Bonn 1 835); „äus;>»n-tiüeiuw derRömer" (Bonn 1837); „Würdigung des delphischen Orakels" (Bonn IM);„Handelsgeschichte der Griechen" (Bonn 1839); „Griech. Denkwürdigkeiten" (Bonn1849); „Geschichte des Ursprungs der deutschen Fürstenwürdc" (Bonn 1842) und „Staats-wirthschaftlich-geschichtliche Nebenstudien" (Bonn 1843).
Hülsenfrüchte nennt man diejenigen landwirthschaftlichen Culturpslanzen, derenSamen in Schoten oder Hülsen eingeschloffen sind. Dahin gehören Erbsen, Bohnen, W-cken und Linsen. - Die Hülsenfrüchte enthalten weniger Mehl als die Getreidefrüchte, abereine mehr schleimige, besonders stark nährende Substanz. (S. auch Cerealien.)
Hulthem (Karl Jos. Emmanuel van), ein um die nationale Bildung in Belgiennach vielen Richtungen hin sehr verdienter Gelehrter, geb. zu Gent am l l.Apr. 1764,stammte aus einem sehr angesehenen genter Patriciergeschlechte. Frühzeitig seines Bakersdurch den Tod beraubt, wurde er dem Gymnasium zu Gent zur Ausbildung übergeben,schwächlicher Gesundheit halber aber bald zu einem Kaufmann in Lille in die Lehre ge-bracht. Seinem für die Wissenschaften glühenden Geiste sagte aber dieser Beruf nicht z»inach Überwindung mancher Hindernisse brachte er es endlich dahin, daß er >785 die Uni-versität zu Löwen besuchen durfte, wo er die Rechte studirte, aber auch mit Vorliebe Phi>losophie und Literaturgeschichte betrieb, Reisen machte und ebensowol die Bibliothekenberühmter Abteien als Naturaliensammlungen, Bergwerke und Steinbrüche mit gleichemInteresse aufsuchte. Nach zurückgelegten Universitätsjahren lebte er, namentlich mit ge-schichtlichen Studien sich beschäftigend, in Gent. Unter den politischen Stürmen des Z-1789 zum Mitglied des genter Stadtraths erwählt, trat er in die öffentliche Laufbahnein, in welcher er mit ebensoviel Freiheitssinn und Patriotismus als Uneigennützigkeit
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