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rathslichterfabrikation, Seifensiederei, Thranbrennerei, Zucker- und Ölfabrikation. DieStadt hat mehre schöne Straßen und ansehnliche Gebäude. Unter den erster» zeichnen sichaus die Georgen - und Charlottenstraße, und unter den letzter» die Dreifaltigkeitskirche,in gothischem Stile 1312 erbaut, eins der herrlichsten Denkmäler der Baukunst des Mit-telalters. Außerdem sind zu erwähnen das Trinity-House mit vielen Alterthümern undSeltenheiten, das Museum, das Theater, die Neiterstatue Wilhelm's III. und der botani-sche Garten, welcher durch die Bemühungen Will. Spencer's zu Stande kam, und mehregut eingerichtete Hospitäler. Während der Bürgerkriege in England spielte H. als Fe-stung eine bedeutende Rolle. In dem einige Meilen landeinwärts, unweit der Ousemün-dung in den Humber, gelegenen Flecken Goole haben in neuerer Zeit reiche Capitalistenund Fabrikanten, deren gemeinnützige Vorschläge zur Förderung des Handels die Stadt H.»bwieS, durch Errichtung zahlreicher Etablissements einen neuen Handelsplatz gegründet,der im raschen Aufblühen begriffen, bereits sehr ansehnliche Geschäfte macht.
Hullin (Pierre Aug., Gras), General des franz. Kaiserreichs, war am 6. Sept.1758 zu Genf geboren. Als Uhrmachergeselle kam er 1787 nach Paris, legte daselbst ei-nen Uhrenhandel an, wurde aber bald bankrott und begab sich, von schönem Äußern unter-stützt, als Lcibjäger in den Dienst des Marquis von Conflans. In dieser Stellung hatteer hinreichend Gelegenheit, die Triebfedern und Charaktere der beginnenden Revolutionkennen zu lernen. Ehrgeizig und frciheitlicbend, beschloß er, sich in die Bewegung zu stür-zen. Bei Erstürmung der Bastille, am 13. Juli > 789, zeichnete er sich durch große Kühn-heit aus und erwarb sich dadurch die Gunst des Volks und des Gemcindcraths. Verge-bens suchte er nach dem Siege den alten Commandanten der Bastille, Marquis yon Lau-noy, zu retten, indem er ihm seinen Hut aufsetzte; das Volk erkannte den Unglücklichen undermordete ihn. An den folgenden Aufständen und Greueln nahm H. keinen Antheil. Vonden Bastillestürmern wurde er wiederholt als Deputirter an den Convent gesendet, be-nahm sich aber an den Schranken stets mit Anstand und Mäßigung. Nobespierre haßteund fürchtete ihn und ließ ihn ins Eefängniß bringen, woraus ihn nur der Sturz derSchreckensmänner am 9. Thermidor rettete. Er betrat nun in der ital. Armee die militai-rische Laufbahn und wurde schon 1799 Generaladjutant Bonaparte's. Nach der Schlachtbei Lodi, in der er mit Auszeichnung focht, erhielt er das Kommando in der Citadelle vonMailand und half dann Genua vertheidigen. Gleich rühmlich kämpfte er in der Schlacht beiMarengo, sodaß ihm der erste Consul das Gouvernement von Mailand wiederanvertraute.Mit dem Grade eines Divisionsgenerals erhielt er 1892 den Oberbefehl über die Consu-larzarde. In dieser Eigenschaft führte er 1993 den Vorsitz im Kriegsgericht über den Her-zog von Enghien (s. d.). Während er, freilich nach seiner eigenen Behauptung, zur Mä-ßigung rieth und im Begriff stand, Bonaparte um Milderung des Urtheils zu bitten, ließSavary (s. d.), der nachherige Herzog von Novigo, den Verurthcilten eiligst erschießen.Bei Errichtung des Kaiserthrons wurde H. Baron und 1899 Graf. Zn den Feldzügendes Kaisers führte er eine Division und wurde gewöhnlich da verwendet, wo der Kaiser aufbesondere Klugheit, Ergebenheit und Festigkeit rechnete. So war er namentlich Gouver-neur von Berlin und von Wien. Während des ruff. Feldzugs übertrug ihm Napoleon, alsdem bewährtesten General, die Commandantur zu Paris. Ungeachtet seiner Wachsamkeitgelang es doch den Feinden des Kaisers, die sogenannte Verschwörung Mallet'S (s. d.)onzustisten. Letzterer erschien in der Nacht vom 29. zum 21. Oct. >812 vor H., brachteihm die angebliche Nachricht von dem Tode des Kaisers und bot ihm den Befehl über diebewaffnete Macht an, wenn er anders zu einer Verfassungsveränderung beitragen wollte.Da indeß H., um Zeit zu gewinnen, mit seiner Erklärung zögerte, zerschmetterte ihm Mäk-let durch einen Pistolenschuß die untere Kinnlade. H. hatte noch die Kraft, den Mörder z»überwältigen; auch wurde er glücklich geheilt. Er behielt die Commandantenstelle bis zumMär; 1813 und begleitete dann die Kaiserin nach Blois. Nach der Abdankung Napo-leon's schickte er aus patriotischen Gründen seine Unterwerfung ein. Dessenungeachtetwurde er seines Postens entsetzt, weshalb er auch mit der Rückkehr des Kaisers wieder inbesten Dienste trat. Bei der zweiten Restauration verlor er seine Freiheit und mußte im
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