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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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334
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33-1 Hugo von Trimberg i

Edict von >752 erklärte endlich die protestantische Trauung und Taufe für ungültig undbefahl die Wiederholung derselben durch katholische Geistliche. Die Auswanderungen, die jsich hiermit erneuerten, empörten selbst die Katholiken so heftig, daß der Hof das Edict zu-rücknahm und die Protestanten fortan wenigstens nicht mehr verfolgte. Die Wissenschaft !und Litcratür der Aufklärung traten nun in die Schranken; Männer, wie Montesquieu undVoltaire, besonders letzterer durch die Aufdeckung des Justizmords an Jean Calas (s.d.),befestigten im Volke Toleranz und Aufklärung. Ludwig XVI. endlich crthcilkc durch einEdict von 1787, das freilich erst 178!» einregistrirt wurde, den Trauungen und Taufender Protestanten Gültigkeit und gab denselben die bürgerlichen Rechte, mit Ausnahmeder Erlangung öffentlicher Ämter und Würden, zurück. Zwar wurde 1789 ein Antragauf völlige Emancipation der Protestanten von der Nationalversammlung verworfen; des-senungeachtet nahm sie Protestanten, selbst Prediger, ohne Widerrede als Mitglieder auf,und 179» verfügte sie in einem Decrete die Restitution aller seit Ludwig XiV. consiscirtenGüter der Nichtkatholiken. Der(locke Napoleon" ertheilte den Protestanten in Frankreichgleiche bürgerliche und politische Rechte mit den Katholiken. Obschon auch die von den Bour-bons verliehene Charte die Freiheit des protestantischen Cultus anerkannte und den Staatselbst zur Besoldung der Pfarrer verpflichtete, so sahen sicb doch die Protestanten unter derRestauration mamüchfach gekränkt und verfolgt. In den südlichen Provinzen, zumal imGarddepartemenk, begann das niedere Volk, auf Anstiften der Ultraroyalisten und-thender Priester (s. (lliambre >»tro»vak>Ie) gegen die Protestanten blutige Aus-schweifungen. Erst die durch die Julircvolution reformirte Charte Frankreichs proclamirteüberhaupt die Freiheit des Gewissens und des religiösen Cultus. Dessenungeachtet hat dieNegierung in der neuesten Zeit vielfach, wie bei dcr Kirchcnangelcgenhcit im Elsaß und dembeabsichtigten Übertritt ganzer Gemeinden zum Protestantismus, eine Parteilichkeit sindie katholische Kirche nicht verleugnen können. Vgl. Beza,llistoire »es v^Iises relormeesen lerance" (3 Bde., Antw. 1580); Thuanus,llistoria SIN toinporis" (7 Bde., Par. ,162» und öft.); Davila,8toria ckelle guerre civill cki kianeia" (Vcn. >»3»; deutschvon Reith, 5 Bde., Lp;. 179295); Court de Eebelin,blistoire ckes tronlckes ckes tlo-venne.?"(3 Bde., Villefranche 1760); Lacretelle,llistoirs «Is1?rancep6nckantles gnerres<Ie In religio,," (-1 Bde., Par. 181416; deutsch von Kiescwetter, 2 Bde., Lpz. >815);Aignan,1)6 I'etat ckc:s protestants en braune" (2. Aust., Par. 1818) und Browering,Uistor^ oktbe Hiij-nenots" (2 Bde., Land. 1829).

Hugo von Trimberg, einem Dorfe im Würzburgischen, wahrscheinlich seinem Ge-burtsorte, seit > 26» Magister und Rector der Schulen an dem Collcgiatstifte Marias undGangolf's in der Theucrstadt, einer Vorstadt von Bamberg, ist bekannt als der VerfasserdesNenners", eines seiner Zeit sehr beliebten in vielen Handschriften erhaltenen mittel-hochdeutschen LehrgcdichtS, das er im I. > 3»» vollendete. Auf die Besserung und Beleh-rung der Zeitgenossen gerichtet, enthält es eine Schilderung des Zustandes und der Lebcns-und Sinncsweise derselben, namentlich eine Rüge ihrer Gebrechen und Laster; sehr wich-tig für die Sittengeschichte zeigt es wenigstens in den zahlreich cingcwebten Beispielen, d.h.Gleichnissen, Fabeln und Erzählungen, von poetischer Begabung, mehr freilich noch von derwackern treuen Gesinnung, dem heitern Ernst des Verfassers, der in der Bibel, den Kirchen- ^Vätern, den mittelalterlichen Theologen, aber auch in den Schriften des Alterthums wohlbewandert erscheint und den deutschen Ausdruck mit Kraft und großer, namentlich auch inzahlreichen Wortspielen sich kundgebendcr Gewandtheit handhabt.Nenner" hat er es ge-nannt, weil es durch alle Lande rennen solle, aber auch mit Beziehung theils auf die Man-nichfaltigkeit des Inhalts, durch den ervürbaz rennet", theils auf den Mangel an festemPlan, da sein Gedicht wie ein mit seinem Reiter durchgehendes Roß mit ihm davon hieund dahin renne; auch auf einBüchlein der Samencr" (Sammler) genannt, das er schon1266 abgefaßt, aber aus Verdruß über den Verlust eines Theils der Handschrift nicht be-endet hatte, hat er dabei Rücksicht genommen, wenn er sagt:jenes laufet vor, diz rennetnach". Vollständig wurde derRenner" zuerst herausgegeben aus einer 1347 geschriebe-nen erlanget Pergamenthandschristvon dem bambergerHistorischenVerein (3 Hefte, Bamb-