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7 (1846) Heim bis Juwelen
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331
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Hugenotte» 331

von Montbrun besiegt und boten vergebens den Frieden an. Der Prinz Heinrich I.Co» de (s.d.) führte mit dem Pfalzgrafen Johann Kasimir ein starkes Corps aus Deutsch-land herbei und vereinigte sich im März 1576 zu Moulins mit dem unzufriedenen Her-zoge von Alencon, sodaß das protestantische Heer 35600, das königliche unter dem Her-zoge von Maycnne nur >8000 M. zählte; überdies machte Heinrich von Navarra inGuyenne tüchtige Fortschritte. Der Hof schloß darum, wie gewöhnlich, am 8. Mai zuBeaulieu einen Frieden, der den Protestanten endlich uneingeschränkte Ncligionsübungund eine Menge Sichcrhcitsplätze gewährte. Zugleich bezahlte der König die deutschenHülfsvölker.' Der Herzog Heinrich I. Guise ss. d.), dadurch in seinen politischen Ent-würfen, wie in seinem religiösen Fanatismus beeinträchtigt, ries jetzt einen katholischenBund, die heilige Ligue (s. d.), ins Leben. Auch der König, um der Bewegung Herrzu bleiben, mußte am 6. Nov. >576 auf dem Reichstage zu Blois dem Bunde bcitretenund damit den sechsten Rcligionskricg eröffnen. Der Friede wurde jedoch vom Königeschon im Sept. 1577 zu Bcrgerac auf Grund der früher» Bedingungen geschloffen, undKatharina, um die Pläne des Herzogs von Euisc niedcczudrücken, trat mit Heinrich vonNavarra zu Nerac in geheime Unterhandlungen, die den Protestanten noch einige Sichcr-heitsplätze cintrugcn. Da jedoch der nach allen Seiten hin treulose und vcrrälherischc Hofdiese» Vertrag verletzte, so eröffnctc Condc im Nov. 1 570 den Krieg wieder mit der Ein-nahme von La Ferc, Heinrich von Navarra im Apr. 1586 mit der Eroberung von Lahors.Unter Vermittelung des Herzogs von Anjou (Alencon) schloffen aber die Protestanten, diediesen Krieg im Allgemeinen für unnöthig hielten, am >2. Sept. 1580 zu Flcx Frieden,der ihre alten Gerechtsame wiedcrherstclltc.

Die langersehnte Waffenruhe dauerte nun bis ins I. 158-1, wo durch den Toddes Herzogs von Anjou Heinrich von Navarra die nächsten Ansprüche auf den franz.Thron erhielt. Die Griffen schritten bei diesem Ereignisse aufs neue zur Errichtung derLigue, verbanden sich mit Spanien und dem Papste zur Ausrottung der Ketzerei, erklär-ten den Cardinal von Bourbon zum Thronfolger und begannen den Kampf gegen denKönig und die Protestanten zugleich. Auf Betrieb seiner Mutter mußte Heinrich III.nach einem zu Nemours am 7. Juli > 585 geschlossenen Vergleich die Protestanten allerihrer Rechte verlustig erklären. Wer nicht zum Katholicismus übertreten würde, solltedas Reich binnen sechs Monaten, die Prediger aber sollten dasselbe sogleich verlassen. Zu-gleich entwickelte eine zu Paris unter dem Namen der Sechzchncr zaisammengetreteneLigue den furchtbarsten Fanatismus. Nachdem die Protestanten aus England Geld, ausDeutschland Heeresmacht hcrbeigezogen, begannen sie den achten Neligionskrieg. Aonden drei Armeen des -Hofs wurde die eine unter dem Herzoge von Joyeusc am 8. Oct.>»87 von Heinrich von Navarra bei Coutras gänzlich geschlagen. Heinrich benutzte jedochdiesen wichtigen Vorthcil nicht, und der Hof durfte ruhig das deutsche Heer aus Frankreich, vertreiben. Der Herzog von Guisc, der alle politische Gewalt während des Kampfes ansich gerissen, zwang den König am >9. Juli 1588 zum sogenannten Reunionscdictc vonRouen, welches die Ausrottung der Ketzer durchs Schwert und die ThronausschliefiungHeinrich's von Navarra proclamirtc. Indessen traten die Absichten des Herzogs von Gusseauf eine Thronrevolution so deutlich hervor, daß der König, dem bei seiner Schwäche undVerworfenheit kein anderer Ausweg blieb, den Herzog und dessen Bruder, den Cardinal,im Sept. 1588 auf dem Reichstage zu Blois ermorden ließ. Von der katholischen Partei,die besonders die Hauptstadt beherrschte, ganz verlassen, mußte sich jetzt der König dem pro-testantischen Heere und dessen Führer gänzlich in die Arme werfen. Heinrich III. zog nuninmitten der protestantischen Truppen zur Einnahme des im Aufruhr begriffenen Paris,wurde aber während der Belagerung am 1. Aug. 1580 von dem fanatischen Mönche Cle-ment (s. d.) ermordet, sodaß die franz. Krone jetzt Heinrich von Navarra, dem Haupte derReformation, zuficl. Die Lage der Protestanten veränderte sich zwar hiermit, wurde abernicht gebessert. Sie waren jetzt gcnöthigt, Heinrich IV. in dem langen Kampfe um denThron gegen die Ligue bcizustchcn und mußten, bei der Hartnäckigkeit, mit der die Großenund das gemeine Volk am katholischen Interesse hingen, doch befürchten, daß sic zuletzt denThronansprüchen geopfert werden würden. Als endlich der König, um in den völligen