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7 (1846) Heim bis Juwelen
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328 Hugenotten

die Moslrmen kaum bis dahin vorgedrungen waren. So durchwanderte er den größtenTheil deS Dekan, Sattara, das durch seine großartigen Denkmäler berühmte Bejaxur, ^stieg dann nach Goa hinab, kehrte wieder auf die Höhe zurück, um Darwar, die Wunder >BijnaggerS, Bellari, Bangalore, Seringapatnam und Mysore zu besuchen. Nachdem er ^die blauen Berge (Nil-Gerri) erstiegen und dort drei Wochen zugebracht hatte, verfolgte erseinen Weg über Coimbatur nach der Küste Malabar und besuchte Kotschin und Trava».köre, erreichte das Cap Comorin und schiffte von dem durch seine Perlensischercicn beruh,»,ten Tuttikorin nach Ramiseram an der Adamsbrücke und nach Manar. Über fünf Monateverweilte er auf der reizenden Insel Ceylon, sie nach allen Richtungen durchziehend. No»hier kehrte er nach der Küste Koromandel zurück, besuchte Tranquebar, Pondichc'ry, Cariealund Madras, wo Capitain Lambert, Kommandant der zu einer Fahrt nach dem ind. Archi-pel, Neuholland und Polynesien bestimmten Fregatte Alligator, ihn zur Begleitung einlud. sH. nahm dieses Anerbieten freudig an. Das Schiffverließ im Öct. 1833 Madras, berührt!Sincapur, Sumatra, Borneo, Java, mehre der bedeutender» Inseln des ind. Archipels,Neuholland, Bandiemensland und endlich Neuseeland. Ein schon in Neuholland empfun-dener, in Neuseeland aber zum äußersten gestiegener Abscheu gegen wilde Völker verau-laßte H., den Reiseplan abzuändern und von der letztgenannten Insel sich nach Manilaeinzuschiffen. Über Macao und Canton nach Kalkutta gelangt, drang er durch das Hima-lajagebirge und Kaschmir bis zur Grenze von Tibet, folgte dem Flusse Thilum bis Ma<zufferabad, überstieg die Gebirge nach dem Indus und kehrte von Atock über Lahors und !Ludiana nach Delhi zurück. Er erreichte Bombay, durch wenig besuchte Gegenden ziehend, ^gerade vier Jahre, nachdem er cs zum ersten Mal betreten hatte, und nach einem kurz!» !Aufenthalte am Cap und in St.-Helena landete er in Portsmouth, etwas über scchsZahre, ^nachdem er Wien verlassen hatte.

Wie fruchtbar seine Reise für die Wissenschaften überhaupt und insbesondere fürNaturgeschichte und Ethnographie war, beweist die numerische Angabe der von ihm mit-gebrachten, für die kaiserlichen Cabinete und die Hofbibliothek in Wien angekauflen Samm- llungen; die über alle Zweige der Naturwissenschaften sich erstreckenden enthalten mehr als32000 Exemplare; die Münzsammlung beträgt >249 Stücke, meist indische, worunter258 baktrische; die-ethnographische enthält in 24 Abtheilungen 928 Stücke, unter dich»63 Idole und Tempelgeräthe von Silber, Bronze und Elfenbein, 40 musikalische Znstm-mente, 171 Waffen, 49 Stück ind., kaschmir. und chines. Stoffe, 168 Stück ind. undchines. Schmuck, zum Theil in Juwelen, 433 Gegenstände aus Ägypten u. s. w.; fernereinige hundert Zeichnungen und Ölgemälde, kostbare Manuscripte und Briefe; endlich12000 Blätter, Tagebücher und Notizen. Von dem historischen Berichte über diese Reisterschien bisher erstKaschmir und das Reich der Sihks" (4Bde., Stuttg. 184042). Dieamtlichen Berichte über die Versammlungen deutscher Naturforscher in Prag ( 1838 ) undGrätz(I843) theilen zwei von H. bei dieser Gelegenheit gehaltene Vorlesungen mit; dieerster« gibt eine Skizze der ganzen Reise, die zweite eine Schilderung der Reise von Europabis Bombay. Das naturgeschichtliche Material ist noch unvollständig bearbeitet; Endlichergab eine lat. geschriebene Aufzählung der von H. am Schwanenflusse gesammelten Pflan-zen (Wien 1837); Heckel beschrieb dieFische aus Kaschmir" (Wien 1838). Gegenm» .tig scheintH. als Präsident der von ihm gestifteten östr. Gartenbaugesellschaft seine Thatig- ^keit ganz der Horticultur zuzuwenden, nachdem er schon früher die wichtigsten der von ihmeingeführten Gewächse in seinem WerkeBotanisches Archiv der Gartenbaugesellschaftdes östr. Kaiserstaats" (Wien 1837) beschrieben hatte.

Hugenotte» (Suguenols) nannte man früher in Frankreich spottwcise die Anhalt'ger der Kirchenreformation. Nach Einigen, und dies scheint am wahrscheinlichsten, erhiel-ten sie diesen Namen deshalb, weil sie in der ersten Zeit ihren Gottesdienst des Nachts aufeiner Haide bei Tours hielten, wo der Volksglaube den Geist Hugo Capct's herumspuke»ließ. Gleich mit Beginn der Reformation inDeutschland zeigten sich auch Anhänger derftl'den in Frankreich. Unter dem Schutze der Königin Margaretha von Navarra verbreiteteseit 1523 Melchior Wolmar, ein Schweizer, im Süden die Lehren Luther's, und GerhardRoussel und Jakob Lefevre stifteten lutherische Gemeinden. Als später Calvin (s d)