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Hügel (Karl Alex. Anselm)
von H., der 1826 als Geh. Rath starb, damals kaiserlicher Commissarius am Reichstagewar. Noch als Knabe begleitete er seinen Vater nach Rom und Neapel, folgte diesem, alser nach dem Frieden im I. 1869 nach Frankfurt am Main versetzt worden war, beganndaselbst seine vorbereitenden Studien und bezog im I. >811 die Universität zu Heidelberg,um sich den Rechten zu widmen. In östr. Kriegsdienste getreten, zog er l 814 als Haupt-mann in dem Infanterieregiment Erzherzog Ludwig mit den Verbündeten in Paris einund wurde hierauf der Mission attachirt, welche den König von Norwegen zum Abdankenbewegen sollte, was ihm Gelegcichcit gab, Dänemark, Schweden und Norwegen zu durch-reisen. Später zu dem fünften Husarcnrcgimcnte versetzt, führte ihn der Krieg von 1815zuerst nach Süditalien, dann nach Südfrankreich, wo er Platzcommandant von Arles undTarascon wurde. Im 1.1826 wieder in dem Hauptquartiere des commandircndcn Gene-rals Frimont angestellt, machte er im folgenden Jahre den Feldzug gegen Neapel mit, woer, der dortigen östr. Gesandtschaft attachirt, bis zum I. >824 blieb. Bei der damals sehrfernen Aussicht auf einen Krieg, verließ er die Militairdienste und brachte die nächsten sechsJahre theils in Wien, theils in seinem Garten zu Hietzing zu, nur seinen Lieblingsnciguu-gen, dem Studium der Naturwissenschaften und der Horticultur, lebend. Im I. 1836unternahm er abermals eine Reise nach Frankreich und England und machte während der-selben den Plan zu einer großen Reise in fremde Wcltthcile, den er, durch ein bedeutendesVermögen, einen im Kriege und auf Reisen abgehärteten Körper und Jugendkrast unter-stützt, mit glücklichem Erfolge ausführtc. In Begleitung eines Arztes, Wundarztes, Ma-lers und Naturforschers und mit einer reichen wissenschaftlichen Ausrüstung versehe», ver-ließ er am 2. Mai 1831 am Bord des franz. Kriegsschiffs D'Affas die Rhede von Tou-lon und landete, nach einem kurzen Aufenthalt in Griechenland und Kreta, Ende Juni indem alten Hafen Alexandriens. Hier miethetc er ein engl. Kauffahrteischiff, welches ihnnach Cypern brachte. Von Latakieh aus reiste er über Antiochien, Suedieh, Tortosa nachHoins in der Wüste, um Palmyra zu besuchen. Allein die Rückkehr der jährlichen Kara-vanc mit den Pilgern von Mekka, die, wie immer, die raublustigen Beduinen in diese Ge-genden gelockt hatte, machte es ihm unmöglich, dieses Vorhaben sogleich auszuführen. Ererwartete daher in Homs das Eintreffen der Karavane, die einen grauenhaften Eindruckhervorbrachtc; die Cholera wütheke unter ihr seit der Abreise von Mekka, und kaum einDrittheil der von Homs ausgezogcnen Pilger kehrte zurück, ein Umstand, der einen weni-ger muthigcn Reisenden abgeschrcckt haben würde. Dennoch setzte H. seine Ausflüge indie Umgegend fort; er besuchte die Ruinen Baalbeks, überstieg den höchsten Kamm desLibanon und verfolgte seinen Weg durch das reizende Thal Bcscharräs, wo auch ihn undseinen Diener die Krankheit überfiel. Mit der größten Mühe erreichten sie Tripolis; derDiener starb, H. genas zwar, doch sehr langsam. Erst nach drei Wochen schiffte er sich inBeirut ein, wurde jedoch hier von einem Rückfall ergriffen, der ihn 14 Tage aufhielt. Trotzder äußersten Erschöpfung dachte er nicht an die Rückkehr. Sein Entschluß war unum-stößlich gefaßt, nur durch den Tod seinen Nciscplan unerfüllt zu lassen. Mit einem gemie-theien östr. Kauffahrer segelte er nach Sidon, Tyrus und Acca, verließ hier das Schiff, umPalästina zu durchstreifen, schiffte sich in Jaffa wieder ein und erreichte Alexandrien von dain -l4 Stunden. Drei seiner Gefährten blieben in Ägypten zurück, zwei derselben starben,und ohne Begleiter erreichte er im Oct. über Suez und Aden die Rhede von Bombay.Bon hier aus unternahm er eine Reise in das Innere zur Verfolgung seines Hauptzwecks,das Studium nämlich der malayischcn Menschcnrace, ihres Culturznstandes und ihrer Ab-arten, die durch Vermischung mit mongolischen und kaukasischen Stämmen entstanden sind.Während seines Aufenthalts in den kühlen nördlichen Ghats stieg er öfters in die 5666 F.tiefer liegenden, überaus heißen Thäler hinab und zog durch diese Unvorsichtigkeit sich dasind. Waldfieber zu. Wiederhergestellt nahm er seinen Weg durch Mittclindicn nach Kal-kutta, hatte aber das Unglück, jcnscit Ellora von einem großen Hunde so schwer verletzt zuwerden, daß die trockene Jahreszeit über der Heilung der Wunden verstrich und ihm nichtsübrig blieb als nach Puna umzukchren. Mit geschwächtem Körper das ungesunde Mittcl-mdicn zu bereisen, schien unrathsam, und daher wendete sich H. nach der südlichen Halb-tnscl, wo er die Volksbildung von fremder Beimischung darum reiner zu finden hoffte, weil