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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Huffcll Hüfte

den Grundsatz des Naturrcchts" (Lpz. >755) von Kant in derAllgemeinen Literaturzci-tung" sehr beifällig rcccnsirt wurde. Als Lader, Paulus, Schütz, Ersch u. A. Jena verlie-ßen, ging auch H. 1803 als Professor nach der damals von Baicrn rcgcncrirtcn Universi-tät ;u,Würzburg; als aber das Bisthum Würzburg nach dem prcsburgcr Frieden vonBaicrn an den Großherzog Ferdinand von Toscana abgetreten wurde, folgte er einemRufe nach Landshut. Im I. 1808 ließ er sich bewegen, als Präsident und erster Bürger-meister nach seiner Vatcrstand Danzig zurückzukchren, welche damals in Folge des tilsiicrFriedens wieder zur Unabhängigkeit gelangt war, doch gab er diese Stelle >812 wieder aufund ging nach Landshut zurück. Im I. 1816 folgte er einem Rufe als Professor derRechte nach Halle, wo er aber schon am25. Febr. >8 >7 starb. Seine vorzüglichsten Schrif-ten sind:Lehrbuch des Naturrcchts" (Jena >700, 2. Aust., 1795);Institutionendes gcsammtcn positiven Rechts" (Jena >798; 2. Aufl., 1803);Abriß der Wissen-schaftskundc und Methodologie der Rechtsgelchrsamkeit" (Jena 1797); das unvollendeteLehrbuch der Geschichte und Encyklopädie aller in Deutschland geltenden positiven Rechte"(Abth. >,Jena 1796);Lehrbuch des in den deutschen Ländern geltenden gemeinen undsubsidiarischen Rechts" (2 Bde., Gieß. 180613);Über den eigenthümlichen Geist desröm. Rechts" (2 Bde., Gieß. 181517);Einleitung in die Wissenschaft des deutschenPrivatrcchts" (Jena 1796);Die Lehre vom Gelbe und Geldumläufe" (Jena 1798;neue Aufl., Gieß. 1820) undHandbuch der Staalswirthschaftskunst" (2 Bde., Gieß.1 8"713; 2. Aufl., 1820). MitErsch (s. d.) hatte er sich zur Herausgabe derAllge-meinen Encyklopädie der Wissenschaften und Künste" verbunden; an seine Stelle tratdann Gruber (s. d.).

Hüffell (Joh. Heinr. Ludw.), großherzoglich bad. Prälat, Ministerial- und Kirchcn-rath zu Karlsruhe, geb. am 6. Mai 1783 zu Gladenbach im Großherzogthum Hessen, er-hielt durch seinen Vater, der Prediger war, die erste Vorbildung und besuchte dann dasPädagogium zu Marburg. Ebendaselbst studirte er Philologie und erst später in Gießenwendete er sich der Theologie zu. Im I. 1806 wurde er seinem Vater als Amtsgehülfebeigegebcn. Nach dem Tode desselben kam er 1817 als Pfarrer nach Friedberg. Hier warer literarisch sehr thätig und gab zwei Sammlungen seinerPredigten" (Gieß. 1817^21), seineSchule der Geistlichen" (Gieß. 1818), worin er für eine zweckmäßigere Er-ziehung derselben Vorschläge that, das BuchDer Staat, die Kirche unddie Volksschulein ihrer innern und äußern Einheit" (Darmst. 1823) und sein WerkÜber das Wesenund den Beruf des evangelischen Geistlichen" (Gieß. 182223; 3. Aufl., 1833) heraus,worauf er 1825 als Professor am theologischen Seminar und zugleich als Dekan und ersterPrediger nach Herborn berufen und in Gießen zum Doctor der Theologie ernannt wurde.Drei Jahre darauf folgte er einem Rufe als Ministerial- und Kirchenrath nach Karlsruheund wurde hier 1829 vom Großherzog zum Prälaten ernannt. Er wirkte in Baden fürdie Reorganisation des Schulwesens, hatte Theil an der Bearbeitung der neuen Agendeund des Landeskatechismus, sowie an der Gcneralsynode im I. 1833, und war auch alsMitglied der ersten Kammer bei den Landtagen vielfach thätig. Von seinen Schriften er-wähnen wir noch:Deö Lebens Weihe" (Gieß. 1826), ein Erbauungsbuch;Über die Er-richtung praktischer Institute zur Ausbildung angehender Geistlichen" (Karlsr. 1831);Briefe über die Unsterblichkeit" (Karlsr. 1832);Die Unsterblichkeit aufs neue beleuch-tet" (Karlsr. 1836; 2. Aufl., 1832); vier SammlungenPredigten zu Karlsruhe ge-halten" (Karlsr. 183039). Als Theolog und Prediger erkennt er auf gleiche Weisedem Verstände wie dem Herzen sein Recht zu, und macht das richtige Verständniß derchristlichen Lehre und Verheißung von der Bewährung im Leben abhängig.

-Hüfte (coxs) nennt man den Inbegriff der Theile, welche das Hüftgelenk, dieVerbindung des Oberschenkels mit dem Rumpfe, zusammcnsctzcn und umgeben, und be-zeichnet daher mit diesem Namen äußerlich den Theil auf beiden Seiten des Körpers, wel-cher sich von dem obern Rande des ftkno che ns (s. Becken) bis dahin erstreckt, wosich der Oberschenkel vom Rumpfe abscheidet. In der Anatomie heißt dieser Theil dieHüftgegend (regio coxae s. iukractiacu). Hüftweh (iscüias oder isckisgra) ist einpathologisch noch nicht genau bestimmter Begriff, unter welchem man eine Krankheit ver-