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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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324
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324 Hufeland (Gottlieb)

178V in Jena begann und von l78> an in Eöttingen fortsetzte/ wo er 1783 die medicim- !sche Doctorwürde erhielt. Hierauf begab er sich nach Weimar, um seinen erblindeten Ba-ter zu unterstützen, und lebte hier, bis ihm 1793 eine ordentliche Professur der Medici» i»Jena mit dem Titel eines Weimar. Leibarztes und Hofraths übertragen wurde. Nachdemer hier verschiedene Rufe nach Leipzig, Kiel, Pavia und Petersburg abgelehnt hatte, ginger >798 als Director des OIIegi»>n meciwilm, Borstand derOberexaminationscommissio»,königlicher Leibarzt, erster Arzt am Charitekrankenhause und Mitglied der Akademie derWissenschaften mit dem Titel eines Geh. Raths nach Berlin, wo er bei der Gründung derUniversität >809 die Professur der speciellen Pathologie und Therapie übernahm, I8l»als Staatsrakh in die Medicinalsection des Ministeriums eintrat und am 25. Aug. >836starb, nachdem er drei Jahre vorher bei dem 5V. Jahrestage seiner Doctorpromotivn vonallen Seiten die lebhafteste und dankbarste Anerkennung gefunden hatte. H. gehört u»- lstreitig zu den schönsten und edelsten Erscheinungen, sowol als Arzt wie als Mensch.Seine wissenschaftliche Thätigkeit erstreckte sich fast über alle Theile der Heilkunde; alspraktischer Arzt wie als Lehrer und Schriftsteller stand er im ehrenvollsten Ansehen. Semehohe allgemeine Bildung, seine erschöpfende Kenntniß des Gesammtwesens der Medici»mit allen ihren Gestaltungen, Systemen und Entdeckungen der altern wie der neuern Zeit,sein tiefer Blick in die Natur, verbunden mit einer geistreichen Auffassung und einem schar-fen, treffenden Urtheile, leitete» ihn bei Behandlung der Kranken, bei seinem Unterrichteund bei Abfassung seiner Schriften, von denen viele die tiefsten Wahrheiten enthalten, da-bei aber auch Nichtärzten eine lehrreiche, ja selbst angenehme und unterhaltende Lectüre ge-währen- Vor Allen ist hier zu nennen seineMakrobiotik, oder die Kunst das menschlicheLeben zu verlängern" (Jena >796; 6. Ausl., Berl. 18-12), die fast in alle europ. Spra-chen, namentlich auch ins Serbische, Ungarische und Hebräische überseht wurde. Von sei-nen übrigen Schriften heben wir noch aus:Über dieÜngewißhcit des Todes" (Halle>7S>;neue Aust., >821);Vollständige Darstellung der Kräfte und des Gebrauchs dersalzsa»-ren Schwererde" (Berl. >791);Über dieNatur, Erkenntnißmittcl und Heilart derSkro- 'felkrankheit" (Jena >795; 3. Aust., Berl. >8>9);Guter Rath an Mütter über diewichtigsten Punkte der physischen Erziehung der Kinder in den ersten Jahren" (Berl.>799; 1. Aust., >836);Geschichte der Gesundheit" (Verl. 1812; 3. Aust-, I8lti);Praktische Übersicht der vorzüglichsten Heilquellen Deutschlands" (Berl. 1815; 1. Aufl.von Osann, 1810) undbineliiriclion meclioii», oder Anleitung zur mcdicinischen Prarik,Aermächtniß einer 50jährigen Erfahrung" (Berl. 1836; 6. Aust., 1812). Ein Theilseiner weniger umfangsreichcn Schriften und Journalaufsaße findet sich gesammelt in sei-nenKleinern medicinischen Schriften" (1 Bde., Berl. 182228) und in einer neuer»Auswahl unter demselben Titel (Bd. i, Berl. l 831). Außerdem verdankt ihm das nochbestehendeJournal der praktischen Heilkunde" seine Begründung im I. >795 undseimBedeutung. Seine Verdienste um das Medicinalwescn anlangend, erinnern wir an dieLeichenhäuscr, von denen das erste in Weimar unter seiner speciellen Aufsicht errichtetwurde, und an die Schuhpockcnimpfung, zu deren Verbreitung er cifrigst mitwirkte. Sei»!Menschenfreundlichkeit offenbarte sich durch dke Vereine zum Besten der damals ihre Fes-seln zerbrechenden Griechen, zur Unterstützung nothleidender Ärzte und der Witwen vonÄrzten, die er nicht nur ins Leben rief, sondern auch selbst reichlich ausstattcte. Alle, die ihm fnäher standen, rühmen seinen wahren Seelenadel, seine stete Heiterkeit und Ruhe, seine ge-wissenhafte Uneigennätzigkeit und sein zartfühlendes, für alles Edle und Schöne empfang'liches, poetisches Gemüth.

Hufeland (Gottlieb), einer der ausgezeichnetsten unter den philosophisch gebildetenRechtsgelehrten der neuern Zeit, geb. zu Danzig azn >9. Oct. > 760 , besuchte das akade-mische Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte seit >780 zu Leipzig und gleichzeitig nnkHugo seit >783 in GLttingen, nachdem er zuvor mit einem begüterten Landsmanne Deutsch-land, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz bereist hatte. In Jena, wo er >785 dujuristische Doctorwürde erlangte und >786 sich habilitirte, wurde er >788 außerordentli-cher und >793 ordentlicher Professor. Seine Vorlesungen über Naturrecht, Rechtsgoschichte, deutsches Recht fanden außerordentlichen Beifall, wie denn auch seinVersuch über