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Hudson Lowe HudfonSbai 321
und des griech. Lexikons von „Morls", welches er anonym zum ersten Male bekannt machte(Oxf. >712), ein nicht unbedeutendes Verdienst um die alte Literatur erworben.
Hudson Lowe (Sir), der Hüter Napoleon's auf Saint-Helena, gcb. 1770 in Ir-land, trat 1785 als Volontair in das 50. engl. Linieninfanterieregiment und wurde 1701Lieutenant. Er wohnte der Expedition gegen Toulon und dem Feldzuge in Corstca bei,war beim Angriffe auf den Thurm Martello, bei Erstürmung der Convcntionredoute undder Belagerung von Basiia und Calvi, diente dann zwei Jahre in Portugal und eins inMinvrca. Unter Moore machte er den Feldzug in Ägypten mit, wurde dann Secretair derAusgleichungscommission in Malta, erhielt 1800 das Majorspatent im Regiment corsi-scher Jäger und kam 1802 auf halben Sold. Im I. > 803 als Major zu activem Dienstberufen, wurde er von Lord Hobart mit geheimen Aufträgen nach Portugal und Sardi-nien geschickt; im nächsten Jahre completirte er das Regiment corstschcr Jäger, erhielt da-bei Oberstlieutenant-srang und diente dann in Neapel unter Sir James Craig. Seit 1806Commandant der Insel Capri, mußte er dieselbe nach tapferer Gegenwehr 1808 den Fran-zosen übergeben, worauf er zufolge der Kapitulation mit Waffen und Gepäck nach Sicilienzog. Beim Angriff auf Neapel führte er die erste Schlachtordnung; er wirkte mit zur Er-oberung von Jschia, war bei der Besehung von Zante und Kephalonia und wurde auf letz-terer Insel Chef des provisorischen Gouvernements. ImI. 1812 zum Obersten ernannt,kam cr 1813 als engl. Commissar in Blücher's Hauptquartier, begleitete diesen 1814 nachFrankreich, wurde in demselben Jahre Generalmajor und 1815 Gouverneur auf Saint-He-lena. Nach seiner Rückkehr erhielt er >821 das 95.Regiment, wurde 1823 Gouverneur derBermudasinseln, 1830 Generallieutenant und 1842 Inhaber des 50. Linieninfanterie-regiments. Er starb am >0. Jan. 1844. Als Napoleon'- Hüter überbot cr durch Härteund finstern Argwohn die zur sichern Aufbewahrung des gefürchteten Gefangenen ihm vonseiner Negierung gegebenen strengen Instructionen, wodurch er dessen Kittern Haß aus sichund die engl. Regierung lenkte. Alles, was er früher Rühmliches geleistet, durch die Be-bandlung Napoleon's vergessen machend, wird er nur als dessen Kerkermeister bei derNach-nelt in trauriger Berühmtheit fortleben.
Hudsonsbai, ein 1 4000 UlM. großer Meerbusen, zwischen Eastmain (dem Ostlandevon Labrador), Canada, Neuwales und den nordamerikan. Polarländern, 250 Seemeilenlang, 200 breit und gegen die Mitte 140 Klaftern tief, hängt im Osten durch die Hudsons-straße mit dem Ocean zusammen; im Norden einen offenen Durchgang zu finden, den manvermuthet, ist noch nicht gelungen. Sie hat mehre große Buchten, südlich die Jamesbai,nördlich die Bultonsbai und westlich die Chesterfieldbai, und ist voll von Sandbänken, Klip-pen und Inseln. Nur etwa vier Monate im Jahre kann sie beschifft werden; die übrigeZeit ist sie von Treibeis angefüllt. Entdeckt wurde sie von dem Dänen Ansköld; den Namenerhielt sie nach Hendrik Hudson (s.d.); weitere Entdeckungen machten in diesen arktischenGegenden Thom. Bulton, Nob- Bylot, Thom. James, Parry u. A. Hudsonsbailän-der oder Neubritannien nennen die Engländer alles nördlich und westlich von Canada ge-legene Land, dessen Besih ihnen im Frieden zu Utrecht zugesprochen wurde, und das sie inLabrador (s. d.), Neusüdwales (s.d.), Ncunordwales (s. d.) und die Binnenlän-der einthcilen. Das Klima in den Hudsonsbailändern ist außerordentlich rauh. Weingeist,der freien Luft ausgeseßt, gestiert in wenig Stunden zu festem Eis. Sogar in beständigSsheizten Zimmern, in Kellern, die zehn Fuß tief sind, friert der Porter in ganzen Oxhoftenbis auf einige Maß ein. Die Luft ist dann so voll Eistheilchen, daß man nicht darin aus-dauern kann. Außerordentlich sind die Anstalten, welche man treffen muß, um sich vor demFroste, selbst in geheizten Zimmern, zu schützen. Sogar mitten im Sommer, wo die Hitzevst auf 25" R. steigt, thaut doch die Erde kaum drei bis vier Fuß tief auf. Der Boden deröstlichen Küsten ist durchaus unfruchtbar und felsig. Auch auf der Westküste, in den nörd-lichen Gegenden, finden sich außer Wachholdcr, Fichten und Pappeln kaum andere Bäume,^ noch dazu ganz verkrüppelt sind. Etwas südlicher, nach der Jamcsbai zu, wird dasKlima milder, sodaß man Kartoffeln, rothe Rüben, ja sogar Mais bauen kann. Außer ei-nigen Beeren gibt eS wenig Früchte, die wild wachsen. Die einzigen HandelsgegenständeC«n»..Lex. Neunte Aufl. VII. 21