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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Hücker

Hudson (John)

im I. 1822 wurde er >82-1 Lehrer der Architektur am Städel'schen Institut zu Frankfurtam Main. Hier arbeitete er seinen berühmten „Entwurf zu einem Theater mit eisernerDachrüstung" (Heidelb. l 825, Fol., mit 6 Kpfrn.) und die „Pläne für die Kirche zu Bar-men" (1825—29) und „Das Waisenhaus zu Frankfurt am Main" (1826—29). JmJ.1827 kam er als Architekt und Bauinspector nach Karlsruhe, wo er nun seine Principieuin der Schrift „In welchem Stile sollen wir bauen?" (Karlsr. 1828) niederlegte. Nachseiner Theorie darfauch der romanische Stil für die Gegenwart keine bindende Norm, son-dern nur gleichsam das Gewand sein, in welchem die architektonischen Bedürfnisse der ge-genwärtigen Zeit austreten sollen. Der neuern Nachahmungen des gothischen Stils spot-tet er als einer ganz unzeitgemäßen Erscheinung. Seit seiner Versetzung nach Karlsruheführte er eine ganze Reihe von Gebäuden in und außerhalb Baden im Nundbogenstil auf, dernun durch seine, Lassaulx's und Gärtner's Bemühungen die weiteste Verbreitung gewannUnter seinen bedeutendern Bauten nennen wir das Finanzkanzleigebäude und das Ma'd-chcnschulhaus in Karlsruhe (um 1836), die polytechnische Schule daselbst (1832—36),die Kirchen von Mühlhausen bei Pforzheim, Epfenbach, Zaisenhausen und Stahringen; dievon Bulach bei Karlsruhe, eines seiner Hauptwerke, vollendet 1837; die von Bauschlott,Rottweil, Dürrheim, Waitzen u. s. w., sowie das großartig entworfene Museum zu Karls-ruhe. Über mehre dieser Bauten berichtete er in seinen „Bauwerken" (Karlsr. 1838fg.).

Hücker heißen gewisse drittehalb- oder anderthalbmastige Takelagen, d. h. sülche, de-ren hinterster Mast keine Quer- oder Raasegel führt. Sie sind in den pommerschen Häfennoch sehr gebräuchlich, anderwärts aber durch die Schooner meist verdrängt. Die sehr sel-ten verkommenden Kreuzhucker sind einer Brigg ähnlich.

Hudibras, ein satirisches Heldengedicht von Sam. Butler (s. d.).

Hudson (Hendrik), ein durch seine wiederholten Versuche, eine nordöstliche Durch-fahrt nach China und Japan zu entdecken, berühmter Seefahrer, unternahm seine erste des-fallstge Reise >697 in einem kleinen Fahrzeuge mit zehn Matrosen, mußte aber, nachdemer weit im Polarmeer vorgedrungen war, im September nach England zurückkehren. Aufeiner zweiten Reise im I. 1608 kam er bis nach Novaja-Semlja. Eine dritte Reise un-ternahm er 1609 auf Kosten der holländ.-ostind. Compagnie von Amsterdam aus. DieHoffnung aufgebend, eine nordöstliche Durchfahrt zu finden, segelte er nach der Davis-straße, kam aber an das amerikan. Festland unter -14" nördl. Br., und südwärts steuernd,fand er die Mündung des nach ihm benannten Hudsonflusses. Seine letzte Reise trater im Apr. 1610 mit 23 Matrosen an und erreichte im Juni Grönland. Westlich steuernd,fand er die Meerstraße, die ebenfalls seinen Namen führt (Hudsonstraße), und gelang!!durch dieselbe an die Küste von Labrador, welcher er den Namen Neubritannien gab, unddann in die große Bai, die gleichfalls nach ihm genannt wird (s. Hudsons bai). Obschoner nur geringen Vorrath an Lebensmitteln hatte, so faßte er doch den Entschluß, in dies«öden Gegend zu überwintern, um im folgenden Frühlinge seine Entdeckungen weiter ver-folgen zu können. Dieses geschah auch, bis sein Proviant so zusammengeschmolzen war,daß er zur Rückkehr sich genöthigt sah. Die unvorsichtige Äußerung in seiner bedrängtenLage, daß er einige seiner Leute werde zurücklassen müssen, brachte ihm de» Tod. Durcheinen gewissen Green, dem er in London das Leben gerettet, angeregt, bemächtigten sich dieMatrosen seiner bei Nacht, banden ihm die Hände auf den Rücken und gaben ihn so, nebstseinem Sohne und einigen Andern, die ihm anhingen, in seiner Schaluppe der Willkür derWellen oder den Anfällen der Wilden preis. Sein Schicksal wurde durch Pricket, denScbiffsschreiber und Mittheilnehmer des Complots, bekannt. Vergebens aber waren alleNachsuchungen, welche die Engländer um H.'s willen durch Thom. Bulton anstellten.

Hudson (John), engl. Philolog und Kritiker, geb. 1660 zu Wcdehop in der Graf-schaft Cumberland, studirte zu Oxford und erhielt daselbst 1684 eine Professur. Jm3-1701 wurde er Bibliothekar der Bodlejanischen Bibliothek und starb am 27. Nov. > > >9.Außer den Bearbeitungen mehrer griech. Schriftsteller, besonders des Thucydides, Diony-sius von Halikarnaß und Longinus, hat er sich durch die Herausgabe dcr„66vgr»p 'ßraeci miuvreo" (4 Bde., Oxf. 1698—1712), des Josephus (2 Bde., Oxf. 1720 , Fol.)