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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Huber (Maria)

Huber (Mich.)

„Allgemeinen Zeitung" übernahm. Im I. 1803 wurde er Landesdirectionsrath zu Ulm,wo er aber schon 1804 starb. Geistreiche, mehr durch lebendigen Umgang als durch Büchererworbene Leichtigkeit zeichnet seine Schriften aus, die jedoch zum größer» Theile miringlücklichen Bearbeitungen und geistreichen Kunstkritiken bestehen. Schon früh zog ihn be-sonders die engl. Literatur an und bereits 1785 gab er das Schauspiel „Ethelwolf", mirvorläufigen Anmerkungen über Beaumont und Fletcher und das ältere engl. Theater über-Haupt, heraus. Auch bereicherte er die deutsche Bühne mit mehren guten Bearbeitungen,franz. Lustspiele, dahin gehören „Die offene Fehde" (Manh. 1758); „Der tolle Tag, oderFigaro's Hochzeit" (Lpz. I785); „Die Abenteuer einer Nacht" (Manh. 1780) und mehre

andere in seinem „Neuern franz. Theater" (3 Bde., Lpz. >705—97; 2. Aust., Franks

1819). Von seinen Originalschauspielen erregte „Das heimliche Gericht" (neue Ausl.,Berl. 1795) so lange Aufsehen, als der Stoff in der Mode war. Glücklicher war H. insei-nen „Erzählungen" (4 Bde., Braunschw. 1800—2), welche zu den bessern Erzeugnissender Deutschen in diesem Fache gehören; doch haben die seit 1795 unter seinem Namen er-schienenen meist seine Gattin zur Verfasserin. Seine „Sämmtlichen Werke seit I(4 Bde., Tüb. I806—19) wurden von seiner Gattin herausgcgeben und mit seiner Bio-graphie begleitet. In der Kunstkritik nahmen seine Neccnsionen in der „Allgemeinen Lite-raturzeitung", welche in seinen „Vermischten Schriften" (2 Bde., Berl. 1793) wieder ak-gedruckt wurden, einen ehrenvollen Rang ein. Von seinen übrigen Schriften gedenken mirnur noch de« „Friedenspräliminarien" (10 Bde., Berl. 1793—96). Auch war erHcr-ausgeber der „Klio" und der „Europ. Annalen". — Sein Sohn, Vict. Ai m e H., frü-her Professor in Marburg, seit 1843 ordentlicher Professor an der philosophischen Faiul-tät zu Berlin, hat sich als Schriftsteller besonders durch seine „Skizzen aus Spanien" (ZBde., Gött. 1828—33); „Die Geschichte des Cid" (Brem. 1829); „Die neuromankischePoesie in Frankreich" (Lpz. > 833) und „Die engl. Universitäten" (2 Bde., Kass. 183!>-40) einen Namen erworben.

Huber (Maria), eine Schriftstellerin, welche sich unter den gelehrten Frauen ihrerZeit durch Schärfe des Gedankens auszeichnete, war die Tochter eines angesehenen Kauf-manns zu Genf und daselbst 1695 geboren. Über ihre Jugend hat man sehr ungenügendeAngaben, indeß kann man aus ihren Werken abnehmen, daß sie eine streng wissenschaft-liche Erziehung erhalten habe. In den „8)stemes des tlieologieus anciens et modernes,concilies par I'exposition lies dilkerents sentiments sur I'etat lies ames sepsrees des

corps" (1731; sehr verm. Aust., >739), die ihr zuerst in der gelehrten Welt einen Namen

machten, bekämpfte sie mit den Waffen eines freudigen, liebevollen Henens die Lehre vonder Ewigkeit der Höllenstrafcn; dagegen nahm sic nach dem irdischen Leben eine Art vonMittelzustand der Reinigung an. Obschon diese Lehre bei Protestanten und Katholikengleiche Misbilligung und Anfeindung fand, so ließ sie sich doch nicht abhalten, ihre Ansich-ten noch in andern Schriften zu entwickeln und gegen die Angriffe ihrer Feinde zu verthei-digen. Am umfassendsten findet man ihreLehren dargelegt in den „l^ettres sur la religio»essentielle ä I'lininins" (1739; 6 Bde., 1754), die ins Deutsche und Englische übersetztwurden. Wenn auch in dieser Schrift das Streben, die christliche Lehre auf ihre göttlichenGrundwahrheiten zurückzuführen, anerkannt werden muß, so kann man doch der Art undWeise, wie die Verfasserin die kirchlichen Dogmen einer zum Theil scharfsinnigen Sichtungunterwirft, nicht unbedingt billigen. Ihr Nationalismus war zwar selbst zu ihrer Zeitnicht ganz neu, aber er gewinnt in psychologischer Beziehung an Interesse, wenn man be-

denkt, daß er von einer weiblichen Seele ausgcflossen ist. Nach ihrem Tode, der 1753 zu

Lyon erfolgte, erschien ein „Recneil de diverses pieces, servaut de Supplement aux leOtres sur I-l religion essentielle a I'lmmme" (1754). Geringere Verbreitung haben ihreandern Schriften, wie „I^e wende kal prelere au monde sa^e" (1744) und „Reductiandu spectateur angl." (6 Bde., Amst. 1763), gefunden. Die ihr beigelegte „Ilistoiredassax" (1753) soll, wie Einige behaupten, von der Schriftstellerin Fauque herrühren.

Huber (Mich.), ein bekannter Literator und Übersetzer, der Vater von Ludw.Ferd.Huber (s.d.), geb. >727 zu Frontenhausen in Niederbaiern, lebte lange Zeit in Paris undwurde 1766 Lector der franz. Sprache auf der Universität zu Leipzig, wo er >804 starb.

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