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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Huarte Huber (Ludw. Ferd.) 315

sc primordiis"; eine Umarbeitung der Lustspiele des Terentius mit Unterlegung geistlicher> Stoffe in Klostermanier, die in keiner Beziehung ihres Musters würdig sind und ziemlichfrivole Gespräche liederlicher Menschen mit keuschen Nonnen enthalten; sowie mehre an-dere geistliche und historische Schriften. Ihre Werke wurden zuerst von K. Geltes (Nürnb.1501, Fol.) und zuletzt von Schurtzfleisch (Witt. 170", -i.) herausgegeben; der„kane-gzris in Oddonem" findet sich auch in der Ausgabe von Widukind's „^.nnsles" von Mei-baum (Franks. 1621), in des jünger» Meibaum „Script, rer. germ." (Helinst. 1688)und in Neuber'S „Scriptt. vett." (Franks. 1584; 6. Aust., Franks. 1726); das Gedichtauf die Gründung des Klosters zu Gandersheim übersetzte Fr. Horn in den „Nordalbin-gischen Blättern" (Bd. I, 1820). Vgl. (Wüstemann), „Geschichte der Roswitha"(Dresd. 1750) und Hoffmann, „De kasvvitliae vita et scrijitis" (Bresl. 1860).

' Huarte (Juan), der einzige span. Schriftsteller, welcher über das Gebiet seines Vater-landes hinaus als Philosoph berühmt geworden ist, geb. um 1520 in Niedernavarra, lebte1590 als praktischer Arzt in Madrid, welcher Beruf ihn bei seinen psychologischen Beo-bachtungen sehr begünstigte. Sein „Lxsmen de ingeniös pars Ins scieneias" (Pamplona1578 und oft.), welches ihn in Europa berühmt machte und in viele Sprachen (deutsch vonLessing; 2. Aust., Wittenb. und Zerbst 1785) überseht wurde, zeigt ihn als einen prakti-schen Denker von vielen Kenntnissen und enthält scharfsinnige Beobachtungen über die gei-stigen Verschiedenheiten des Menschen, ist aber nicht ohne Paradoxien.

Huber (Franz), ein bekannter Naturforscher, geb. zu Genf am 2. Juli 1750 , hattedas Unglück, schon im Jünglingsalter zum Theil in Folge zu angestrengten Studircns zu. erblinden, dabei aber wieder das Glück, an Aime'e Lullin eine Gattin zu finden, mit der er

^ 40 Jahrein der glücklichsten Ehe lebte. Durch Charl. Donnet (s.d.) auf die Dunkelhei-

^ ten in der Naturgeschichte der Bienen aufmerksam gemacht, unternahm er es in seiner, Blindheit, dieselbe aufzuklären, indem er seinem Bedienten, Franz BurnenS, die schwereKunst des Beobachtens lehrte. Sinnreich ausgedachte Bienenstöcke von Glas dienten dazu,die Thierchen zu belauschen. Aus den übereinstimmenden Beobachtungen seines Bedientenund anderer Freunde, die an seinen Studien Theil nahmen, zog er die Ergebnisse, die erzuerst in Briefen an Bonnet unter dem Titel „Nouvelles observsiiao« s»r les abeilles"(1782) veröffentlichte. Als Burnens eine anderweite Versorgung erhielt, übernahmen zu-nächst H.'s Gattin und dann Burnens' Sohn das Geschäft des Beobachtens. Mit Senne-bier, den er bei den Untersuchungen über das Athemholen der Bienen zu Nathc zog,machte er dann die Beobachtungen über das Keimen der Samen, die in dem „Neinoire snrI'inüuence de l'air et des diverse? subsianees gureuses duns I» germinution de diikeren-tes plsotes" (Genf >801) niedergelegt sind. Seine später« Beobachtungen über die Bie-nen finden sich in der neuen Ausgabe seiner oben erwähnten Schrift (2 Bde., Par. undGenf 1814). In Genf gründete er die Gesellschaft für Physik und Naturgeschichte. SeineCorrespondenz führte er meist gedruckt, wobei ihn das mechanische Talent eines Dieners,Claude Lechet, den er zu diesem Zwecke sich herangebildet hatte, unterstützte. Die letztenJahre lebte er in Lausanne bei seiner Tochter, in deren Armen er am 21. Dec. 1861 starb.I- Delille feierte ihn in seinem Gedicht „Ii.es troi« reines de In nstnre".

, Huber (Ludw. Ferd.), ein geistreicher deutscher Schriftsteller, der Sohn von Mich.

? "b." (s- d.), geb. in Paris 1764, kam in seinem zweiten Jahre mit seinen Altern nach. Leipzig und nahm von ihnen jene liebenswürdige Mischung von franz. Beweglichkeit unddeutscher Innigkeit an. Eine treffliche Erziehung, der Umgang mit ausgezeichneten Män-! "srn und eine unermüdliche Lcsebegier wirkten sehr günstig aus die Entwickelung seiner! Talente. Schon in seinem > 5. Jahre trat er als Übersetzer auf. Nachdem er in Dresden im

! Bureau des Ministers von Stutterheim einige Zeit gearbeitet hatte, wurde er 1787 Lega-

Eionssecretair bei der sächs. Gesandtschaft zu Mainz. Mit Aufopferung seiner bürgerlichenVerhältnisse, die ihm eine glänzende Laufbahn versprachen, nahm er sich seit 1706 der ver-> Menen Familie seines Freundes Joh. Georg Förster (s. d.) an, dessen geistreiche Witwe(> Therese Huber) er 1784 heirathete, worauf er, um seinen Unterhalt zu gewinnen,«1 dem Dorfe Bosle bei Neufchatel der Schriftstellerei, besonders der politischen, sich zü-ndete, bis er 1798 nach Stuttgart ging, wo er an Posselt's Stelle die Redaction der