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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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314
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314 Hoym Hrosuita

Kricgsbaukunst" (2 Bde., Bcrl. >817— 18 ); „Lehrbuch für den Elementarunterricht inden Kriegswissenschaften" (2 Bde., Bcrl. > 827); „Literatur der Kriegswissenschaftcn und -Kriegsgeschichte" nebst Fortsetzung (Berl. >8:!I—49); „Befestigungskunst und Pion-nierdienst" (Berl. >832) und „Gedenk- und Notizenbuch für Ingenieure" (Lp;. I8M).

Hoym (Karl Georg Heim., Graf von), preuß. Minister, geb. 1739 zu Poploz inHinterpommern, machte seine Studien auf dem königsberger Gymnasium und der Univer-sität zu Frankfurt an der Oder. Im I. >761 nahm er Militairdicnste, doch sehr bald trater in das Finanzfach. Er stieg schnell empor, wurde >762 Kriegs- undDomainenrath und1767 Geh. Rath und zweiter Kammerdirector. Nachdem ihn >768 Friedrich der Großepersönlich kennen gelernt hatte, ernannte er ihn 1769 zum Regierungspräsidenten in Kleveund 1779 zum dirigirenden Minister in Schlesien, wo er sich durch segensreiche Verwal- ,tung einen bleibenden Namen erwarb. Auch die beiden Nachfolger Friedrich des Große» ^beehrten H. mit gleichem Vertrauen. Friedrich Wilhelm II. erhob ihn in den Grafenstand,ließ sich durch ihn 1796 bei der Huldigung in Südpreußen rcpräsentiren und übertrug ihmdie Verwaltung auch dieser neuen Erwerbung. Nach dem Frieden zu Tilsit wurde er I8«Nseines hohen Alters wegen in Ruhestand versetzt und starb noch in demselben Jahre aufseinem Gute zu Dyhrnfurt bei Breslau, das jetzt seiner Enkelin, der Prinzessin Biron vonKurland, gehört.

Hrabänus Maurus, einer der ausgezeichnetsten Männer im Zeitalter Karl desGroßen, hochverdient um die erste Bildung der Deutschen, war aus Mainz gebürtig undgenoß den Unterricht im Benedictinerkloster zu Fulda, worauf er nach Tours ging, um seineStudien unter Alcuin zu vollenden. Nach seiner Rückkehr im 1.894 errichtete er in Fuldaeine Klosterbibliothek und die erste öffentliche Klosterschule in Deutschland, aus welchernachmals so viele ausgezeichnete Gelehrte, wie Walafried, Strabo, Otfried u. A. hervor- ^gingen. Nach manchen Widerwärtigkeiten wurde er 822 zum Abt von Fulda geweiht, wo >er nun während der zwanzig Jahre, in denen er diese Würde bekleidete, die Freude hatte, >den wohlthätigen Einfluß seiner gelehrten Schule immer mehr steigen zu sehen, und höchst ,wohlthätig für echt christliche Kirchcnzucht wirkte. Misvergnügt über die Unruhen der ;Zeit legte er 842 sein Amt nieder, um sein Leben in der Stille der Priorci St.-Peter zu sbeschließen; doch der König Ludwig der Deutsche vermochte ihn, 817 als Erzbischof vonMainz wieder in Thätigkeit zu treten, in welcher Würde er 856 zu Winkel im Nheingaustarb. Wie Bonifacius der Priester, so war H. der Lehrer der deutschen Nation; nur hater vor jenem noch Das voraus, daß er die Nothwendigkcit erkannte, die deutsche Kircke vorden verderblichen, verfinsternden röm. Einflüssen zu wahren, und daß er hierauf durch Ver-breitung von Aufklärung hinzuwirken suchte. Um das Bibelstudium zu beleben, führte erdas Studium der griech. Sprache in Deutschland ein; ganz besonders aber war er für dieAusbreitung und Bildung der deutschen Sprache thätig und setzte es sogar durch, daß deutschgepredigt werden sollte. Auch verfaßte er ein lat.-deutsches Glossar über die Bibel, welchesin mehren Handschriften erhalten, in Schilter's „Hie-muru»" und Eckard's „Lomment.

<Ie rebns Dräne. orient." abgedruckt und in Grasffs „Diutlska" (Bd. 3) berichtigt, einwichtiges Denkmal für die älteste deutsche Sprache ist. Seine übrigen lat. Schriften, groß- stentheils theologischen Inhalts, gab Calvoncrius (6 Bde., Köln 1627, Fol.) heraus. /

Hrosllita oder Roswitha, eigentlich Helena von Nossow, eine Dichterin undals solche zugleich Quellenschriftstellerin der deutschen Geschichte, geb. um 929, aus einemsächs. Adelsgeschlechte, war um 989 Nonne im Benedictinerkloster zu Gandersheim. Vonihren Lebensumständen ist ungeachtet des Rufes ihrer Gelehrsamkeit, welchen sie sich alsDichterin bei ihren Zeitgenossen erwarb, äußerst wenig bekannt. Auf den Wunsch Kaiser ,Otto's II. und der Äbtissin von Gandersheim, Gerberge, des Kaisers Nichte, besang sie indem „?kttieg)ns in Olllionöin" die Thaten Kaiser Otto's I. Derselbe ist jedenfalls vordem I. 983 abgefaßt und endet mit Otto's Kaiserkrönung. Er zeigt von großer Vertraut-heit mit den Familienverhältnissen des Kaisers, was sich aus der genauen Verbindung derDichterin mit der Äbtissin Gerberge erklärt, läßt aber aus gleichem Grunde und seiner gan-zen Tendenz nach Manches in einem andern Lichte erscheinen als es in der Wahrheit war.Außerdem besitzen wir von ihr ein Gedicht „De cnenokü kanilersbeiiniensis sumlstiooe