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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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310 ' Houston Houtman

Menschen oder Geiste je der Jungfrauschaft beraubt, und ihre süßen schmachtenden Blickegehören blos dem einzigen Geliebten. In immer grünenden reich bewässerten Gärten ru-hen sie in Lauben, auf grünen Kissen und den schönsten Teppichen, und eine Fülle des süß-,sten Genusses erwartet den Seligen in ihren Armen, ohne daß sie jemals aufhören, jung-fräulich zu sein. Die Weiber der Mohammedaner haben ein von den Männern abgeschie-denes Paradies zu erwarten; doch steht es dem Manne frei, statt der Houri seine Gattinzurückzufodern.

Houston (Samuel), Präsident des Freistaates Texas, wurde um 1780 in dem da-mals noch zu Virginien gehörenden Staate Tennessee geboren. Er war hier Pflanzer, Co-loniebesitzer und Milizofsizier und wurde dann als Abgeordneter in den Kongreß erwählt,wo er durch einen von politischer Parteiwuth eingegebenen, zum Handgemenge führen-den Anfall auf ein anderes Kongreßmitglied in den Räumen des Capitols zu WashingtonAufsehen erregte. Später ging er, als eine Menge landgieriger Abenteurer aus dem We-sten der Vereinigten Staaten nach der mexican. Provinz Texas auswanderte, ebenfalls da-hin, wo er unter ihnen bald Einfluß .gewann. Als sich dieselben l836 gegen Mexico em-pörten und zu den Waffen griffen, wurde er ihr General und, nachdem sich Texas als un-abhängige Republik constituirt, am l. Sept. 1836 auf zwei Jahre zum ersten Präsidentenderselben ernannt; auch >8-12 von neuem mit dieser Würde bekleidet. Nach ihm erhieltdie Hauptstadt des neuen Staats den Namen Houston.

Houtmau (Cornelius), der Gründer des holländ. Handels mit Ostindien, war zuGouda um die Mitte des l 6. Iahrh. geboren. Als er sich in Lissabon Geschäfte halber ei-nige Zeit aufhielt, erregte der Handel mit Indien, der damals Portugal ausschließend be-reicherte, zuerst seine Aufmerksamkeit. Bereits mit dem Gedanken umgehend, daß sein Va-terland sich an demselben vielleicht betheilen könne, fing er an über die Art und Weise die-ses Handels und die Wege nach Ostindien Erkundigungen einzuziehen. Allein der Eifer,mit dem er dabei verfuhr, erregte Verdacht; er wurde verhaftet und zur Entrichtung einergroßen Geldstrafe verurtheilt. Da er diese nicht zu bezahlen vermochte, wendete er sich ins-geheim an die Kaufmannschaft in Amsterdam, der er Alles mitzutheilen versprach, was erin Bezug auf den Handel mit Ostindien in Erfahrung gebracht habe, wenn sie ihn aus!«-sen wolle. Dieses geschah, und kaum war H. 170-1 nach seinem Vaterlande zurückgekehrt,als die Kaufmannschaft zu Amsterdam aufseine Mittheilungen hin zu einer sogenanntenCompagnie der entfernten Lande zusammentrat, vier Schiffe nach Ostindien ausrüstete undbefrachtete und H. zum Supercargo oder Aufseher der Maaren auf denselben ernannte.Die Flotille lief am 2. Apr. 1505 aus und landete am 23. Juni 1506 vor Bantam aufJava. Anfangs freundlich ausgenommen, wurden die Holländer fdoch sehr bald durch diePortugiesen mit den Eingeborenen entzweit, sodaß die Flotille, nachdem ihre Mannschaftauf weniger als ein Drittel zusammengeschmolzen war, zurückkehren mußte. Ungeachtetdes Mislingens dieser ersten Expedition wurde sogleich eine zweite beschlossen; auch bilde-ten sich gleichzeitig nach dem Beispiele Amsterdams ähnliche Compagnien in den Seestäd-ten der vereinigten Provinzen, die sich schließlich zu einer einzigen Ostindischen Compagnievereinigten, der es nach und nach gelang, den Portugiesen den ostind. Handel zu entreißen,sie aus Ostindien zu vertreiben und sich bis gegen das Ende des > 8. Iahrh. ausschließcndin dem Handel dahin zu erhalten. H. wurde Befehlshaber der zweiten Expedition, die1508 abging. Nachdem er Madagaskar, die Malediven und Cochin-China besucht hatte,landete er auf Sumatra, wo er von dem Könige freundlich ausgenommen, bald nachher aberbei einem Feste verhaftet wurde. Die Schiffe, welche bereits geladen hatten, kehrten ohneihn zurück. Man glaubte H. gctödtct, als er am 31. Dec. 1600 an Bord eines vor Achemliegenden holländ. Schiffes kam, um hier die Erklärung abzugeben, daß er, obschon in Ge-fangenschaft gehalten, der er sich auch nicht entziehen wolle, immernoch die Hoffnung habe,mit dem König einen seinem Vaterlande vortheilhaften Vertrag abzuschließen. Der Kö-nig zeigte wirklich günstige Gesinnungen, gab aber später den Einflüsterungen der Portu-giesen nach und verwies H. in das Innere des Landes, wo dieser in der Folge starb- Wäh-rend der Gefangenschaft auf der Insel Sumatra hatte er sich mit astronomischen Beobach-tungen beschäftigt; die Resultate seiner Entdeckungen sendete er mit dem holländ. Schifft,

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