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Houwald Howard (John) 311
an dessen Bord er kam, nack seinem Vaterlande. Namentlich hatte er mehr als 300 neueSterne entdeckt, die nachher in > 3 neue Sternbilder vereinigt wurden.
Houtvald (Cbriftoph Ernst, Freiherr von), ein bekannter dramatischer Dichter, geb.am 2!».Nov. 1778 zuStraupitzin der Niederlausitz, wurde im Hause seines Vaters, welcherBesitzer dieser Standesherrschaft war, unterrichtet, bis er >703 nach Halle auf das Pädago-gium kam, wo er dann seit >700 Kameralwissenschaften studirte und im engsten Verkehr mitdem jüngcrn Contessa (s.d.) lebte, dessen Freundschaft auf sein ganzes Leben von großemEinfluß war. Nach der Rückkehr von der Universität widmete er sich dem ständischen Diensteseiner Provinz, bis er sich 1815 in Folge der neuen Organisation der an Preußen abgetre-tenen Niederlausih in die Einsamkeit seines Landgutes Sellendorf zurückzvg, wo ihm dasSchicksal seinen Jugendfreund Contessa wieder zuführte. Im I. 1822 von den nieder-laus. Landständen zum Landsyndikus erwählt, lebte er nun zu Neuhaus bei Lübben, wo eram 28. Jan. l 845 starb. Schon als Knabe hatte er sich in kleinen Liedern und selbst ineinem großen Trauerspiele versucht; auch später unter den Namen Ernst und Waluhdo(dem Anagramm seines Namens) einige Dichtungen in Zeitschriften und Sammlungenveröffentlicht; doch erst seit >815 wendete er sich entschieden der Dichtkunst zu. Seinenvon Contessa herausgegebenen Erzählungen „Romantische Accorde" (2 Bdchn., Berl.>817 fg.) folgte das „Buch für Kinder gebildeter Stände"(3 Bde., Lpz. 1819—24; neueAusg., Lpz. 1833). Nächst seinen kleinern tragisch-dramatischen Dichtungen „Die Frei-statt" und „Die Heimkehr" ließ er seit > 821 die größer» „Das Bild", „Der Leuchtthurm"und „Fluch und Segen" erscheinen, welche seinen Ruf begründeten; ferner das Gelegen-heitsstück „Der Fürst und der Bürger" (Lpz. > 823) und die Trauerspiele „Die Feinde"(Lpz. >825) und „Die Räuber" (Lpz. 1830). Außerdem sind zu erwähnen seine „Ver-mischten Schriften" (2 Bde., Lpz. 1825) und die „Bilder für die Jugend" (3 Bde., Lpz.1829--32; neue Aufl., Lpz. 1830). Seine Dichtungen sind Blüten der Gemüthswelt,daher ist auch in seinen Dramen das Lyrische vorwaltend, das sich nicht selten in eine kraft-und charakterlose, allzuweichliche Sentimentalität verliert, wofür einzelne ergreifende Par-tien nicht entschädigen können.
Howard (Charl.), Graf von Carlisle, geb. in England um 1630, wurde vonKarl ll. für seinen Eifer, ihn auf den Thron zurückzurufen, mit einer Gesandtschaft nachRußland belohnt, welche die Wiederherstellung derben mit Rußland handeltreibenden Eng-ländern seit 1555 zugestandenen und wegen der Hinrichtung Karl's I. entzogenen Frei-heiten zum Zweck hatte. Mit einem Gefolge von mehr als 120 Personen ging H. am l 4.Juli 1663 unter Segel und traf am 6. Febr. >664 in Moskau ein. Ohne irgend etwaserreicht zu haben, verließ er Moskau am 24. Jan. 1665 und kehrte durch Schweden, Däne-mark, Deutschland und Belgien nach England zurück. Hier war bereits eine russ. Gesandt-schaft angekommen, Beschwerde über ihn zu führen; doch H. rechtfertigte sich in einer ei-genen Denkschrift. Später wurde er zum Gouverneur von Jamaica ernannt und starb da-selbst 1686. Unter seinen Augen schrieb Guy Mieze, der ihn nach Rußland begleitet, den„äccuimt „k tlie tliree viuirussie» c>k Ille Lurl vkLurlisle" (Lond. 1669) und später die aus-führlichere „Ilelstin» des troi.4 umbsssstles eie I» pari clu Roi cle la Llraircke-LretSKue»Maries ll., vers Alexis )li<KavI»vvit'/> Lrur, Oüurlss XI, rvi öle 8udcke, et kräckörie III,rni <Ie Lsiiemuelc, en I'uu l 663, et tu,in en 1665" (Amst. 1670).
Howard (George), s. Carlisle (George Howard, Graf von).
Howard (John), der Menschenfreund, geb. 1726 zu Hackney in der Nähe von Lon-don, der Sohn eines reichen Kaufmanns, verließ nach seines Vaters Tode die ihm ange-wiesene kaufmannischeLaufbahn und bereiste zunächst Frankreich und Italien. Nach seinerRückkehr im I. 1752 beschäftigte er sich in London einige Zeit vorzüglich mit Physik undMedicin. Aus Dankbarkeit wegen treuer Pflege heirathete er 1753 eine sechzigjährigeFrau, Sara Laidon, die 17 56 starb. Das Erdbeben in Lissabon veranlaßte ihn, sich nachPortugal cinzuschisscn; allein das Schiff wurde von einem franz. Kaper genommen under kriegsgefangen nach Brest gebracht. Hier Augenzeuge von den Leiden der Kriegsgefan-Lenen, war er kaum auf Ehrenwort nach England entlassen worden, als er seiner Negie-r§ig Vorschläge that, das Loos derselben zu verbessern, die dann auch im Parlamente