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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Hosprtalfieber

Höst

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ln Kricgshospitälern, wo diese Übclstände sich nicht immer vermeiden lassen nnd wo nochhäufig die niedergedrückte Gemüthsstimmung der Kranken den Ansbruch desselben beför-dert, ei» sehr zu fürchtender Feind. Die Erscheinungen, die er darbietet, die Gefahr, welcheer bringt, und die Behandlung, die er fodert, sind mit wenigen Abweichungen dieselben, wiebeim Brand (s. d.) im Allgemeinen.

Hospitalfieber, s. Typhus.

Hospiz (ttosj,itiiim), d. i. Gastfreundschaft, heißen die auf der Höhe wichtiger Al-penpässe von Mönchen angelegten frommen Stiftungen, welche den Zweck haben, die indiesen unwirthbarcn Gegenden Reisenden aufzunchmen und zu verpflegen oder ihnen,wenn sie sich verirren, Hülfe zu leisten. Das älteste dieser Hospize ist das auf dem GroßenBernhardsberge (s. d.), das 1825 die Geistlichen von dem Canto» Wallis erwarbenund nachher prächtig einrichteten. Auch auf dem St.-Gotthard befand sich schon im13. Jahrh. ein Hospiz, das aber gegenwärtig nicht von Mönchen, sondern nur von einemSpitalmeister bewohnt ist, der indeß ebenfalls die Reisenden unentgeltlich verpflegt undnur Geschenke annimmt. Ebenso gibt es Hospize auf dem Mont-Cenis, dem Simplon unddem Kleinen St.-Bernhard.

Hospödar, im Slawischen so viel als Herr, ist der von der Pforte den Fürsten derMoldau und Walachei beigelegte Titel.

Hoßbach (Wilh. Heim.), Consistorialrath und Prediger zu Berlin, geb. 1784 zuWusterhausen an der Doste, wurde von >797 an auf dem Gymnasium zu Nuppin vorge-bildet für die Universitätsstudien, die er 1803 in Halle begann und in Frankfurt an derOder vollendete. Seine theologische Richtung, welche er schon 1818 in der Überzeugungaussprach, Glauben und Wissen würden sich in Denen, die sie zuerst geschieden, wieder in-nig durchdringen, und aus dieser Durchdringung beider werde auch in der großen Massedes Volks ein wahrhaft christliches Leben im Geist und in der Wahrheit wieder aufblühen,wurde weniger durch seine akademischen Lehrer als durch den später« Umgang mit Schleicr-macher und Lücke bestimmt. Nachdem er einige Zeit in Hamburg und in Berlin als Haus-lehrer gelebt hatte, erhielt er 1810 zu Planitz in der Nähe seines Geburtsorts das Predigt-amt und wurde 1815 als Prediger am Cadcttencorps nach Berlin berufen. Hier kam er1821 an die der dortigen protestantischen Gemeinde gehörige Neue Kirche und wurde nachder Union, für welche er sich thätig interessirte, >830 zugleich Superintendent der fried-richswerder und friedrichsstädtischen Diöces und 1839 Rath im Consistorium der ProvinzBrandenburg. Die theologische Facultät zu Göttingen machte ihn 1830 zum Doctor derTheologie. Im Druck sind von ihm erschienen sechs Sammlungen „Predigten" (Bert.>822—43) und die kirchenhistorischen Monographien, „Joh. Val. Andrea und sein Zeit-alter" (Bert. 1819) und „Phil. Jak. Spener und seine Zeit" (2 Bde., Berl. > 828).

Höst (Jens Kragh), Doctor der Rechte, geb. auf St.-ThomaS am 15. Sept. 1772,der Sohn des 1794 verstorbenen Etatsraths H., der in frühern Jahren Mitglied des könig-lichen Raths auf St.-Thomas und St.-Jean in Westindien war, wurde 180 t Assessor dcSHof- und Staatsgerichts, verlor aber > 808 diese Stelle, in Folge zu freier Äußerungen,durch einen Ausspruch des Höchstengerichts und widmete sich nun insbesondere der Litera-tur und Geschichte. Er war es, der mit Guldberg und Haste die Idee ergriff, durch schrift-stellerische Annäherung in Schweden und Dänemark beide Nationen einander näher zubringen. Auch foderte er in seinem Schreiben an Gräter, welchem Nyerup's „Udsigt overNordens äldste Poesie" angchängt ist, deutsche Schriftsteller zur Unterstützung jenes Pro-stets auf. Zu demselben Zwecke gründete er mit Nyerup, Pram und Baggesen die skandi-nao. Literaturgesellschaft, welche das „Skandinavische Museum" erscheinen ließ. Auchdurch Zeit- und Flugschriften, sowie durch Übersetzungen trug er zur Erweiterung undVerbreitung des literarischen Ruhms Dänemarks und Schwedens bei. Nächst der Zeit-schrift „Nordia" (1795) gedenken wir hier nur seiner „Svenske Blade"; „Euphrosyne"(1798—87); „Dannora"(I8,3—14); „Nordiske Tilskuer" (1814—16) und „Nord.Museum" (1829). Ebenso gab er eine schweb. Sprachlehre und ein schweb. Handwörter-buch für Dänen heraus; auch hielt er >812—15 Vorlesungen über die schweb. SpracheS»nv..«ex. Neunte Aufl. VII. 20