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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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304
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304 Hospital Hospltalbrand

Seine Werke wurden mit seiner LcbenLbeschreibung von I. H. Heidegger (7 Bde., Eensl 669 —81, Fol.) herausgegcbcn.

Hospital oder Spital (nnsocnmium) nennt man überhaupt ein Haus,in welchemHülssbcdürftige ausgenommen werden und Verpflegung finden. Daher begreift man unterdiesem Namen sowol Armenhäuser (s. Armenw esen), wie Krankenansta lten (s.d.)im Allgemeinen. Die Hospitäler sind erst in der christlichen Zeit entstanden und cinAusflußdes Christcnthums, wenn man absieht von dem Asklepiostcmpel der Alten und solcher Häu-ser, wie z. B. am Teiche Bethcsda zu Jerusalem. In den frühesten christlichen Gemeindenlegten die wohlhabendem Eemcindeglieder milde Beiträge zur Verpflegung der Armenund Kranken in die Hände der Bischöfe, denen die Sorge der Verwendung oblag, wobei essich bald als sehr ersprießlich herausstellte, daß die Hülfsbedürftigen in Einem Hause ver-einigt würden. Einem solchen Hause wurde ein Hospitalmeister vorgesetzt, dessen Pflichtenund nothwendige Eigenschaften schon auf dem Concilium zu Nicäa im I. 925 einer Be-ratschlagung unterlagen. Das erste namhafte Hospital wurde von-Basilius dem Großenbei Cäsarea im I. 370 gegründet und vom Kaiser Valens reich ausgestattet, worauf nachund nach mehre andere entstanden, sodaß es in Nom allein im 9. Jahrh. schon 2-1 Hospi-täler gab. Die Aufsicht über dieselben, welche bisher die Bischöfe selbst geführt hatten, er-hielten später die Diakonen, und nach Entstehung der geistlichen Orden wurden damit häu-fig Klöster verbunden, sodaß nun Mönche und Nonnen die Wartung uard Pflege der Ar-men und Kranken übernahmen. Eine bedeutende Vermehrung der Hospitäler bewirktendie Kreuzzügc, durch die der Aussatz in das Abendland verpflanzt wurde. In Frankreichallein zählte man um das Jahr 1225 2000 AuSsaßhäuser (leprosorio). Seit dieser Zeitund namentlich in Folge der schweren Epidemien des Mittelalters machte sich das Bedürf-niß nach größer» Hospitälern immer fühlbarer, das Hospitalwesen aber gewann dadurchan Vollkommenheit. Nachdem früher durch Vermächtnisse und fromme Stiftungen einegroße Anzahl Hospitäler begründet worden war, ist es gegenwärtig durch die Fürsorge derNegierungen und der einzelnen Communen dahin gediehen, daß fast keine bedeutendereStadt der civilisirten Welt eines oder mehrer mehr oder weniger vollständig eingerichteterHospitäler entbehrt. Die Foderungen aber, die an ein gutes Hospital gemacht werden, sindsehr bedeutend und beziehen sich hauptsächlich auf die Lage und die äußere wie innere Con-struction des Gebäudes, die nöthigen Gerathschaftcn, die Nahrungsmittel und die zur Auf-sicht wie zur Bedienung nothwendigcn Personen. Ein frei gelegener, stiller und trockener,jedoch mit der nöthigen Wassermenge versehener Ort eignet sich am besten zur Anlage ei-nes Hospitals; das Haus darf nicht zu hoch und muß aus gutem Material erbaut sein;im Innern muß Zugluft möglichst vermieden, dabei aber immer auf reine Luft gesehenwerden; die Nahrungsmittel müssen einfach und nahrhaft, dabei aber auch Anstalten ge-troffen sein, außergewöhnliche, die der Arzt für nöthig findet, verabreichen zu können. Eben-so machen die Eigenschaften, welche der Geistliche, der Arzt, die Aufseher, Diener und Wär-ter besitzen müssen, eine sorgfältige Wahl nöthig. Die Menge der Menschen, welche einHospital aufnehmen kann, hängt von der Art der Hülfsbedürftigen ab, die darin verpflegtwerden soll; sind es Kranke, so darf das Haus nicht auf eine zu große Anzahl berechnetwerden, wegen leicht entstehender Epidemien; bei andern ist eine größere Zahl zulässig- DerUmstand, daß viele der gegenwärtigen Hospitalgebäude früher zu andern Zwecken dienten,trägt allerdings die Schuld, daß die wenigsten den an ein HoSpital zu machenden Ansprü-chen vollkommen genügen. Obwol bei der gegenwärtigen Gestaltung der socialen Verhält-nisse der Nutzen der Hospitäler unberechenbar ist, so sind doch die Gründe, denen sie ihreEntstehung verdanken, ehrenvoller für die Gesinnung als die Einsicht der Menschen, unddie Winke, die in der Bemerkung, daß Nom wol 390 Kornböden aber kein Hospital hatte,sowie in dem Ausspruche dcS Schah Abbas: „Ich will nicht, daß man in meinem LandeHospitäler nöthig habe", liegen, von den Regierungen wol zu berücksichtigen.

Hoöpitalbrand (gongroens nosocomislis) nennt man eine Art Brand, die sich zuWunden und Geschwüren gesellt und oft in Hospitälern, wo viel Verwundete, besonderssolche, deren Wunden eitern, liegen und wo die Reinlichkeit nicht gehörig beobachtet undsomit die Luft leicht verdorben wird, epidemisch auftritt. Der Hospitalbrand ist besonders