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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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362 Hosen Hosenbandorden

stitium verbunden, weshalb die Hermetischen Bücher ihm auch das Vorslcherami über dieLuftregion und die Bewegungen der Gestirne zuertheilcn und die Griechen ihn mit demApollo identificircn. Aus dieser Bedeutung entwickelte sich dann die pantheistisch-mystische,vermöge welcher H. nichts anderes war als eine der verschiedenen Personisicationen derzeugenden Urkraft und als solche analog dem Osiris, mit dem er in Attribute» und imMythus auch häufig zusammcnfällt; insbesondere stellte er neben der Bubastis (s. d.)die männliche Seite der wiederhcrstellenden, sich erneuenden Naturkraft dar, entgegenge-setzt der zerstörenden, dem Typhon, den er eine Zeit lang besiegt und die Herrschaft desOsiris wiederherstcllt, obwol er jenen nicht zu vertilgen vermag.

Hosen waren schon ein Kleidungsstück der Babylonier, bei denen sie Hüfte, Schen-kel und Füße zugleich bedeckten. In Europa finden wir diese Art Hosen zuerst bei de» Gal-liern, weshalb auch die Römer einen Theil Galliens Onllia drnccnt-,, d. i. das behosekeGallien nannten. Bei den Römern wurden dieselben erst im 4. Jahrh. allgemeiner. ImMittelalter gehörten diese langen Hosen zu den gewöhnlichen Kleidungsstücken. Erst im16. Jahrh. fing man an, diese langen Hosen in zwei Stücke zu theilen, indem man davondie Strümpfe trennte. Bei den Franzosen, die nun die Mode angaben, wurden sie unterFranz I. so kurz getragen, daß sie noch nicht das Knie erreichten; eine äußerst unanständigeForm erhielten sie unter Karl IX.; unter Heinrich IV. und Ludwig XIII. wurden sie zu bei-den Seiten von außen zugeknöpft und unter dem Knie mit Schleifen zugebunden. Erstunter Ludwig XIV. erhielten sie die Form, die dann die gewöhnliche blieb, bis die sogenann-ten Pantalons aufkamen. Gegen die unanständigen Pluderhosen, die im 15. Jahrh. auf-kamen und zu denen Reiche oft mehre hundert Ellen Zeug verwendeten, während minderBegüterte ihre engern Hosen ungebührlich ausstopften, eiferten besonders Osiandcr in sei-nem „Hoffahrtsteufel" und Musculus im „Hoscntcufel".

HosLa» ein hebr. Prophet, war der Sohn eines gewissen Beeri, ob aus dem ReicheJuda oder Israel abstammend, ist ungewiß. Er soll unter den jüd. Königen Usia, Jotham,Aha und Hiskia und unter dem israelit. Jerobeam II„ also im 8. Jahrh. v. Ehr., geweis-sagt haben. Das Buch seiner Weissagung steht im Kanon des Alten Testaments an derSpitze der sogenannten zwölf kleinen Propheten. Er eifert gegen die Verderbniß des ReicksEphraim und dessen unpolitische Hinneigung zu Bündnissen mit Assyrien und gedenktrügend und drohend auch Juda's. Seine Darstellung ist anfangs symbolisch prosaisch, aberfdrtgcrissen von seinem warmen, raschschlagenden Herzen, erhebt er sich bald zu einer rhyth-mischen, bilderreichen, obwol abgebrochenen und nicht genug abgerundeten Schreibart. —Hosea hieß auch der letzte König in Israel, der mit dem besten Theile seiner Unterthane»von Salmanassar 722 ins Exil geführt wurde.

Hosenbandorden (Order nk tlie gurter), der ausgezeichnetste engl. Orden, wurdevon König Eduard III. gestiftet. Seine Entstehung ist ungeachtet der Bemühung engl.Geschichtsforscher dunkel. Einst, erzählt man, war Eduard mit seiner Geliebten, der Grä-fin Salisbury, auf einem Ball, wo dieselbe im Tanze ihr linkes blaues Strumpfband ver-lor. Der König wollte cs schnell aufhcben, ergriff aber dabei das Kleid der Gräfin, die erso dem Spotte der Anwesenden auSsehtc. Um dieselbe zu versöhnen, rief er aus: „Hau«)soit qui M!>I x panvk!", d. i. ein Schelm, wer Böses dabei denkt, und schwor, das Bandzu solchen Ehren zu bringen, daß selbst die Spötter darnach geizen würden. Darauf sollEduard den Hosen» oder vielmehr Kniebandorden gestiftet haben. Nach einer andern Er-zählung trat der Orden nach dem Siege Eduard's III. bei Crecy, wo ein blaues Band auseiner Lanze das Zeichen zur Schlacht und der Ritter Georg das Losungswort gewesenwaren, ins Leben. Nach den Statuten des Ordens aber wurde derselbe 134» zur EhreGottes, der heiligen Jungfrau und des Märtyrers Georg gestiftet. Nur regierende Für-sten und Eingeborene von hohem Adel können in den Orden ausgenommen werden. DieZahl der Mitglieder, mit Einschluß des Königs, ist 26; doch sind die Prinzen des Hausesund die auswärtigen Mitglieder dabei nicht inbegriffen. Am 23. Apr. wird jährlich i» derKapelle zu Windsor ein Ordenscapikel gehalten. Außer den eigentlichen Rittern ernenntder König noch 26 andere sogenannte arme Ritter, die gewöhnlich alte Hofdiener sind und,da sie nicht mehr Kriegsdienste verrichten können, die Pflicht haben, für eine jährliche Pen-