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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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300 Hornsilber Höhrrohr

Auch der nationale Tan;, den man mit diesem Instrument begleitet, wird Hornpipe oderMatelotte genannt.

Hornsilber oder Chlorsilber nennt man die Verbindung von Chlor mit Silber,die in der Natur nur als Seltenheit vorkommt, künstlich aber sich leicht darstellcn läßt, in-dem man eine Kochsalzauflösung mit einer Auflösung von salpetersaurem Silberoxydverseht, wo es in unauflöslichem Zustande niederfällt. Frisch niedergeschlagen hat dasHornsilber ein großes Volumen und ist käseähnlich; durch Austrocknen verwandelt cs sichin eine schwere schneeweiße Masse. In der Wärme wird es zuerst rosenroth und schmilztdann zu einer klaren gelblichen Flüssigkeit, welche beim Erkalten weiß wird und an Consi-stenz dem Horne ähnelt, woher auch der Name Hornsilber entstanden ist, der indes vor-zugsweise dem geschmolzenen Chlorsilbcr gegeben wird. Das Chlorsilbcr färbt sich amLichte allmälig schwarz und ist die Ursache der bei Anwendung der sogenannten Talbot'schcnManier entstehenden Li chtbild er (s. d.). Man benutzt die Entstehung des Hornsilberszu Abschcidung des Silbers aus seinen Auflösungen im Kleinen wie im Großen. Aus demHornsilber wird dann durch Schmelzen mit Fluß das Silber metallisch wieder gewonnen.

Hornstein werden verschiedene Spielarten des Quarzes genannt; so namentlich alledurchscheinenden, aus Kieselerde bestehenden Steinarten, welche im Bruche muschelförmigsind. Dahin gehören der Achat mit seinen Unterarten, der Korallenstein und auch der ge-meine Feuerstein, der vorzugsweise Hornstein genannt wird.

Hornthal (Franz Ludw. von), ein durch seine Freimüthigkeit ausgezeichneter, na-mentlich um Baiern vielverdienter Mann, geb. zu Hamburg am 5. März 17 60 , studirkc zuBamberg und wurde dann daselbst Lehrer der fürstbischöflichen Edelknaben, legte aber dieseStelle später nieder und widmete sich der praktischen Laufbahn als Advocat. Als das Fürstcu-thum Bamberg 1802 an Baiern kam, ernannte ihn die neue Regierung zum Landescvm-missar, dann zum Landesdircctionsrath, Stadtcommissar und Policeidirector in Bamberg.Während der franz. Durchzüge gegen Preußen 1806 war er Negierungscommissar beiden franz. Behörden, dann, nach kurzem Ruhestände, Rath bei der obersten Justizstelle inFranken. Hierauf ordnete er das verworrene Schuldenwesen der ehemaligen ReichsstadtNürnberg. Im I. l 809 ging er in Finanzgeschäften der Negierung nach Wien. An derallgemeinen Erhebung des Volksgeistes in Deutschland seit dem I. >812 nahm er den le-bendigsten Antheil. Im I. 1815 belohnte der König von Baiern H.'s Verdienste um denStaat mit dem erblichen Adel. Nach des preuß. Obersten Massenbach's Verhaftung erboter sich durch den „Neuen rhein. Mercur" zu dessen Verthcidigung gegen die preuß. Negie-rung; auch suchte er 1819 in einer Druckschrift das Widerrechtliche bei Okcn's Entlassungnachzuweisen; ebenso unterzog er sich thätig der Sammlung von Unterschriften zu einerAdresse an die Bundesversammlung wegen Vollzug des > 3. Art. der Bundesacte. Nachder Einführung der neuen bair. Eemeindeverfassung wurde er >818 zum ersten Bürger-meister von Bamberg und 1819 zum landständischen Abgeordneten gewählt. Mit ebensoviel Kraft als Erfolg stellte er sich als Bürgermeister dem Wundcrunwcsen des Prinzenvon Hohenlohc-Waldenburg-Schillingsfürst entgegen, indem er die Sache policeilich be-handelte. Als Mitglied der Ständeversammlung bewies er sich als einen wackern Verthei-digcr aller freisinnigen Institutionen und gehörte zur Opposition; doch behauptete er stetseine würdevolle Haltung, wodurch er in der Meinung des Volks nur um so höher stieg.Auch seine zeitgemäßen Flugschriften zeichnen sich ebenso durch Freimüthigkeit wie durchanständige Sprache aus. Er starb zu Bamberg am 27. Juni 1833.

Hornwerke, s. Außen werke.

Horoskop, s- Nativität.

Hörrohr oder Hörmaschine nennt man ein Instrument, mit dessen Hülfe dasmenschliche Ohr den Schall verstärkt aufnimmt. Solcher Instrumente, deren sich Schwer-hörige bedienen, gibt es mehre. Die meisten bestehen in Röhren, die mit ihrem äußern,weitern Ende die Schallwellen auffangen und mit dem innern cngern, welches in den Gc-hörgang cingesenkt ist, in das Innere des Ohrs führen; bei einigen wird auch noch dieHülfe der Kopfknochen, welche den Schall gut leiten, mit in Anspruch genommen. Ge-wöhnlich werden sie aus Metall gefertigt. D>? Hörrohre sind aber nur da von Nutzen, w«