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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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299
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Hornemann Hornpfeife 399

seine Aussprüche staunen muß. Vgl. Schacht, „Aus und über Ottokar's von H. Neinr-chronik" (Main; 1821).

Hornemann (Friedr. Konr.), ein berühmter Reisender, geb. im Oct. 1772 zu Hil-dcsheim, siudirte anfangs Theologie und erhielt auch eine Anstellung in Hannover, ließsich aber, da er durch seine Studien darauf geführt, vor Begierde brannte, in die Geheim-nisse des innern Afrika einzudringen, 1795 der Afrikanischen Gesellschaft in London cm-pfehlen, die ihn auch aussendcte. Am 5. Sept. 1799 verließ er Kairo, von Bonaparte mitPässen versehen, und ging mit der Karavane nach Fezzan. Er hielt sich in der HauptstadtMurzuk auf, machte einen Abstecher nach Tripolis und ging dann nach Bornu, von wo erzum letzten Male Nachricht gab. Über den Ort seines Todes gelangten verschieden lautendeNachrichten nach Europa, denen zufolge er muthmaßlich bis Timbnktu vorgcdrungen war.Ein in deutscher Sprache geschriebenes Tagebuch hatte er schon von Tripolis aus nachEngland geschickt, wo cs ins Englische überseht erschien (Lond. 1892); in der Original-sprachc wurde es von K. König (Weim. 1892) herausgegeben.

Hornemann (Jens Wilken), berühmter dän. Botaniker, geb. zu Marstall auf derInsel Ärröe am 6. Mai 1779, studirte zu Kopenhagen und widmete sich früh dem Stu-dium der Naturgeschichte, besonders der Botanik. Nachdem er seit 1798 Deutschland,Frankreich und England in botanischer Hinsicht durchreist, wurde er 1891 als Lehrer ambotanischen Garten zu Kopenhagen angcstellt, und nach seines Lehrers Vahl's Tode 1895Vorsteher des botanischen Gartens, den er vielfach bereicherte, besser einrichtcte und durchdie Ausgabe des „Hortus re^iuz liotunicus Havnieusis" (2 Bde., Kopcnh. 1813—18),sowie durch Vorlesungen gemeinnütziger machte. Später wurde er Professor der Botanikan der Universität und Etatsrath und starb im Juli 1811. Seine „Dansk öconomiskPlantelacre" (1795) erschien 1838 in einer neuen Auflage. Seit Vahl's Tode besorgteer auch die Herausgabe der von Öder 1763 angefangenen, von Müller seit 1776 und vonBahl seit 1787 fortgesetzten „kloru Dsuicu" (k»sc. 22—19, 1896 —19, Fol.).

Horngroschen nennt man die vom Kurfürsten Ernst von Sachsen gemeinschaftlichmit den Herzogen Albrecht und Wilhelm seit dem I. 1161 ausgeprägten Groschen. DerName kommt von demHelmklcinod des thüring. Wappens, de» Büffelhörncrn, her. IhrenUrsprung verdankten sie einerÜbereinkunft der genannten drei Fürsten, durch Prägung bes-serer die zeithcr üblichen geringhaltigen Münzen zu verdrängen. Ihr Gehalt ist meist acht-löthig. Zum Unterschiede von den geringhaltigen Groschen nannte man sie Silber- oderguteGroschen, und weil nur sie in den landesherrlichen Steuerkassen Geltung hatten,auch Zinsgrvschen.

Hornhaut (corneu so» ovriieu ;,elluci<li») heißt der vorderste, durchsichtige Thcil desAugapfels, der wie ein Theil einer kleinern Kugel als der Augapfel selbst auf diesem auf-sitzt und sich etwas darüber erhebt. Sie ist eine sehr feste und dichte, dabei biegsame, elasti-sche und vollkommen durchsichtige Haut, über deren Zusammensetzung dir anatomischen Un-tersuchungen noch keine genügenden Resultate geliefert haben, da namentlich die Frage, obsie Nerven und Gefäße besitze, noch nicht hinlänglich beantwortet ist. Nach außen ist sievon der sehr dünnen und seinen Bindehaut des Auges überzogen, und nach innen von derwässerigen Feuchtigkeit der vorder» Augenkammer bespült. Sie ist der einzige Weg, aufwelchem Lichtstrahlen in das Innere des Auges dringen können, die durch sic ihre ersteBrechung erleiden. Ihre Dicke beträgt ungefähr eine halbe Linie. Von den Krankheitender Hornhaut sind besonders die Geschwüre zu erwähnen, welche entweder durch eine ört-liche Regelwidrigkeit an der Hornhaut selbst oder an ihren Umgebungen, wie in Folge vonVerwundungen, oder durch allgemeine Krankheiten, z. B. gichtische, skrofulöse Dyskrasieu- s- w., entstehen und nicht selten die Hornhaut undurchsichtig machen, also Blindheit be-wirken, oder eine sogenannte Hornhautfistcl darstcllcn, worunter man eine Vertiefungoder Durchbohrung der Hornhaut oder einen in der Substanz der Hornhaut selbst befind-lichen Eiterstreifen versteht.

Hornpfcife oder Hornpipe heißt ein in vielen Gegenden, namentlich aber inWales einheimisches volksthümlichcs Blasinstrument, das in einer Pfeife mit einem Horna» jedem Ende besteht, wovon das eine als Mundstück, das andere als Schallbechcr dient