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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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298
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298 Hörne Tooke Horneck

mußte er >736 geisteskrank nach Waldheim gebracht werden. Zwei Jahre darauf wiedergebessert entlassen, lebte er anfangs in Meißen, dann wieder in Dresden und zuletzt aufdem ihm durch seines Bruders Tod zugefallencn Gute in Moritzburg, wo er am I3. Ott.>754 starb. Er hintcrließ sehr schätzbare handschriftliche Sammlungen, die sich in der kö-niglichen Bibliothek zu Dresden befinden; unter den im Druck erschienenen Werken sind dievorzüglichsten „Über die osterländ. Markgrafschaft Landsberg" (Drcsd. l 725,4.); „HenriciUlurtris lnstoria" (Franks, und Lpz. >726, 4.); „Historische Handbibliothek von Sachsen"(9 Theile, Lpz. > 728—36, 4.)und „DasLeben Friedrich des Streitbaren"(Lpz. >733,4.).

Horne Tooke (John), ein ausgezeichneter engl. Sprachforscher, geb. zu London1736, der Sohn eines FedcrvichhändlerS, studirtc Theologie und kaufte sich dann einePfründe in der Grafschaft Kent. Als Schriftsteller machte er sich >771 zuerst dadurch de-merkbar, daß er gegen den anonymen Verfasser der Briefe des Juni us (s. d.) wegen einerauch ihn treffenden Beschuldigung mit Kraft und Witz in die Schranken trat. Dessenun-geachtet zählt er selbst zu Denen, welche für den Verfasser jener Briefe genommen werden,indem nach seinem Tode eine vollständige Abschrift derselben von seiner Hand sich unterseinen Papieren vorfand. Das nächste Aufsehen erregte seine zur Schau getragene Thcil-nähme für die im Kämpfe mit England begriffenen Amerikaner. Doch die zu ihrer Unter-stützung von ihm eröffnete Sammlung von Geldgaben wurde für Landesvcrrath gedeutet,er deshalb angeklagt und zu einjährigem Gefängnisse verurtheilt. Nachdem er dasselbe be-standen, widmete er sich der Rechtswissenschaft, durfte sie jedoch als Geistlicher nicht aus-üben und ergriff nun wieder die politische Feder und schrieb zunächst eine Flugschrift ge-gen das Ministerium North und über die Nothwendigkeit einerParlamentsreform(l78U).Ähnliche Schriften folgten, und auf den Grund ihres, die öffentliche Ruhe gefährdendenInhalts wurde er > 794 als Hochverräter vor Gericht gestellt, aber frcigesprochen. Zwei-mal hatte er sich vergebens um einen Sitz im Unterhause beworben, als er >796 durch dieWahl eines Nottcn-Borough seinen Licblingswunsch erfüllt sah. Da man indeß ein Gesetzgegen ihn geltend machte, welches Geistliche von der Wählbarkeit ausschloß, so mußte erseinen Sitz räumen. Er starb >8l2 zu Wimbledon, wo er seine letzten Lebensjahre zuge-bracht hatte. Unter seinen Schriften hat den meisten Werth „"L«« 7rrk(>öerr« or tbe di-versions ns?>irl«)" (Lond. >786—> 565).

Horneck (Ottokar von), auchOttokar von Steiermark genannt, einer der äl-testen Geschichtschreiber in deutscher Sprache, lebte in der zweiten Hälfte des >3. und zuAnfänge des >4. Jahrh. Sein Vaterland war Steiermark, wo sein Stammschloß Hornccknoch vorhanden ist. Nachdem er der Schlacht am Weidenbache beigewohpt und Rudolfvon Habsburg nach Böhmen gefolgt war, kehrte er in die vom böhm. Joche befreite Hei-mat zurück und genoß die Gunst des steirischen Landhauptmanns Otto von Liechtenstein, derauf der Burg zu Grätz rcsidirte. Er wendete seine Geschicklichkeit im Schreiben und Rei-men auf Darstellungen aus der Geschichte, wofür damals die deutsche Prosa noch gar nichtgebildet war. Im I. >286 verfaßte er ein Werk über die Weltreiche, welches mit demTode Kaiser Friedrich's II. schloß und zu Wien handschriftlich sich vorfindct. Aufgefodcrt,das Wichtige seiner eigenen Zeit aufzuzeichnen, schrieb er die aus mehr als 83000 Versenbestehende Reimchronik, welche Petz in den „8crij>tor. rer. austrisc." (Bd. 3, > 745 ) hatabdrucken lassen. Dieselbe umfaßt die Zeit vonManfred'sTode bis zu Kaiser Heinrichs»,und ist also für die Geschichte Rudolfs und Ottokar'S, Adolfs von Nassau und Albrccht'svon Ostreich vorzüglich wichtig. Allerdings vermißt man in derselben die poetische Auf-fassung, freie Bewegung und gewandte Behandlungsart der frühern Dichter; dagegen istsie aber reicher als irgend ein anderes Werk jener Zeit an ausführlicher Erzählung merk-würdiger Ereignisse, die der Verfasser erlebte, an Schilderung bedeutender Männer, die erkannte, und an Beschreibung von Festlichkeiten, Turnieren und Schlachten, denen er zumThcil selbst beiwohnte. Daß er Gerücht und Fabel von wirklicher Geschichte zu unterschei-den wußte und überhaupt ein wahrheitsliebender Mann gewesen, davon zeugen viele Stel-len seines Werks. Was die kirchlichen und politischen Zwistigkeiten anlangt, so hält er cSmit seinen freidenkenden Zeitgenossen und verhehlt dies auch nicht, sodaß man oft über