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Horn Horn (Ernst)
Pressen Hornplatten und andere Arbeiten in ungewöhnlich großen Dimensionen. Der Ab.fall von Hörnern, die Hufe und dergl. geben einen vortrefflichen Dünger.
Horn oder Waldhorn (franz. cor <1? cbussc, ital. cnrno <li cuccia), ein Dlasin- 'strumcnt, besteht in einer langen, kreisförmig mehrfach gewundenen Röhre von Messing,blech, die in einen breiten Schallbcchcr ausläuft. Von dor Trompete unterscheidet cs sich,außer dem Mundstück und der größer« Länge der Röhre, wesentlich durch deren ungleich!Stärke, die von '/- zu Zoll allmälig sich erweitert. Die natürlichen Töne des Horns sind
den Noten nach c, F, c, e, 8, b, c, ch e, f, (6s), 8, u, die aber nach Befinden einbis neun Töne tiefer klingen. Um nämlich das Horn für alle Tonarten anwendbar zu ma-chen, wird seine Tonhöhe der Tonart des Stückes durch ab- und angestcckte kleinere Röh-renwindungcn oder Krummbogen angepaßt, daher Ls-Horn, L-Horn u. s. w. Durch Ein- ,lassen der Hand in den Schallbcchcr wird der Ton bis zu einem halben Ton tiefer aber auchdumpfer. Um eine vollständige, gleichmäßige Tonart zu erhalten, hat man das Horn mil ^Ventilen versehen (Ventil- oder Maschinen Horn, cor cbrnmsticjiis oder cor omni- itoni^iie), mit welcher Verbesserung es namentlich bei Militairmusikchören eine ausgelmi-lese Anwendung findet. Der Ton des Horns ist voll und rund, jedoch weich und des rüh-rendsten Ausdrucks fähig, und mehr geeignet für einfache Cantilenen als künstliche Läuft,.
Horn, das Cap, die südlichste Landspitze Amerikas oder vielmehr die Südspitze derzum Feuerlande gehörigen Hcrmiteninsel, ist kalt und unfruchtbar und am Gestade mitungeheuren Eismassen bedeckt. Es wurde von dem Holländer Lemaire 1616 entdeckt undzuerst umschifft, und ist nicht zu verwechseln mit dem sogenannten falschen Cap-Horn, daldie äußerste Südspitzc der mit der Hoste-Jnsel verbundenen Halbinsel Hardy ausmacht.Um daö Cap Horn gehen gegenwärtig gewöhnlich die Schiffe nach Westamerika.
Horn (Güstav, Graf von), schweb. Feldherr im Dreißigjährigen Kriege, geb. I5S2zu Ocrbyhus in Upland, studirte zu Rostock, Jena und Tübingen. Nachdem er unter Gu-stav Adolf Kriegsdienste genommen, eroberteer >625 Dorpat, 1630 Kolberg und führt! ,dann beim Vordringen Gustav Adolfs gegen Frankfurt an der Oder die eine Hälfte de! >schweb. Heers. In der Schlacht bei Breitenfeld commandirte er den linken Flügel; auch !nahm er Theil an der Schlacht am Lech; in der bei Lützen erhielt er den Befehl, den gcschla-genen linken Flügel des Feindes zu verfolgen, während der König an der Spitze des Sttn- ^bock'schen Regiments der Unordnung seines eigenen linken Flügels abzuhelfen suchte. NachGustav Adolfs Tode unterstützte er die Plane seines Schwiegervaters Orensticrna undvereinigte sich mit dem Herzog Bernhard von Weimar in Schwaben, der gegen seinen Nath1634 die Schlacht von Nördlingen lieferte. In dieser gefangen genommen, wurde er erst1642 ausgewechselt. Im I. 1644 führte er sodann wieder ein Heer nach Schonen undnöthigte die Dänen zum Frieden. Auch unter der Königin Christine und unter Karl X.stand er in großem Ansehen. Er war zuletzt Neichsmarschall, verwaltete Licfland undSchonen als Statthalter und starb 1659.
Horn (Ernst), preuß. Geh. Mcdicinalrath und einer der beschäftigsten praktischenArzte Berlins, geb. am 24. Aug. 1774 zu Braunschweia, studirte in Göttingen, wo er1797 für die später veröffentlichte Abhandlung „Über die Wirkungen des Lichts auf denlebenden menschlichen Körper, mit Ausnahme des Sehens" (Kömgsb. 1799) bei derPreis- ,vertheilung das Accesfit erhielt und hierauf promovirte. Im I. 1798 wurde er zweiterGarnijonarzt und >800 Professor an der Akademie für Militairärzte in Braunschwcig»
1804 folgte er dem Rufe als ordentlicher Professor der Medicin an die Universität zu Wit-tenberg und noch in demselben Jahre dem als preuß. Hofrath und Professor nach Erlan-gen. Von hier kam er 1806 als Professor an der medicinisch-chirurgischen Militärakade-mie und zweiter Arzt am Charitekrankenhause nach Berlin, welche letztere Stelle er >8>5niederlcgte. Hierauf wurde er 182 l ordentlicher Professor der Medicin an der Universität.Als praktischer Arzt gewann er seitdem einen immer ausgcbreitetern Ruf. Als Schrift-steller arbeitete er früher vorzüglich im Fache der praktischen Medicin. Dahin gehörensein „Grundriß der medicinisch-chirurgischen Arzneimittellehre" (Berl. >804); „Ham-buch der praktischen Arzneimittellehre" (2. Aust., Berl. >805); „Handbuch der niedl- ^