Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
295
Einzelbild herunterladen
 

Horn

295

ml

's,

eh.

let,

ers

die

S"

md

»IN

len

io»

lei-

»i-

icn

tcr

mg

in

)cn

nit

.ch>

mg

isie

Sensation. Abgeschnilten von aller Communication mit der östr. Armee und mit dem In-nern des Kaiserstaats, hatte er allein die ganze Landesverwaltung zu führen; er setzte dieim Besitzergrcifungspatcnte (zu Udine am 13. Apr. 1809) vorgeschriebene Organisationbeharrlich durch; auch übernahm er die Oberleitung der Landesvcrtheidigung in Allem,was nicht directe militairische Operationen betraf, und führte Beides, trotz der Schwierig-keiten und Hindernisse, die ein insurgirtes Land darbietet, fast ohne Mittel, meist in ver-zwciflungsvoller Lage, vom Feinde geachtet, durch Hülfe seiner treuen und tapfern Lands-leute, mit großem Erfolge fort, bis der znaimcr Waffenstillstand, im Anfänge Aug., dieRäumung Tirols und Vorarlbergs gebot. Zurückgckchrt in seinen frühcrn Wirkungskreis,widmete er sich seinen historischen Arbeiten, bis seltsame politische Verwickelungen ihn nebstvielen andern Tirolern und Vorarlbergern im I. >813 einige Zeit in Staatsgcfangenschastbrachten. Im I. >813 wurde er vom Kaiser zum Historiographen des Reichs und des kai-serlichen Hauses ernannt und lebte nun in Wien, bis er 1828 einem Rufe deS Königs Lud-wig von Baiern, der schon >826 an ihn ergangen, damals aber von ihm abgclehnt wordenwar, nach München folgte. Hier wurde er Ministerialrat!) im Departement des Äußernund erhielt die inländischen Referate in Lehenssachcn, in Adels- und geistlichen Gegenstän-den, auch im Ministerium des Innern das Referat sämmtlicher Archive und Conscrvato-rien, sowie der auf Kunst und Alterthum bezüglichen Gegenstände. Im I. 1832 wurde er-bau. Ministerresidcnt in Hannover und 18.39 bei den Hansestädten. Unter seinen zahlrei-chen historischen Schriften erwähnen wir seine „Kritisch-diplomatischen Beiträge zur Ge-schichte Tirols im Mittelalter" (2 Bde., Jnnsb. >802—3; neue Aust., Wien 1803);„Geschichte der gefürsteten Grafschaft Tirol" (2 Bde.,Tüb. 1806—8) und das „Historisch-statistische Archiv für Süddeutschland" (2 Bde., Wien 1808), durch welche er, sowie inZeitschriften, den Nationalgeist der Tiroler zu heben sich bemühte; ferner den „Östr. Plu-tarch, oder Leben und Bildnisse aller Regenten des östr. Kaiserstaats" (20 Bde., Wien1807—20), der trotz seiner Mängel ein verdienstliches Werk bleibt; das „Archiv für Ge-schichte, Statistik, Literatur und Kunst" (18 Bde., 1810—28, -1.); das seit 1811 begrün-dete, 1820—29 in Verbindung mit Mednyanski und dann wieder allein hcrausgcgcbcnc„Taschenbuch für die vaterländische Geschichte" (Bd. > —20 und Neue Folge Bd. I — I l,>811—45); die „Allgemeine Geschichte der neuesten Zeit, vom Tode Friedrich des Gro-ßen bis zum zweiten pariser Frieden" (3 Bde., Wien 1817— 19; 2. Aust., >831); „Wien,seine Geschichte und Denkwürdigkeiten" (9 Bde., Wien 1823—25, mit Urkunden, Plä-nen und Kupfern); die Sammlung seiner „Kleinen historischen Schriften und Gedächtniß-reden" (Münch. 1832); die vielfach angefochtenen, aber höchst anziehenden „Lebensbilderaus dem Befreiungskriege" (3 Abth., Jena >841—14); „Die goldene Chronik von Hohen-schwangau" (Münch. 1842) und „Tirol und die Tiroler" (2 Bde., Lpz. > 843), eine gänz-liche Umarbeitung seiner „Geschichte Andr. Hofer's" (Altcnb. >817). Die „Llnmimontnboica", die nach und nach unter die geschichtliche Bedeutung herabgesunkcn waren, wurdenvon H.in würdiger Weise rcgencrirt. H. ist mehr Geschichtsforscher als Geschichtschreiber.

Horn nennt man den Auswuchs an den Köpfen mancher Thiere, welcher denselbenals Schutz-und Truhwaffe dient. Namentlich haben die wicderkäuendcn Thiere Hörner;doch sind bei einigen Classcn nur die Männchen gehörnt, bei andern wenigstens die Hörnerder Weibchen anders gestaltet als die der Männchen. Von den eigentlichen Hörnern, welchehohl und durchsichtig sind und auf einem knochcnartigcn Ansätze am Stirnbein aufsitzcn,wie bei den Ochsen, Ziegen u. s. w., unterscheidet mau das Gehörn, welches massiv auf ei-ner Art von Stuhl am Stirnbein, z. B. bei den Hirschen u. s. w., ruht, jährlich abgcwvrfcnund durch ein neues ersetzt wird. Der Substanz nach bestehen die eigentlichen Hörner !auSFaserstoff und thierischer Galle; das Gehörn aber, wie die Knochen, meist aus phosphor-sturer Knochenerde. Äuch die Fühlfäden der Schnecken nennt man Hörner, und selbst beiFischen und Insekten findet man hier und daHornartige Auswüchse, deren man sogar, ob-luol krankhaft, bei Menschen beobachtet hat. Die Hufe mancher Thiere, und Schnabel undKlauen der Vögel, bestehen ebenfalls aus einer hornartigcn Substanz. Das Horn wird zuwanchcrlci technischen Zwecken verwendet, indem cs sich sehr sein bearbeiten läßt. In derneuesten Zeit fertigt man aus den durch Wasscrdämpfc erweichten Hornspäncn mittels