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bestätigte, sowie ein ausnehmender Freund des Deutschen Ordens, in dessen Interesse er fast xseine ganze Regierungszeit hindurch sich abmühte, den Kaiser Friedrich II. zu einem Kreuz. ^
zuge zu bewegen, der gerade vor sich gehen sollte, als H. starb. — H. I V., gewählt >285, ' ggest. 1287, der Nachfolger Martin's IV., war gleich diesem fortwährend mit den Mischen ^
Händeln beschäftigt, indem er keinen Augenblick daran zweifelte, daß Sicilien der oberherr- lc
lichen Gewalt des Papstes untergeben sei. ai
Hontheim (Zoh. Nie. von), der berühmte Weihbischof von Trier, geb. daselbst um z,27. Jan. 1701 aus einem alten patricischen Geschlechts, besuchte, nachdem er in der Jesui- Itenschule zu Trier vorbereitet worden war, mit seinem Bruder die Universitäten zu Löwen i
und Leyden und wurde l 724 zu Trier Doctor der Rechte. Aus Vorliebe für seine Stu- nc
dien und aus Hang zur Einsamkeit wählte er den geistlichen Stand und machte bald dur- E
auf eine Reise nach Rom, wo er die röm. Curialpraxis und Politik und die Mißbräuche j toder Priestcrregierung durch den Augenschein kennen lernte. Nach seiner Rückkehr wurde N
er von dem gelehrten Kurfürsten Franz Georg zu Trier zum geistlichen Rath des Consi- ni
storiums und bald darauf zum Professor der Pandekten und des Codex ernannt, auch mit ni
der Besorgung mehrer wichtigen Landes - und Kirchengeschäfte beauftragt, und 1748 zum U
Weihbischof des Erzbisthums erhoben. Hierauf ließ er seine „Uistori-r Vre-virensis Mo- ^
muticu" (3 Bde., Trier 1750, Fol.) erscheinen, ein Werk von tiefer und fleißiger Forschung, tu
dem er später einen „krodromug" (2 Bde., Trier 1757, Fol.) nachschickte. Sein Werl de
„De stst» ecdesiae liber sillAuIsris" (Franks. 1763, 4.) schrieb er zur Vereinigung der yx
streitenden Parteien in der christlichen Kirche, unter dem Namen I ustin us FebromuS, F
Dieses Buch, in welchem H. sich als einen kühnen Gegner der päpstlichen Anmaßung« kl
und muthigen Verthcidiger der Freiheit der Kirche bekundete, das er als ein aufrichtig« U
Verehrer des katholischen Glaubens aus reinem Eifer dem Papste sogar gewidmet HM, di
traf die Kirche auf einer so wunden Stelle, daß die strengsten Verbote von Seiten des ai
Papstes dagegen ergingen, die aber dessen Verbreitung nur noch mehr förderten. Ecgen L
die Einwürfe und angeblichen Widerlegungen seiner Schrift vertheidigte sich H. wieder in i §mehren Schriften, sodaß sie nach und nach auffünfBände anwuchs. Dem röm. Hofe gelang cees sehr bald, den Verfasser auszuspüren, ohne ihm jedoch, wegen des mächtigen Schuhet,dessen er genoß, etwas weiter anhaben zu können. Indessen ermüdete man doch durch un-unterbrochene Neckereien den beinahe 80jährigen Greis dergestalt, daß dieser sich endlich n
17 7 8 zu einem schriftlichen Widerruf seines Systems überreden ließ, in welchem er folgend! E
sieben Sähe: I) von der Kirche und ihrem Zustande, 2) von den allgemeinen Kirchenversamm- a>
lungcn, 3) von dem Primat in der Kirche, 4) von dem Bischofsamte, 5) von den Prüde»- vc
den, 6) von den Kirchengesetzen und geistlichen Gerichten und 7) von der Freiheit Ansichte» §
aufstellte, die von denen der röm. Curie abwichen. H. stand mit den bedeutendsten Gelchr- fl
ten der verschiedenen Religionsparteien in Verbindung und genoß überall den Ruf unbe- tr
scholtener Tugend und Frömmigkeit. Bis an seinen Tod, der zu Montquintin am 2. Test fi
1790 erfolgte, verrichtete er seine Geschäfte. '
Honthorst (Gerhard), ein ausgezeichneter Maler der niederländ. Schule, geb. > blll 3
zu Utrecht, bildete sich bei Abrah. Bloemacrt und in Nom und Neapel bei Michel Angelo de w
Caravaggio (s.d.). Hier eignete er sich jene scharfen, grellen, besonders nächtlichen Licht- si
effecte an, weshalb ihn die Italiener Oberaräo «lalle llotti nannten. Er gehörte zu den Kürifc- > fllern seiner Zeit, die vom höchsten Grade des Manierirten und den willkürlichsten Aus- di
schweifungen der Phantasie mehrer Maler ihrer Zeit sich abwendend nach dem Beispiel«des Caravaggio einer derb realistischen Auffassungsweise huldigten. Jedoch entlehnte ei A
vom Caravaggio nur die Carnation, das Leben und die großen Schatten- und Lichkniaffeni E
in den Umrissen war er genauer, in den Formen gewählter und in den Bewegungen g"> F
ziöser. Er arbeitete eine Zeit lang in England für Karl I. und war dann Maler des Priw T
zen von Dramen, wohnte im Haag und malte viel auf dem Lustschlosse das Haus im Bulch n
bei Haag, wo noch gegenwärtig viele seiner schönsten Bilder sich befinden. Er lebte noch v>
1662. Sein berühmtester Schüler war Joachim von Sandrart (s. d.). Ein Bruder u
H.'s, Wilh.H., gest. 1666, arbeitete in ähnlichem Stil, besonders für den brandenburg. Hfl- zi
Hvod (Sam.), ein berühmter brit. Admiral, geb. am > 2. Oct. 1724 , war der Soh» gl