Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
287
Einzelbild herunterladen
 

/

lhl ,

>°-

tkl

dll

aer

Ulk,

diS

gl»

in

tzkS,

M-

»lilh

vd!

Nl»>

HW-

chr-

nbe>

5N

i°d-

pick

teer

ff-ni

grr>

W'

noch

uder

Hof-

roh"

Hoost Hooghe 287

eines Pfarrers. Seine Laufbahn als Schiffsjunge in der königlichen Marine beginnend, hatteer sich beim Ausbruche des Siebenjährigen Kriegs bereits zum Capitain der Flotte empor-geschwungen. Im I. 1 758 erhielt er den Befehl über die Fregatte die Vestalin. Er liefvon Portsmouth als Kreuzer aus und nahm nach langem Kampfe die franz. Fregatte Bel-lona, worauf er das Linienschiff Afrika von 6-1 Kanonen erhielt. Als der Krieg mit denamerik. Colonien begann, stationirte H. in den dortigen Gewässern. Nachdem er 1780zum Baronet und Admiral erhoben worden, schlug er den franz. Admiral Graste bei derInsel St.-Christoph am 21. Fcbr. >782, aber noch weit entscheidender bei Guadeloupe aml i. Apr. im Verein mit dem Oberadmiral Rodney. Überdies nahm er einige Tage späternoch zwei franz. Linienschiffe und zwei Fregatten an der Durchfahrt von Mona weg. KönigGeorg lll. erhob ihn nach dem Frieden von >783 zum irländ.Pair, als Baron von Cathering-ton. Im folgenden Jahre trat er ins Unterhaus, wo er durch freimüthige Opposition gegen dieNegierung große Popularität gewann, die er jedoch verlor, als er sich 1786 durch die Ernen-nung zum Lord der Admiralität vom Ministerium bestechen ließ. Beim Beginn des Kampfsmit der franz. Republikerhielt er den Oberbefehl im Miktelmccr. Hier nahm er mit dem span.Admiral Langara am 27. Aug. 1793 durch Vertrag das gegen den Convent empörte Tou-lon in Besitz. Die Uneinigkeit der Royalisten und der Neid der Spanier hemmten jedochdie weitern Operationen. Von dem republikanischen Belagerungsheer durch die Energiedes jungen Napoleon Bonaparte gedrängt, mußte H. am 18. Dec. die Rhede von Toulonverlassen. Zuvor steckte er indeß die Arsenale, Vorräthe, elf franz. Linienschiffe und neunFregatten und Corvetten in Brand; die übrigen drei Linienschiffe, sechs Fregatten und sechskleinere Fahrzeuge führte er mit fort. Ein furchtbarer Sturm nöthigte H. mit seiner durchRoyalisten überladenen Flotte bei den Hierischen Inseln zu ankern. Von da segelte er indie ital. Gewässer und nahm am 21. Mai >791 auf kurze Zeit Corsica. Dies war aberauch seine letzte Waffenthat. Nach England zurückgekehrt, wurde er Viscount H. vonWhitley, 1796 Gouverneur des Hospitals zu Greenwich und starb zuBath 1816. —-Sein Bruder, AlexanderH., der sich ebenfalls durch eigenes Verdienst zum engl. Vi-leadmiral und Pair emporschwang, starb am 3. Mai 1 81 -1 als Viscount Bridport.

Hooft (Pieter), der Schöpfer der reinen holländ. Mundart in Poesie wie in Prosaund daher der holländ. Homer oder Tacitus genannt, geb. zu Amsterdam am 16. März1581, der Sohn des Bürgermeisters CornelisH., eines der Edlen, die sich 1587 mitGefahr ihres Lebens Leicester's Tyrannei widersetzten, bildete sich durch das Studium deralten Classiker und durch seine Reisen in Italien. Nach seiner Zurückkunft bekleidete ervon 1699 an bis zu seinem Tode, der im Haag am 21 . Mai 1647 erfolgte, das Amt einesDrosten von Muiden, ohne nach höhern Würden, wozu ihn Geburt, Kenntnisse und Neich-thum befähigten, zu verlangen. Tacitus, den er in klassischer Sprache ins Holländische über-trug, war ihm als Geschichtschreiber Muster und das Ziel seines Strebens. Als solcher lie-ferte er „üet levsn van Xoning Ilenclrile IV." (Amst. 1626, Fol.; 1652, 12.) und eine„Geschichte des Hauses Medici" (Amst. 1649); doch den größten Werth hat seine „Ne-äerlanäsclie kistorivn" (2 Bde., Amst. 1642 — 54, Fol.; neueste Ausg., 1820 — 23), die»VN 1556—87 geht, wo die Statthalterschaft Leicester's ihr Ende erreichte. Als Dichterschuf er in Holland sowol die Tragödie als die erotische Gattung. Seine Briefe, die eben-falls als Muster betrachtet werden, wurden von Huydecooper (>738), seine Übersetzungdes Tacitus von Brandt (1684) in Druck gegeben.

Hooghe (Pieter de), einer der besten niederländ. Genremalcr, geb. um 1643, nachAndern 1659, soll ein Schüler des Berghem gewesen sein. Er malte mit ausgezeichnetemGlück niederländ. häusliche Scenen, wobei er die Wirkung des Sonnenlichts durch dieFenster auf eine höchst natürliche und angenehme Weise darzustellen wußte. Fast alle semeBilderstellen Interieurs von Zimmern mit dergleichen einfallendem Sonnenlicht dar, und dieruhigen, stillen Personen, welche er in diese Räume versetzt, machen daS festtägliche Stilllebenvollständig. Sein Pinsel ist weniger zart, aber oft nicht minder geistreich als der von Dowund Mieris, und als Colorist gehört er zu den Meistern seines Fachs. Seine Bilder sindziemlich selten. Erstarb 1722. — Nicht zu verwechseln ist er mit Rom ein deH-,einemgeistreichen niederländ. Kupferstecher, geb. um 1638, der bis zum I. 1704 arbeitete.