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7 (1846) Heim bis Juwelen
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282 Hondekoeter Hoene-Wronski

protestirte und einige Monate später seine Würde in die Hände des Kaisers Paul vonRußland niederlegte, der sie bis zu seinem Tode bekleidete und H. eine Pension aussefle.Nach Paul's Tode, als die russ. Pension nicht mehr gezahlt wurde, gerieth H. in großeGeldverlegenheit. Er begab sich nach Montpellier, um von der ihm versprochenen rückstän-digen Pension, die sich auf 2 Mill. Livres belief, etwas zu erhalten; erhielt auch endlich150«» Livres ausgezahlt und starb zu Montpellier in den ersten Monaten des 1.1885.— Sein Neffe, Joh. Wilh. von H., der Sohn des 1801 verstorbenen kurbair. Staats-und Conferenzministers, Franz Karl von H-, geb. 1761, gest. als bair. Finanzministeram 9. Dec. 1809, erwarb sich in der kritischen Periode von 1806 an große Verdienste umsein Vaterland und die allgemeinste Achtung selbst bei dem Feinde.

Hondekoeter ist der Name einer berühmten holländ. Malerfamilie. AgidiusH.,geb. zu Utrecht 1583, der Sohn eines Marquis von Westerloo in Brasilien, der dort reichbegütert, durch die Inquisition aber verfolgt, sein Vaterland verlassen hatte, zeichnete sichbesonders als Landschaftsmaler aus. Seine Landschaften gehören noch der ältern, phan-tastischen Richtung an, wie sie sich, etwas gemäßigt, in Roland Savery und David Mick-boom darstellt. Er lebte später zu Amsterdam, wo er auch starb. — Sein Sohn, Eijs-bert oder Gilles H-, geb. zu Amsterdam oder zu Utrecht 1613, war ein ebenfalls be-rühmter Maler und starb zu Utrecht 1653, wohin er sich gewendet, als ein Mädchen, wel-ches er zärtlich liebte, seinen Vater, einen stattlichen, kräftigen Mann, ihm vorzog unddemselben ihre Hand bot. In seinem Stile war er Nachfolger seines Vaters. — Gijsbert'sSohn, Melchior H., geb. zu Utrecht 1636, der die Malerkunst bei seinem Vater und inder Folge bei seinem Onkel, Joh. Bapt. Ween ix (s. d.), erlernte, wurde der berühmtesteseiner Familie. Er starb am 3. Apr. 1695. Mit bewundernswürdiger Kunst malte «Thiere, hauptsächlich Vögel, deren Gefieder er auf das täuschendste nachahmte, namentlichHühner, Truthühner, Enten, Gänse, Pfauen. Den Hintergrund bilden bei ihm meistwohlgeordnete Landschaften. Sein Pinsel ist weich und voll, sein Strich fest und breit, >täuschend ahmt er den Wurf der Federn nach. Gleichwol war ihm in Ton und Harmonie 'sein Oheim Weenix noch immer überlegen, obschon ein Hühnerhof von H. höher bezahlt zuwerden pflegt als eine Gruppe tobten Geflügels von seinem Oheim.

Hondüras, einer derfünfStaaten derRepublik der Vereinigten Staaten von Cen-tralamcrika (s. d.), der nördlichste und nächstEuatemala der größte, ist im Norden undOsten von den« Westindischen Meer, im Süden und Südwesten von dem Staate Nicaro-gua begrenzt. Er hat ein Areal von 3128 IHM. und 300000 E-, nämlich 60000 Weißtund 230000 Gemischte. Die Südostküste, gewöhnlich die Mosquitoküste, bewohnen un-abhängige Jndianerstämme. An der Nordseite befindet sich die Hondurasbai, ein Theildes Karaibischen Meers. Das Klima ist sehr heiß, der Boden fruchtbar. Die Hauptstadlist Comayagua oder Neuvalladolid. H. wurde schon 1502 von Christ. Colombo entdecktaber erst >523 in Besitz genommen und bildete bis 1823, wo die Republik sich constituirte,eine Intendantur des span. Eeneralcapitanats Guatemala.

Hone (Will.), beliebter engl. Volksschriftsteller, geb. zu Bath 1780, erlangte seineerste Celebrität durch sein satyrisches „kolitieul llouse, tkst äaclc truilt", ein Bolksge- ^dicht, welches über 50 Auflagen erlebte und dessen Jllustrirung viel zu Cruikshank's Nui ^beitrug. Seine Celebrität steigerte noch bedeutend sein nächstes Gedickt, eine politische Sa-tire in Form der Liturgie der engl. Kirche. Deshalb der Blasphemie angeklagt, führte«in dem desfallsigcn Processe selbst seine siegreiche Vertheidigung; doch schloß er hiermit dieLaufbahn des öffentlichen Satirikers und errichtete einen Bücherhandel. Seitdem schrieber „Lver^ tiu^ book", „Dks )-e3r-bonIr" und „Dulile-booL", worin er Englands Aller-thümer in populairem Ton erläuterte, redigirte zuletzt das Journal „Icke pstriut" undstarb zu Tottenham am 6. Nov. 1832.

Hoene-Wronski, Mathematiker und Anhänger der neuern mystischen PhilosophieFrankreichs, geb. um >775 in Posen, wurde früh durch seinen deutschen Vater, Namen»Hoene, dem Studium der Mathematik zugeführt. Als Artillerieoffizier trat er >791 >"das poln. Heer unter Kosciuszko, an dessen Streifzügen während des Aufstandes von >'9er Theil nahm. Bei dem Sturme der Preußen auf Warschau wurde er mit Auszeichnung