Homeriden Homiletik 27-
Homerischen Gesänge" (2 Thle., Lpz. 18-10), und Havet, „Do Dnmeric. poemntum ori-gi'ne et unitste" (Par. 1813). Über die ursprüngliche Gestalt und Einheit der „Ilias"und „Odyssee" handeln besonders Lange, „Versuch, die ästhetische Einheit der Ilias zu be-stimmen" (Gieß. 1826); Arndt, „De Iliuclis compositione" (Lüneb. 1838); Zell, „Überdie Jliade und das Nibelungenlied" (Karlsr. 1843); B. Thiersch, „Urgestalt der Odyssee"(Königsb. 1821) und Hertzberg, „Do Aeminn Oclxsseae toriliit" (Halle 1842). Die ältesteAusgabe deSH. wurde von Demetrius Chalkondylas (s.d.)besorgt(2 Bdc-, Flor. > 488,Fol.); unter den spätem erwähnen wir die von Clarke (4 Bde., Land. 1732—40, 4.);Ernesti (5Bde., Lpz. 1750—64; neueAusg.vonW.Dindorf, 1824); Grenville (4 Bde-,Oxf. 1800, 4.); Gail (7 Bde., Par. 1801); Wolf (4 Bde., Lpz. 1817 und öfter) ;Bothe(6 Bde., Lpz. 183Z—36); Crusius (12 Bde., Hanov. 1840—42) und Bekker (Berl. 184 3).Die „Ilias" besonders bearbeiteten Heyne (o Bde., Lpz. >802 22), Weichert (3 Bde.,
Meiß. 1819) und Spitzner (4 Bde., Gotha 1833 fg.); die „Odyssee" Baumgarten-Cru-sius (3 Bde-, Lpz. 1822 fg.). Außerdem sind zu erwähnen Köppen's „Erklärende Anmer-kungen zur Zlias" (6 Bde.; 2. Aust, von Ruhkopf und Spitzner, Hannov. >820 fg.);Wolf's „Vorlesungen zu den vier ersten Gesängen der Ilias", herausgeg. von Usteri (2 Bdc.,Bern 1830) und Nitzsch, „Erklärende Anmerkungen zur Odyssee" (3 Bde., Hannov.1826—40). Die frühem deutschen Übersetzungen von Bodmer, Stolberg, Bürger u. A.wurden weit übertroffen durch die von I. H. Voß (4 Bde., Altona 1793; zuletzt Stutt-gart 1840). Außerdem dienen zur Erläuterung Cammann's „Vorschule zu H." (Lpz.1829); Helbig, „Die sittlichen Zustände des griech. Heldenalters, zur Erläuterung desH." (Lpz. 1839); Nägelsbach, „Die Homerische Theologie in ihrem Zusammenhänge"(Nürnb. 1840); Völcker's „Homerische Geographie und Weltkunde" (Hannov. 1830);die „^ntiyuitates Ilomericae" von Feith (Amst. 1726) und Terpstra (Leyd. 1837);Damm's „Dericou novuw Domericum" (Berl. 1765, 4.; verbessert von Duncan, Lond.1827, und von Rost, Lpz. 1831, 4.); Crusius, „Wörterbuch über H. und die Homeriden"(Hannov. 1836; 2. Aust., 1841). Uber den Homerischen Vers schrieb Spitzner „De versuOraec. keroico, muxime Lomerico" (Lpz. 1816). Vgl. Netto, „Libliotliecs lmmericu"(Halle 1837, 4.). Zn künstlerischer Hinsicht gewähren Vergnügen und Belehrung „H.,nach Antiken gezeichnet von W. Tischbein, mit Erklärungen von Heyne" (Heft 1 —6, Eött.1801—4, Fol.; mit Erläuterungen von Schorn, Heft 7—11, Stuttg. 1821—23), Flax-man's „Umrisse zu H." (Rom 1793, Fol.), Jnghirami's „6sIIeri<t Omerics" (3 Bde.,Fiesole 1831, fg.) und Genelli's „Zeichnungen und Umrisse zum H." (Stuttg.)
Homeriden, eigentlich Abkömmlinge des Homer, nannten die Alten ursprünglicheine auf der Insel Chios einheimische Sängerfamilie, welche die Lieder Homer's durchÜberlieferung fortpflanzte oder auch in gleichem Geiste Gesänge dichtete, die man eben-falls mit dem allgemeinen Namen der Homerischen bezeichnetc. Später verstand man dar-unter überhaupt Diejenigen, welche Homer's Gedichte mit Kunstfertigkeit öffentlich vor-trugen, was ausschließend die Nh apsod en (s. d.) thaten. Hierher gehören besonders dieVerfasser der noch vorhandenen sogenannten Homerischen „Hymnen", deren Zahl sich aufeinige dreißig erstreckt, herausgeg. von Ilgen (Halle 1796), Matthiä (Lpz. 1805), Her-mann (Lpz. 1806) und Franke (Lpz. 1828). Von diesen Hymnen wurde der auf die De-meter aus einer moskauer Handschrift zuerst von Ruhnken (Leyd. 1780; Lpz. 1827), dannvon Mitscherlich (Lpz. 17 87) und von I. H. Voß (Heidelb. 1827) bearbeitet, von Kämmerer(Mark. 1815) und Schwenk (Franks. >825) ins Deutsche übersetzt. Dagegen muß die„Batrachomyomachie" als das Product einer noch spätem Zeit angesehen werden. Beson-dereAusgaben derselben besorgten Klein (Hildburgh. 1831) und Crusius (Hannov. 1839);Paraphrasirt wurde sie in neugriech. Sprache um >530 von Demetrius Sinos, von wel-cher Paraphrase zuletzt von Lachner (Jngolst. >837) und Mullach (Berl. 1837) eincorrecter Abdruck gegeben worden ist. Noch unsicherer bleibt das Urtheil über die dem Ho-mer zugeschriebenen „Epigramme", welche sich, sowie die vorher genannten beiden Dich-tungen, in den Gesammtausgaben des Homrr (s. d.) befinden. Vgl. Schlosser, „Home»'und die H." (Hamb. 1798^.
Homiletik nennt man die wissenschaftliche Anweisung, christliche Religionsvorträge