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7 (1846) Heim bis Juwelen
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275
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Meter zusammengefaßt sind: Kyme, Smyrna, Chios, Kolophon, Pylos, Argos, Athenä,unter denen Andere Rhodos und Salamis statt Kyme und Pylos nennen. Ebenso unsicherist eine nähere Zeitbestimmung seiner Blüte, da man dieselbe von l105 v. Chr. abwärtsbis 85« oder 854 v. Chr. gerückt hat, nach welcher letztem Annahme die Entfernung vomtrojan. Kriege über vier Jahrhunderte betragen würde. Viele Gelehrte der neuern Zeit,wie Fr. Schlegel, haben sogar sein Vorhandensein als einzelnes Individuum in Zweifelgezogen und in ihm, da man in seinen zu einem Ganzen künstlich geordneten Gesängendas Product mehrer Jahrhunderte leichterkenne, den Collectivnamen einer ganzen ionischenSängerschule zu finden geglaubt, in welcher die Poesie fortgeflanzt und erlernt worden,während Andere ihn, worauf allerdings die Etymologie seines Namens führt, als den Zu-sammenfüger der bereits vorhandenen Gesänge, noch Andere endlich vorsichtiger als denRepräsentanten jener Sängerschule betrachten. (S. Ho merid en.) Die beiden Haupt-gcdichte, die wir unter seinem Namen besitzen, sind die „Ilias" und „Odyssee", deren Stoffaus dem großen und reichhaltigen Sagenkreise oder Cyklus des trojan. Kriegs entlehnt undso glücklich gewählt und behandelt ist, daß jedes ein gefälliges Ganze bildet. In der „Ilias"wird uns eine einzelne Scene aus dem zehnten Jahre des trojan. Kriegs geschildert, derZorn des durch Agamemnon beleidigten Achilles und die Folgen dieses Zornes bis zur Lei-chenbestattung des Hektar; die „Odyssee" führt uns den Helden Odysseus vor, wie er nacheinem zehnjährigen, mit den mannichfachsten Abenteuern verbundenen Umherirren in seinVaterland zurückkehrt. Beide Gedichte wurden erst von den alcxandrin. Gelehrten nachder Buchstabenzahl des Alphabets in 24 Bücher oder Rhapsodien (s.d.) abgetheilt undjedem Buche eine besondere Aufschrift, die aber keineswegs dem Inhalte vollständig ent-spricht, gegeben, wrbei man ganz willkürlich verfuhr, da z. B. die „Ilias" aus sechs odergar nur drei Hauptabschnitten besteht. Was zunächst die Geschichte dieser Gedichte betrifft,so soll sie zuerst Lykurg (s. d.) aus Kleinasien in seine Heimat gebracht haben, in welcherGestalt, wissen wir nicht; das aber ist gewiß, daß drei Jahrhunderte später Pisistra-tus (s.d.) und die Pisistratiden eine Sammlung derselben veranstalteten und verordnetcn,daß sie jährlich an dem Feste der Panathenäen von den Rhapsoden (s.d.) öffentlich vorge-tragen wurden. Auch besorgte Aristoteles für seinen Zögling, Alexander den Großen, einenberichtigten Text derselben, den dieser in einem kostbaren, von den Persern erbeuteten Sal-bengefäß stets bei sich führte. Nachdem sie nach ihrer schriftlichen Aufzeichnung und Zu-sammenordnung zu wiederholten Malen überarbeitet, ergänzt und fortgeführt wordenwaren, erhielten sie zuletzt durch die Bemühungen der alcxandrin. Gelehrten die Gestalt,aus welcher sich der gegenwärtige Text gebildet hat. Die bei dieser Überarbeitung thätigcnKritiker hießen Diaskeuasten (s. d.); einige derselben bekamen den Namen Chorizon-ten, d. i. die Trennenden, weil sie nur die „Ilias" für ein Gedicht des H. hielten. UnterDenen, die sich um die Textrecension und Erklärung verdient machten, erwähnen wir außerden vielen zum Theil ganz unbekannten Verfassern von Glossen und Scholien namentlich denZenodotuS aus Ephesus, dessen Schüler Aristophanes aus Byzanz (s.d.), ganz vor-züglich denAristarchus(s.d.), dessen GegnerKrates (s.d.), ferner denDidymus(s.d.),aus späterer Zeit den Moschopulus und vor allen Eustathius (s. d.). Schwerlich alsohaben diese Gedichte ihre ursprüngliche Gestaltung behalten, indem auch bei der treuestenÜberlieferung in einem so langen Zeiträume allmälige Abweichungen unvermeidlich schei-nen. Diese wurden noch bedeutendes durch die Kühnheit der Grammatiker in Berichtigungder Lesarten und der Verwerfung einzelner Stellen, sogar ganzer Rhapsodien.

Schon die Alten fühlten, daß die „Odyssee" in einem andern Geiste gedichtet sei, alsdie „Ilias", in welcher die größte Erhabenheit hervortritt. Auch in der Darstellung undselbst in metrischer Hinsicht findet sich Verschiedenheit. Auf Einzelnheiten hatte man schonvorher hingewiesen, als zu Ende des >8. Jahrh. F. A. Wolf(s. d.) seine scharfsinnigenUntersuchungen über diesen Gegenstand in den „krolegomens u<I üomerum" (HalleN95) bekannt machte, deren Ergebncß ans folgende vier Hauptpunkte sich zurücksührenläßt: l) Zur Zeit der Verfassung der Homerischen Gedichte war die Schreibkunst wederüblich, noch ist sie dabei gebraucht worden; jene Gedichte sind vielmehr mehre Menschen-