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268 Holtzendorff Holyrood
und dann in einer vermehrten Ausgabe von Voß mit einer in jeder Hinsicht musterhaft«Biographie H.'s (Hamb. 1804; neue Ausl., 1835) herausgegeben. Vgl. Voigts, „H,,ein Roman" (Hannov. 1844).
Holtzendorff (Karl Friede, von), ein ausgezeichneter preuß. Artilleriegencral,geb. am 17. Aug. 1764 in Berlin, war der Sohn des unter Friedrich II. berühmten Ar-tilleriegenerals v on H., der durch seine vorzügliche Thätigkeit und höchst umsichtige Lei-tung und Belehrung des ihm untergebenen Ärtilleriecorps sich bleibende Verdienste m»dasselbe erworben hat. H. betrat schon 1778 die militairische Laufbahn, wurde >781 zumLieutenant, > 807 zum Major und 1809 zum Brigadier der gesammten Reitenden Artil-lerie befördert, >813 Generalmajor und bald darauf Jnspecteur der ersten Artillerie-Z»-spection. Im I. 1820 übernahm er das Commando der zweiten Division und l 825 dieStelle als General-Jnspecteur des Militair-Erziehungs- und Bildungswesens der Anim,Durch den biedersten Sinn ebenso wie durch Hellen Verstand und Thatkraft ausgezeichnet,war sein Einfluß auf die Fortbildung der Reitenden Artillerie und auf den Gebrauch dieserWaffe vor dem Feinde von Bedeutung. Er zeichnete sich aus in Polen im I. 1792 bei denGefechten von Wolla und Wawritschew und bei der Belagerung von Warschau, >808 inDanzig, vorzüglich aber seit 1813 bei Großbecrcn, Dennewitz, Leipzig, zuleht beiLigny,und wurde zweimal verwundet, in dem Gefechte bei Halle im I. 1 806 und in der Schlachtbei Ligny, wo ihn eine matte Kanonenkugel am Schenkel traf. Er starb zu Berlin in dem-selben Hause, wo er geboren worden war, am Stickfluß am 29. Sept. 1 828.
Holwell (John), geb. 171 l zu Dublin und in England erzogen, sollte in Hollanddie Handlung lernen, folgte aber seiner Neigung zur Chirurgie und ging, nachdem er beieinem londoner Wundarzte die Lehrzeit bestanden, >732 als Militairchirurg nach Benga-len, wo er sich namentlich mit den verschiedenen Landessprachen beschäftigte; auch warnder erste Europäer, welcher auf seinen dortigen Reisen sich mit den hindostanischcn Alm-thümern vertraut machte. Seine geschwächte Gesundheit näthigte ihn 17 49 nach Eng-land zurück. Allein schon 1751 traf er wieder in Bengalen ein, von der Ostindischcn Com-pagnie mit Ausführung einiger ihm vorgelcgtcn Reformplanc beauftragt, in deren Folgeer 1756 Mitglied des Regierungsraths zu Kalkutta wurde. Als im Juni desselben ZahletSuratja Dowla Kalkutta angriff, siel die einstimmige Wahl zum Gouverneur auf ihn,Sein und der Seinigen Muth erlag der Übermacht, und die von den Feinden gebrocheneCapitulation brachte ihn mit 146 Andern in die berüchtigte „Schwarze Höhle". Er mareiner der 23, welche die einzige fürchterliche Nacht überlebten. Sein diesfallsiger Berichterschien zu London 1757. Gefesselt, wurde er nach Murschedabad in die Gefangenschaftgeführt, kam aber frei und ging nun zu Wiederherstellung seiner Gesundheit ein zweitesMal nach England. Von den Directoren der Ostindischen Compagnie zum NachfolgerClive's (s. d.) ernannt, trat er 1759 die Generalstatthaltcrschaft von Bengalen an, gabsie jedoch gegen Ende des I. 1760 wieder ab und kehrte 1761 nach England zurück. Hierschrieb er noch Mehres über Indien und starb am 5. Nov. 1798 zu Pinncr unweit London,
Holyrood, d. i. heiliges Kreuz, der alte Königspalast zu Edinburg, und das ihmgegenüberliegende Kloster Holyroodhouse wurden vomschot. König David I. gegen dieMitte des 12.Jahrh. begründet, 1544 aber durch die Engländer bis auf das Schissder Kirche gänzlich niedergebrannt. ' Der Palast wurde unter König Jakob V. wiederhergestellt und war dann der gewöhnliche Aufenthaltsort der Königin Maria Stuartund ihres Sohns Jakob's Vl., bis derselbe als Jakob I. 1603 den engl. Thron bestiegDurch die Truppen Cromwell's abermals zerstört, blieb der Palast zum großen TheilRuine, bis unter der Negierung König Karl'sll. 1670 der Neubau des gegenwärtige"Palastes begann, bei welchem man den nordwestlichen Theil des alten, vom König Jakob > .erbauten, in seiner ursprünglichen Gestalt erhielt. Der neue Palast ist nach der ZeichnungWill. Bruce's aus Stein, in Form eines Vierecks aufgeführt, jede Seite ungefähr 2 -tv F,lang und die Fronte auf beiden Ecken mit starken Thürmen versehen. In der Galerie aufder Nordseite desselben, welche 145 F. lang, 25 F. breit und über >8 F. hoch ist, befindensich die Bildnisse von 114 schot. Königen, gemalt vom Niederländer de Witt. In dem al-ten Theile des Palastes ist das Zimmer der Königin Maria ganz in seiner damaligen Ge-