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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
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.14 Heinrich ll (Herzog v. Schlesien) Heinrich (Prinz v. Preußen)

seinem Erblande reißend schnelle Fortschritte gemacht. H. wohnte dem Reichstage ;u AugS«bürg im I. 153» bei, lblieb aber der alten Lehre und dem Kaiser ergeben, vielleicht auchdeshalb, weil er auf diesem Reichstage nebst seinem Vetter Erich mft den bstdesheimischenGütern war belehnt worden. Bald nachher gelang eS ihm, seinen Bruder Wilhelm durchzwölfjährige Gefangenschaft zu einem Vertrage zu nöthigen, wodurch das Recht der Erst-geburt und Alleinregierung im braunschweig. Hause gesetzlich eingefnhrt wurde. Nachdemdie protestantischen Fürsten 1537 den Bund zu Schmalkalden geschlossen, trat H nichtnur in den Gegenbund, an dessen Spitze der Kaiser selbst stand, sondern ließ sich sogar zumobersten Feldherrn des Bundes erklären. Beide Parteien rüsteten sich; H. bedrohte Gos-lar und Braunschweig; diese riefen die schmalkaldischen Bundesgenossen zu Hülfe, und sieerschienen unter Anführung des Kurfürsten von Sachsen und des Landgrafen von Hessen.H. wich vor ihrer Übermacht zurück, und sehr bald halten sie nicht nur sein Erbland, son-dern sogar das feste Wolfenbüttel erobert. Jndeß hatte er doch ein bedeutendes Heer ge-sammelt; allein in der Schlacht beim Kloster Höckelem wurde er umzingelt und mußte sichmit seinem ältesten Sohne Victor zum Gefangenen ergeben. Als er nach der Schlacht beiMühlberg, 15-17, wieder in Freiheit gesetzt wurde, sollte Braunschweig entgelten, was eszur Unterstützung seiner Feinde gethan. Doch während er noch die Stadt belagerte, sielGraf Volrath von Mansfeld in die wolfenbüttelschen Länder ein, und H. sah sich genöthigt,mit Braunschweig einen Vertrag abzuschließen, worauf er dann mit seinen beiden ältestenSöhnen, in Verbindung mit Kurfürst Moritz von Sachsen, gegen Jenen auszog. BeiSie-vershausen trafen am 9. Juli >553 die Heere aufeinander; H. siegte; allein seine beide»Söhne blieben auf dem Wahlplahe, und sein Bundesgenosse Moritz wurde so verwundet,daß er zwei Tage nachher starb. Noch einmal traf er den Feind in der Nähe von Steter-burg und zwang ihn zur Flucht. Der Tod seiner Söhne hatte seinem Herzen eine tiefeWunde geschlagen. Es blieb ihm nur ein Sohn, der stille, verwachsene Julius, dm erhaßte, weil er dem Protestantismus zugethan war, weshalb er auch die Absichthatte, seinennatürlichen Sohn, Eitel Heinrich, vom Kaiser legitimiren zu lassen. Da ihm indeß diesnicht gelang, sq versöhnte er sich später mit Julius und zeigte sich im Alter selbst der LehreLuther's nicht ganz abgeneigt. Erstarb >568. In der Romanenwelt ist er durch seineLiebe zu Eva von Trott bekannt, von der erzählt wird, daß sie scheinbar zu Gandersheimauf H.'s Befehl gestorben und beerdigt, dann aber im tiefsten Geheimnis auf die FesteStaufenburg geführt worden sei, wo er mit ihr sieben Kinder, unter diesen den erwähntenEitel Heinrich, gezeugt habe. Noch zeigt man auf der verfallenen Staufenburg die Stelle,wo einer von Eva's Brüdern, der sie aufzuspüren gekommen, aufH.'S Geheiß den Tod fand.

Heinrich u. oder der Fromme, Herzog von Schlesien und Großfürst von Polen,gcb. >191, ein Sohn Herzog Heinrich',! I. oder des Bärtigen und der heil. Hedwig, suchtebei seinem Regierungsantritte im 1.123» zunächst Polen, wo sein Vater 1225 zum Herr-scher erwählt worden war, vor den Mongolen zu schützen, und als ihm dies nicht gelang,vertheidigte er wenigstens seine schles. Erblande. Er fiel 1241 in der Völkerschlacht beiWahlstadt. Seine Söhne, auf welche von dem frommen und kräftigen Sinne des Vatersund der Großältern wenig übergegangen zu sein schien, konnten nicht nur nicht Polen be-Haupte«, sondern gericthen auch wegen Schlesien in Streitigkeiten, welche mit einer fol-genreichen Erbtheilung endigten.

Heinrich, Prinz von Preußen, eigentlich Friedr. Heinr. Ludw., der Bru-der König Friedrich'- ll., wurde am 18. Jan. 1726 zu Berlin geboren und blieb wie seineGeschwister bis zum Tode seine- Vaters, Friedrich Wilhelm'« I., fast ohne alle Erziehung.Nach Friedrich'S II. Thronbesteigung-sorgte dieser für dcS Prinzen Unterricht und ließ ihn1742 als Oberster bei der Armee eintreten, dir unter des Frldmarschalls Schwerin und de-König- Anführung in Mähren eindrang. Der Prinz wohnte 1742 der Schlacht bei Czas-lau bei, vertheidigte 1744 mit Erfolg die Stadt Tabor in Böhmen und that sich >745 inder Schlacht bei Hohenfrirdberg rühmlich hervor. Nach dem Frieden setzte er seine Studienmit Eifer kmd Glück fort, heirathetr 1752 die Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kasselund erhielt vom Könige einen eigenen Palast in Berlin und die schöne Domaine Rheins-berg. Durch theoretische Studien vorbereitet, trat er in dem bald darauf ausbrechenden