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7 (1846) Heim bis Juwelen
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16 Heinrich VH. (röm.-deutscher Kaiser) Heinrich II. (König v. Frankreich)

verreißen, mehre Vornehme desLandes hinrichten, auchzwang erden griech. Kaiser Alexius,der seinen Bruder Isaak vom Throne gestoßen hatte, durch Drohungen zur Zahlung einesbedeutenden Tributs. Griechenland, auf das er durch Irene, seines Bruders Philipp Ge-mahlin, Jsaak's Tochter, Erbansxrüche zu haben glaubte, hatte er eigentlich die Absicht zuerobern und somit die Hoheit des Deutschen Reichs über den ganzen christlichen Orient aus-zudehnen. Er starb am 28. Sept. 1197 in Folge eines kalten Trunks oder an Gift zuMessina und wurde zu Palermo begraben. Ihm folgten die beiden Eegenkaiser Philippvon Schwaben und O t t o IV. (s. d.) '

Heinrich VII., röm.-deutscher Kaiser, 1398 13, ein Sohn des GrafenHeinrich's l l.von Luxemburg, geb. >262, wurde nach dem Tode Albrecht's I. (s. d.) und nach einerZwischenregierung von sieben Monaten, am 29. Nov. 1398 zum Kaiser erwählt. SeineWahl hatte er nächst dem Rufe ritterlicher Tugenden der Unbedeutendheit seiner Hausmacht,weil die Reichsfürsten keinen mächtigen Kaiser wünschten, und besonders dem Einflüsse desihm befreundeten Erzbischofs von Mainz, Peter Aichspalter, zu verdanken. Gleich nach An-tritt seiner Regierung sah er sich genöthigt, dem Herzoge von Kärnten das Königreich Böh-men, das dieser mit tyrannischer Willkür regierte, abzusprechen und als, erledigtes Reichs-lehn, nach dem Wunsche der Böhmen selbst, auf dem Reichstage zu Speier 1309 an seinenSohn Johann feierlich zu übertragen, der hierauf mit der böhm. Prinzessin Elisabeth sichvermählte. Durch klugeBenutzung der Umstände verschaffte er sich hierzu die Einwilligungder östr. Fürsten, welche gerechte Ansprüche auf dieses Land hatten. Hierauf erklärte er dieMörder des Königs Albrecht's l. wie auch den wilden Grafen Eberhard von Würtembcrgwegen seiner Bedrückungen der Stände und Städte in die Acht, zog alsdann, durch Ge-sandte aufgefodert, mit einem nur kleinen Heere in das durch die Kämpfe der Ghibcllinenund Guelfen zerrissene Italien und suchte, anfangs mit Jubel empfangen, hier Ruhe undFrieden herzustellen, Recht und Gesetz ins Leben wieder einzuführen. Da er aber keinePartei durch besondere Begünstigungen auszeichnete und zum Solde seiner Truppen sehrbald Abgaben fodcrn mußte, wurden die lombard. Städte seiner überdrüssig und verei-nigten sich, Mailand an der Spitze, zum Aufruhr gegen ihn, welchen er nur mit Mühe undstrenger Züchtigung zu dämpfen vermochte. Statt jetzt nach Deutschland zurückzukehren,das indessen durch die wilden Fehden Waldemar's von Brandenburg mit Friedrich dem Ge-bissenen Eberhard's von Würtembcrg mit den Städten verwüstet wurde, eilte er nach Romund ließ, wie früher zu Mailand am S. Jan. >311 die Eiserne, so hier am 29. Juni 1312die Kaiserkrone sich aufs Haupt setzen. Von Rom aber hatte er nur einen Theil erobernkönnen, da König Robert von Neapel, auf die Ausbreitung der Macht H.'S in Italieneifersüchtig, den andern mit einem überlegenen Heere besetzt hielt. Zugleich umgaben an-dere zahlreiche feindliche Heerhaufen von allen Seiten die Stadt. In dieser schwierigenLage entschied er sich endlich für die Ghibcllinen und faßte den tollkühn erscheinenden Plan,Neapel zu erobern. Alsbald sendeten viele mächtige Städte, wie Pisa, Genua, Spoletou. s. w. ihm Truppen; der König von Sicilien schloß ein Bündniß mit ihm und so erklärteer trotz der Drohungen des Papstes den König Robert in die Acht und war schon im Be-griff, Neapel zu Wasser und zu Lande einzuschließen, als ihn zu Buonconvento am 21 .Aug. 1313 ein schneller Tod hinwegraffte. Die Vergiftung durch einen Dominicaner-mönch beim Abendmahle mittels einer Hostie, die er aus Frömmigkeit angeblich durch einBrechmittel wieder zu entfernen sich scheute, wird als Ursache desselben angegeben. Außerseinem Sohne Johann hinterließ er zwei Töchter, von denen die eine, Beatrix, an denKönig KarlRobert von Ungarn, die andere an König Karl IV. von Frankreich vermählt war.Ihm folgte in der Kaiserwürde Ludwig IV. (s. d.) oder der Baier mit seinem GegenkönigHerzog Friedrich von Ostreich. Vgl. Barthold,Der Römerzug König H.'S von Lützel-bürg" (2 Bde., Königsb. 1839).

Heinrich II-, König von Frankreich, 1547 59, der Sohn Franz I. (s. d.), ausder Ehe mit Claudia, der Tochter Ludwig's XII., wurde am 31. März 1518 geboren undvermählte sich 1533 mit Katharina von Medici (s. d.). Obwol kampfbegicrig, undnach Ruhm dürstend, besaß er doch einen haltlosen Charakter und war unfähig, dem Über-gewichte deS Hauses Habsburg zu begegnen und die religiösen Zeitwirren zu schlichten