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7 (1846) Heim bis Juwelen
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15
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Heinrich VI. (röm.-deutscher Kaiser) 15

ftätigung vom Papst abhängcn solle, der Kaiser aber über ihre weltlichen Güter und Rechtemittels des Scepters sie zu belehnen habe. Nach dieser Zeit beschäftigten den Kaiser nocheinzelne Fehden im Innern, namentlich in Meißen, wo Konrad von Wettin dem GrafenWlprecht von Groitsch das vom Kaiser erhaltene Markgrafenthum streitig machte, sowie dieBelagerung und Eroberung von Worms, das sich ihm widersetzt hatte. Er starb am 23.Mai l >25 und wurde zu Speier beigesetzt. Mit ihm starb das salische oder fränkischeKaisergeschlecht aus. Sein Nachfolger war Lothar der Sachse (s.d.).

Heinrich VI., röm.-deutscher Kaiser, 119« 97, der dritte aus dem Eeschlechte derHohenstaufen, der Sohn Friedrich's I. (s. d.) und der Beatrix vonBurgund, geb. 1165,wurde schon 1169 zum röm. König gekrönt, lebte früher in Italien, seit > 1-88 aber, wo seinVater den Kreuz'zug nach Palästina unternahm, als Neichsverweser in Deutschland.Schon als solcher mußte er gegen Heinrich den Löwen, welcher Kaiser Friedrich's I. Abwe-senheit zur Rückkehr aus seiner Verbannung benutzt hatte, den Kampf beginnen, zu dessenfriedlicher Ausgleichung ihn jedoch >191 die durch den Tod des König Wilhelm's 11. erfolgteErledigung des sicilian. Königthrons nöthigte, auf welchem ihm durch seine GemahlinConstanzia das Recht der Nachfolge zustand. Auf die Nachricht, daß die sicilian. Stände,welche die Herrschaft der Deutschen verabscheuten, den Grafen Tancred von Lecca, einenunehelichen Sohn von Constanzia's Bruder, auf den Thron gehoben, eilte H. nach Italien.Er brachte durch kluges Benehmen schnell die lombard. Städte auf seine Seite, gewann dieRömer durch treulose Auslieferung der ihnen verhaßten Nachbarstadt Tusculum, die hier-auf von den Römern völlig zerstört wurde, ließ sich von Pavst Cölestin >11. zu Ostern >191zum Kaiser krönen und eroberte Apulien und das Königreich Neapel. Nur die HauptstadtNeapel, vom Grafen von Acerra tapfer vertheidigt, widerstand so lange, bis nach drei Mo-naten eine im Lager ausgebrochene rasch um sich greifende Pest den Kaiser zum Abzügezwang. Nach Deutschland zurückgekehrt, empfing H. die durch den kurz zuvor erfolgtenTod Herzog Welfs VI. ihm zugefallene, reiche Erbschaft, übertrug das durch Herzog Frie-drich's Ableben erledigte Schwaben seinem Bruder Konrad und erneuerte den Kampf mitHeinrich dem Löwen, bis dieser sich unterwarf. In Italien war indeßTancred 1193 gestor-ben und dessen Sohn Wilhelm 111-, für den seine Mutter Sibylle die Regentschaft füh-ren sollte, zum König ausgerufen worden. Durch diese günstigen Umstände gereizt unddurch die bedeutenden Geldsummen (15«««« Mark) unterstützt, welche er von dem ausdem Morgenlande heimkehrenden, in Ostreich gefangen genommenen und vom HerzogLeopold an ihn ausgelicferten König von England, Richard Löwenherz, als Lösegeld er-halten chatte, zog H. aufs neue nach Italien, um seinen Hauptplan, die feste Vereini-gung der sicilian. Krone nnt der deutschen vollends zu erreichen; Neapel öffnete ihm dieThore, Salerno wurde gestürmt, auch Sicilien unterwarf sich, und am 3v. Nov. 1193 hieltder Kaiser seinen feierlichen Einzug in Palermo. Jetzt entsagten Sibylle und Wilhelmgegen das Versprechen, die Grafschaft Lecca und Tarent behalten zu dürfen, der KroneSiciliens. AberH. ließ unter dem Vorwände einer Verschwörung bald darauf die KöniginSibylle und ihre Tochter verhaften und nach dem Kloster Hohenburg im Elsaß bringen,Wilhelm blenden und entmannen, selbst Tancred's Leichnam mißhandeln und alle An-hänger des normännischen Königshauses ergreifen und ohne weitere Untersuchung hin-richten. Zwar verbreitete sich in ganz Sicilien über diese Gewaltthätigkeiten Unwilleund Erbitterung, auch der Papst, durch diese Handhabung dcrMacht geschreckt, schleuderteseinen Bann gegen den Kaiser, aber die Furcht vor der Grausamkeit H.'s und die reichenBelohnungen, die er an seine Freunde verschwendete, sicherten seine Herrschaft so, daß erohne Besorgnisse nach Deutschland zurückkehren konnte. Hier hatte H. einzelne in seinerAbwesenheit entstandene Fehden beizulegen; alsdann trat er auf den Reichstagen zu Wormsund Würzburg l l 96 mit dem großen politischen Plane hervor, in seinem Hause die deut-sche Königskrone für immer erblich zu machen. Da er jedoch bei dem Widerspruche dergeistlichen Fürsten und der Gegenwirkung des Papstes für jetzt nur die Wahl seines zwei-jäbrigen Sohnes Friedrich zum deutschen Könige erlangen konnte, so bewog er eine Anzahldeutscher Fürsten, ihn zu einem angeblichen Kreuzzuge zu begleiten. Mit ihrer Hülfe stillteer die neuentstandenen Unruhen in Sicilien, ließ die Mauern von Capua und Neapel nie-