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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Heinrich V. (röm.-deutscher Kaiser)

strebenden Vasallenübermutks und der furchtbar sich entwickelnden Papstmacht ihm stellte,vollständig und würdig zu lösen. Ihm folgte als Kaiser sein Sohn, H einrich V. (s. d.).

Heinrich V., röm.-deutscher Kaiser, I IW2',, der Sohn des Vorigen, geb. IWI,wurde >698, als sein älterer Bruder Konrad sich gegen den Vater empört hatte, zum röm.König erwählt und auf des Papstes Paschalis'II. Betrieb noch bei Lebzeiten seines VatersI IW zu Mainz als König anerkannt. Schon seit 11W hatte er gegen seinen Vater baldmit den unwürdigsten Künsten der Heuchelei und Wortbrüchigkeit, bald mit den Waffender Gewalt um die Krone gekämpft; im Besitze derselben ließ er die Anhänger des Vaters,wie z. B. die Stadt Köln und den Herzog Heinrich von Lothringen, für ihre Treue hartbüßen. Dann eilte er, die gesunkene Königsmacht durch Züchtigung der meuderischen undübermüthigen Großen des Reichs im Innern und durch Bezwingung der Fürsten vonPolen und Böhmen nach außen hin wieder zu Ansehen zu bringen, während er demPapste fortdauernd noch die größte Ergebenheit heuchelte. Er lud Paschalis ll., welcher aufder Kirchenversammlung zu Guastalla I IW das schon früher gegebene Verbot der Inve-stitur durch Laienhand mit Strenge wiederholte, zur friedlichen Ausgleichung zum Reichs-tage nach Augsburg ein, ging dem Papste, als dieser sich plötzlich nach Frankreich begab,bis an die Grenzen des Reichs entgegen und unterhandelte auf das freundlichste mit denLegaten, obwol er dabei nicht unterließ, unter der Hand die Bischöfe von Verdun und Hal-berstadt mit Ring und Stab zu belehnen. Als jedoch H. seine Macht im Reiche befestigtglaubte, versuchte er durch eine feierliche Gesandtschaft den Weg friedlicher Vermittelungnoch einmal, zog aber, als diese fehlschlug, > > >6 mit .16666 M. nach Italien, ließ auf denconcalischen Feldern von den oberital. Städten sich huldigen, rückte bis Sutri vor, nahmdurch Unterhandlungen Rom ein und ließ, als der Papst ihn ohne die Abtretung des Jn-vestiturrechts nicht krönen wollte, denselben nebst den meisten Cardinälen gefangen sehen.Erst nach zwei Monaten erhielt der Papst, nach Entsagung jeder Rache, namentlich durcheinen Bannspruch, und Bestätigung des Investiturrechts, seine Freiheit wieder und kröntehieraus am st. Apr. I l 11 den Kaiser. Kaum aber war H. nach Deutschland zurück, alsPaschalis, zwar nicht selbst, aber durch den Erzbischof Guido von Vienne auf einer Synodeder burgund. Bischöfe über den Kaiser den Bann aussprach, den jedoch dieser jetzt um soweniger achtete, als er gerade mit einem Krieg gegen seine Vasallen in Deutschland beschäf-tigt war. Es hatten nämlich die sächs. Fürsten wegen der Willkür, mit welcher H. überGüter und Personen schaltete, zunächst wegen Einziehung der orlamünd. Erbschaft einenAufstand erregt, der, obwol durch den Sieg seines Feldherrn, des Grafen Hoyer vonMansfeld, bei Warenstädt scheinbar beruhigt, von den rhein. und westfäl. Fürsten er-neuert wurde und in der Schlacht am Welfesholze an der Wipper im I. l > l 5 einen un-glücklichen Ausgang für ihn nahm. Die üble Lage, in welche der Kaiser hierdurch gerieth,benutzten die ihm feindlich gesinnten Erzbischöfe von Köln und Mainz, um den Bann noch-mals über ihn auszusprechen. Dies und der am 2t. Juli I 115 erfolgte Tod derMarkgxä-fin Mathilde, deren hinterlaffene Länder und Güter er in Besitz zu nehmen eilte, bewog ihn,die Vertheidigung Deutschlands den treugebstebenen Fürsten Schwabens überlassend, aufsneue > H6 nach Italien zu eilen, wo er, nach Besitzergreifung der Mathildischen Erbschaft,Paschalis II. aus Rom vertrieb und nach dessen Tode Gregor V III. zum Papst wählte,dem jedoch die Priesterpartci in der Person Gelasius' II. einen Nebenbuhler cntgegensteltte.Der letztere sprach aufs neue den Bann über den Kaiser aus und eütfloh dann nach Frank-reich. Ünterdcß hatte der Bürgerkrieg in Deutschland mit wechselndem Glücke fortgcdauert,und da die deutschen Fürsten desselben müde, H. bereits mit Absetzung bedrohten, auch nachGelasius' Tode 1119 der ihm furchtbare Erzbischof von Vienne unter dem Namen Ealir-tus I I. zum Papst erwählt worden war, so eilte H. nach Deutschland, legte auf dem Reichs-tage zu Tribur die Zwistigkeiten mit den Fürsten durch Festsetzung eines Landfriedens unddas Versprechen, jedem Beraubten sein Eigeythum wiederzuerstatten, bei und erneuertebeides nach einem abermaligen zweijährigen Bürgerkriege aus dem Reichstage zu Würz-burg >121. Auch mit Calixtus, der ihn auf einer Kirchenversammlung von 427 Geistli-chen zu RheimS aufs neue mit dem Banne belegt hatte, verglich er sich auf einem Reichs-tage zu Worms > 122 dahin, daß die Wahl der Bischöfe von den Domcapiteln, ihre Be-