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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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Heinrich Hl. (rörn.-deutscher Kaiser) 9

nachdem er zuvor Rache genommen, nach Deutschland zurück. Hier war Boleslaw vonPolen, welcher seine Herrschaft über ganz Böhmen ausgedehnt hatte, in die Lausitz undMeißen eingefallen. H. unternahm wiederholte Kriegszüge gegen ihn, entriß ihm Böh-men, gab cs dem böhm. Herzogssohne Jaromir zu Lehen, griff hierauf Boleslaw in Polenselbst an und brachte ihn endlich im Frieden zu Budisstn am 3». Jan. 1018 zur völligenUnterwerfung. Diese Händel hatte Harduin in Italien benutzt, um sich wiederum zum Kö-nig aufzuwerfen. Daher zog H. 1013 aufs neue, diesmal von seiner Gemahlin, der heil.Kunigunde begleitet, nach Italien, zwang Harduin zur Niederlegung der ital. Krone undging hierauf nach Rom, wo Papst Benedict VIII. ihn mit seiner Gemahlin krönte und ihmzum ersten Mal den goldenen Reichsapfel, als Sinnbild der kaiserlichen Weltherrschaft,übergab. Einen dritten Kriegszug nach Italien unternahm er I 022, als Papst Benedictihn gegen die Griechen in Unteritalien, die fortgesetzt ihre Macht zu erweitern suchten,zu Hülfe rief. Der Kaiser war glücklich gegen die Griechen, vereinigte die Truppen der Nor-mannen mit seinem Heere und sicherte ihnen als Wächtern des Reichs gegen die Griechenfeste Wohnsitze in Unteritalien. Außerdem hatte H. noch manche Kämpfe meist in Deutsch-land selbst zu bestehen. Ein Bruder seiner Gemahlin, Adalbero, erhob sich eigenmächtigzum Erzbischof von Trier. H. zog gegen ihn, belagerte ihn vier Monate in Trier, und sahsich, als Adalbero bei seinem Bruder, dem Herzog Heinrich von Baiern, Schutz fand, auchmit diesem in eine Fehde verwickelt, die mit dessen Absetzung endigte. So empörten sich derGraf von Flandern und der neue Markgraf von Meißen; doch auch sie bezwang H. WegenBurgund schloß H. mit dem kinderlosen Herzoge Rudolflll. einen Vertrag, demgemäß diesesLand, über welches die deutschen Könige schon früher eine Art Lehnshoheit geübt hatten,nach Rudolfs Tode an das Deutsche Reich fallen sollte. Ebenso setzte der Kaiser denPapstBenedict VIII., der 1014 vor dem Gegenpapst Gregor nach Deutschland hatte flüch-ten müssen, wieder in seine Würde ein. Zum Danke dafür kam Benedict 1020, als H.die Erfüllung seines Lieblingsplans, die Gründung des Bisthums Bamberg, auf einerVersammlung der Bischöfe zu Frankfurt im J. >007 durch fußfälliges Flehen erreicht hatte,persönlich nach Deutschland, um das neue Hochstift, dem H. sein ganzes Familiengut ver-machte, feierlich einzuweihen. Fromm, ein Freund der Geistlichen und Beförderer derHerrschaft der Kirche, wurde H., der am 13. Juli 1024 zu Grona bei Göttingen starb undzu Bamberg seine Ruhestätte fand, von Papst Eugen III. unter die Heiligen versetzt.Seine glcichfromme Gemahlin, Kunigunde, die i« jungfräulicher Keuschheit mit ihremGemahl gelebt haben soll und die Klöster Neuburg an der Donau und Kaufungen in Hes-sen stiftete, starb 1038 zu Kaufungen im Kloster und wurde später gleichfalls heilig ge-sprochen. Auf dem Throne folgte ihm Konrad II. (s. d.).

Heinrich III., röm.-deutscher Kaiser, 103956, der zweite aus dem Hause der sali-schen Franken, Kaiser Konrad's II. (s. d.) und Gisela's Sohn, geb. 1017 zu Oster-beck in Geldern, wurde schon 1026 zum deutschen König erwählt, 1027 Herzog vonBaiern, 1038 Herzog von Schwaben und Burgund und folgte seinem Vater 1039 in derKaiscrwürde. Durch ausgezeichnete Naturgaben und eine treffliche Erziehung unter-stützt, frühzeitig schon in den Waffen geübt, von strengem, gebieterischem Charakter, hielter, gleich Karl dem Großen, die Zügel des Reichs und der Kirche in starker Hand und warüberhaupt einer der gewaltigsten und unternehmendsten Herrscher Deutschlands. Umzunächst die Gefährlichkeit der übermächtig gewordenen Herzoge für die Krone abzuwen-den, behielt er entweder die verfallenen Herzogthümer für sich und seine Familie, oder ver-gab sic, wie Baiern und Kärnten, an mindermächtige Herren. Nur Bernhard von Sachsenbehauptete sein Ansehen; allein auch ihm gab H. in dem Landgrafen Ludwig dem Bärtigenvon Thüringen und in dem überzwölfBisthümer herrschenden ErzbischofAdalbert von Bre-men, ein mächtiges Gegengewicht. Um die Ehre des Reichs und seine Macht auch bei frem-den Völkern zu sichern, bekriegte er gleich 1039 den Herzog Bretislaw von Böhmen, dereinen Beutezug gegen das in sich uneinige Polen gemacht, Breslau zerstört, Krakau aus-geplündert und die Leiche des heil. Adalbert aus Gnesen nach Prag entführt hatte. Nach-dem er Prag 1041 überwältigt, mußte Herzog Bretislaw um Frieden bitten und 1042 zuRegensburg sein Herzogthum Böhmen zn Lehen nehmen. Hierauf begann er die Kriegs-