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7 (1846) Heim bis Juwelen
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HemecciuS (Joh. Gottlieb- Heinecken 5

von seinen frühem oft so anmuthsvollen, volksthümlich klingenden und Wehmuth mitLust zauberhaft paarenden Liedern eine noch größere Anzahl aufdie spätere Nachwelt kommen.

Heinecciuä (Joh. Gottlicb), ein verdienter humanistischer Jurist, gcb. am11. Sept.1681 zu Eisenberg im Herzogthum Altenburg, wo sein Vater, Joh. Mich. Heinecke,Lehrer am Lyceum war, studirte anfangs zu Leipzig Theologie, dann in Halle dieRechte und wurde daselbst 1713 Professor der Philosophie und 1720 außerordentli-eher und 1721 ordentlicher Professor der Rechte. In letzterer Eigenschaft ging er 1723nach Franeker und >727 nach Frankfurt an der Oder, wo er 1731 den Titel eines Geh.Raths erhielt. Im I. >733 kehrte er als Professor der Rechte und Philosophie wieder nachHalle zurück, wo er am 31. Aug. 17-11 starb. Durch ein genaues Studium der Philoso-phie vorbereitet und durch eine nicht gemeine Kenntniß der alten Sprachen und der Alter-thümer und Völkergeschichte unterstützt, besaß er eine tiefe Einsicht in alle Theile der Rechts-wissenschaft; insbesondere aber waren das röm. und das deutsche Recht seine Hauptfächer.Seine philosophischen und juristischen Lehrbücher, wie das^nti^uitutum jus row. il-lustrsntium szmtsgma" (Halle 17IK; zuletzt von Haubold, Lpz. 1822), dieLlemsntajuris civilis secuucium orckinem institutionum" (Amst. 1725; zuletzt von Wiener, Lpj.1815),Elements juris civilis secunclum orüinon panckectariim" (Amst. 1728; zuletztFranks. 1775),Historis juris rom. et gern»." (Halle 1733; zuletzt von Schilter, Strasb.1765), zeichnen sich auch durch logische Ordnung und gutes Latein aus, behaupteten langeklassisches Ansehen und wurden deshalb insgesammt immer von neuem bis auf die neuereZ eit herab wieder aufgelegt. Sein Sohn, Joh. ChristianGottliebH., geb. 1 718zu Halle, der lange Zeit als Professor an der Nitterakadcmie zu Liegnitz angestellt warund >791 zu Sagan starb, hat sich namentlich durch die Herausgabe mehrcr Schriftenseines Vaters verdient gemacht, z. B. derLlemeutujuris cambialis" (Amst. 1743; zu-letzt von Gmelin, Nürnb. 1779), der Briffon'schenOpuscnla postbuma" (Halle 1743),derOpera oinnia" (9Bde., Genf 1744, 4.) und der^iitchuitatss Oermuniae jurispruckentium patriain illustrsntes" (2 Bde., Kopenh. >772).

Heineccius (Joh. Mich.), der erste wissenschaftliche Bearbeiter der Siegel-kunde (s. d.), der ältere Bruder des Vorigen, geb. zu Eisenberg am I4.Dec. 1674, stu-dirte in Jena, Frankfurt und Gießen, bereiste dann Frankreich und die Niederlande undhatte sich bereits in Helmstedt habilitirt, als er 1699 einen Ruf als Diakonus nach Gos-lar erhielt, dem er auch folgte. Im I. 1709 kam er als Prediger nach Halle, wo er in dem-selben Jahre von Helmstedt aus den theologischen Doctorhut erhielt, 1711 Oberpfarrer,1719 auch Consistorialrath in Magdeburg, 1720 Vicegenecalsuperintendent wurde undam I I. Sept. >722 starb. Er war ein vorzüglicher Kanzelredner. Seine theologischenSchriften sind vergessen; sein Gedächtniß bewahren dagegen sein WerkDe veteribusOermanornm aliarumgue natiouuin sigillis" (Lpz. 1710; 2. Aust., 1719, Fol.) und diemit Leuckfeld herausgegebenen8er!ptores rer. germ." (Franks. 1707, Fol.).

Heinecken (Christian Heim.), bekannt unter dem Namen der Knabe von Lü-beck, ein Wunderkind, wurde zu Lübeck am 6. Febr. 1721 geboren, ein Sohn des MalersPaulH. Mit einem außerordentlichen Gedächtnisse verband das Kind zugleich eine uner-müdete Lernbegierde, vielen Verstand und große Überlegung. Schon im vierten Lebens-jahre erregte es durch seine Geistesfähigkeiten und unerhörte Frühreife die allgemeine Auf-merksamkeit. Fremde strömten in Menge nach Lübeck, um das Wunder mit eigenen Augenzu schauen; auch wurde das Kind nach Kopenhagen gebracht und dem Könige vorgestellt.Nach der Rückkehr von dort sing es aber an zu kränkeln und starb am 27. Juni 1725.Vgl. Chr. von Schöneich,H.'s Leben, Thaten, Reisen und Tod" (Lüb. 1726; 2. Aust.,Gött. 1779). Der ältere Bruder des Wunderkindes war der als Archäolog, Kunstken-ner und eifriger Förderer der schönen Künste rühmlichst bekannte Karl H einr. von H.,geb. zu Lübeck >706, gest. auf seinem Gute Alt-Döbern in der Niederlausitz am 23. Jan.1791. Als Privatsecretair des Grafen Brühl wurde er wegen seinerVerdienste um Sach-sen geadelt und zum Geh. Rath ernannt; nach Brühl's Tode aber verhaftet, jedoch sehrbald wieder freigelassen. Er ließ auf seine Kosten das PrachtwerkKscueil ck'estawpesck'apres les plus celebres tsblesux <le la galerie rozale <Ie Orestie" (2 Bde., Dresd.