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575) Jeder Sachse läßt den andern zn seinem Eide, wo der Beweisnicht allzugut ist.
576) Jedermann ist näher seine eigene That zu wissen.
577) Keines Mannes Eid kann man brechen ohne Eid.
578) Eideshand muß Eideshand lösen.
579) Einshand löst Einshand. , ,
580) Ein Eid hebt den andern auf.
581) Ein Pfund soll Einer entreden, zwei Zwei.
582) Für einen Schilling einen Eid.
583) Den Schilling gewinnt man mit einem Eide.
584) Drei Pfund gewinnt man mit drei Eiden.
585) Die sechs Sibbesten wahren den Siebenten.
586) Sieben Zeugen sind sicherer als zwei.
587) Wahrschaft ist Mannschaft.
588) Der Eid allein ist Gottes Urtheil.
589) Wo guter Beweis ist, darf man nicht kämpfen.
590) Wo der Beweis abgeht, gehen die Eide zu.
591) Schuld ohne Beweis entgeht man mit seinem Eide.
592) In verborgnen Dingen ist der Eid Richter.
593) Was man beweisen kann, braucht man nicht zu beschwören.
594) Was Einer gesteht, braucht er nicht zu beschwören.
Wgl. 423, 26: „e)'N Glieder Lackse äsr lest äen anäsrn 211 sinemsz'äe, -vvo die ksv^snnAs nickt allLU Aut ist". ,Inr. Iris. III 7 (38): „ellicleman ni)aer is s^n a^n äsäa to rvitsn". Lcibnitz III 442: „kleines rnannes
sä mack nie brsieen snnäer eci". °'°) Michels. Lüb. 336. 251 : „edeshant mothedeshcmt loßen". — Michels. Lüb. 1b3, 186, 196, 344. Rügen 38: „Einßhandlöset Einßhand". Simr. 1903. Franck II 65. llarns. 136: „sinn ska.1 e^rissvnia, en tnsir tnex^ia". Gulath 482 und 549. 15. Richth. 173 § 155: „lorenesüilinA enne stk". 173 g 156 ; 202 Z 32. Iriescks UVetten I 279 Z 29; 181,
156 etc. Richth. 246. 18: „Rksns skilling rvintma init ens etka". °°') Richth.443 Z 4 inl.: „tkrzm xonä rvintk ki mitk tkrew etkim". °^) Richth. 379 H 24:„so vars ssx äs sikbests äens sovsuäen". Ruhr. II § 17: „daz sibcn zing
gewaerrer sint dann zwmn". Richth. 570. 17 : „rvarsckox äat is mannsckox".°'°) Kling 59, k 1: „der Eidt allein Gottes vrtcil". °°°) Wgl. art. 85: „iiVo gute,bsrvisungs ist, äo äarl inan nickt leempken". ^ Lappenb. 225. 23 Gl.: „rvsnäs kerv^sinxs aüAsxt, so ßkan äs seäs tko". Anders. I 239 : „Scult ane tuchent gheit en man mit sinemc edhe ähnlich". Sachs. I 18 § 2. Wchbld. 39 8 3."0 Lünig I 298. 40: „der Eyd in solchen verborgenen Sachen Richter sein soll".
Sachs. I 13 § 1: „Kat men kevisen inaA, äar ne inoAsn ss nickt vorssrveren". Michels. Lüb. 296.228: „was he tosteyt vnde bekennt, des en darss henicht vor sweren".