Druckschrift 
3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

I

,vr» »vf, t&Om/

^W'-'qi^sr;

Khorda-A vesta.

241

14. Pancaea elc. In 45 Tugen habe ich, Ormazd, sammt denAmschaspands geivirkt: nämlich ich habe den Himmel-geschaffenund den Gahanbär gefeiert und ihm den Namen Gdh Maidhyo-zaremaya gegeben: im Monate Ardibihist, am Tage Daepamihr.

Ende sein. Maidhyozaremaya war die Zeit in der ich die Schö-pfung des Himmels vollbracht und sammt den AmschaspandsMyazda dargebracht habe und die Menschen müssen es im Ein-verständnisse gleichfalls thvn. Alle also, welche den Gahanbärfeiern , oder ausrichten, oder essen, oder geben, haben dadurchsoviel Verdienst, wie wenn jemand in der bekörperten Well tau-send weibliche Schafe sammt Lämmern aus Liebe zur Reinheitder reinen Seelen als reine Schenkung reinen Menschen gegebenhätte. Wiederum , tuegen der Reinheit aus Liebe der gläubigenSeelen {denn diese sind besser als die lebenden unter den Men-schen 1 2 ) giebt das Avesta im Hddokht Zeugniss, wie aus dieserStelle hervorgeht.Tausend weibliche Schale mit Jungen gebeman in Güte den reinen Männern für die Seelen, für den Hausgenos-sen der lebenden Wesen, den Asha-vahista 3 4 ). Alle aber die nichtopfern, flicht zurecht richten, nicht essen , nicht geben, die sindnicht würdig zu opfern unter den Mazdayapnas, d. h. die Yaza-tas nehmen ihr Opfer flicht an und es ist auch nicht passend (dasser es darbringt') und er hat von jenem Gahanbär an jeden Tag180 Qter Sünde 'j.

15. Khshvas Maidhyoshemahe etc. In 60 Tagen habe ich, Or-

1) d. h. dieser Gahanbär ist im Monate Ardibihiscbt vom 1115. Tagezu feiern.

2) Eine sehr schwierige Stelle, von der ich nicht gewiss weiss, ob ich sierichtig verstanden habe. Es scheint mir der Sinn zu sein, dass die Menschen,von denen die nachfolgende Aveslastelle redet, besser seien als die jetzt leben-den. Anquelils Uebersetzung ist nach meiner Ueberzeugnng nicht haltbar, sielautet: Cet homme , en recompense de ce qttil avra Jäit plaisir ä des amessaintes et pures, sera dans le Beheseht.

3) Die letzteren Worte sind wieder im Texte nicht ganz klar nnd ihre Con-struction verwirrt. Es scheint mir, dass in der angeblichen Stelle das Hadokht(d. i. eines verlorenen Theiles des Avesta) den Gläubigen die Wahl gelassenwird, oh sie Gaben an fromme Männer geben wollen oder an Feuertempel, fürderen Unterhaltung es bekanntlich bei den Parsen fromme Stiftungen giebt.

4) Nämlich bis zum Eintritte des nächsten Gahanbär, an dem man ejstseine Sünde wieder gut machen kann.

Nehmet die Zeit vom Tage liihor'), am Tage Daepamihr soll das

III.

1.6