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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
Seite
LXXX
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J.XXX

Einleitung.

arischen Völker vergleicht derselbe Gelehrte den Garten des Yimamit dem griechischen Elysium, aber wir erfahren sowol wie sich dieEränier den Garten des Yima als wie die Griechen sich das Elysiumdachten. In derselben Weise untersucht Windischmann die Ver-wandtschaft zwischen dem eränischen Milhra und dem vedisehenMiLra. Ganz ebenso hat R. Roth seine Vergleichungen über Thrae-taona und den vedisehen Trita, über Yima und Yama geführt, und inderselben Weise, dies müssen wir fordern, sind alle ferneren Ver-gleichungen zu machen. Diese Vergleichungen haben nun zu demResultate geführt dass zwischen verschiedenen mythischen Persön-lichkeiten des Avesta und der Vedas eine unleugbare Verwandtschaftbestehe. Aber nirgends ist der Beweis auch nur versucht worden,dass die eine oder andere Persönlichkeit des Avesta mit der der Ve-das identisch sei, es ist im Gegentheil überall neben aller Aehnlich-keit unleugbare Verschiedenheit zu Tage getreten, wodurch das Erä-nische eränisch, das Indische, indisch wird. Keiner von diesen For-schern hat deswegen auch behauptet dass Veda und Avesta identischseien, im Gegentheile haben sie gesagt, dass jene Verwandtschaft ineine frühere, vorvedische Zeit zurückgehe. Gleich auf der erstenSeite seiner Abhandlung über Soma und Haoma hebt Windischmannhervor, dass jene gemeinsamen Mythenein lange vor derTrennungdes arischen Volksslammes in die zwei grossen Gebiete diesseits undjenseits des Indus, in zaralhustrische und vedische Lehre, gemein-schaftlich besessenes, aus urältester Tradition stammendes Erbgutsind. Dasselbe will wol auch R. Roth sagen, wenn er (Zeilschr.der DMG. II, 216) äussert dass:Veda und Zendavesta aus einerQuelle fliessen als zwei Arme, von welchen der eine im Vedavoller, reiner, seinem ursprünglichen Wesen gleicher geblieben ist,der andere vielfach sich verfärbte, seinen ersten Lauf geändert hatund darum nicht immer mit gleicher Sicherheit bis zu seinen Ur-sprüngen zurück verfolgt werden kann. Auch Burnouf sagt richtigverstanden nichts Anderes wenn er sich (Etudes p. 84) folgender.raassen äussert:Des exemples aussi frappanls sont bien läits pourconfirmer dans lopinion quil ny a presque aucune denominationimportante parmi celles qui forment le fonds des croyanees indo-persanes qui ne se retrouve egalement en zend et en sanscrit. Sokonnte Lassen mit Recht im Jahre 1851 sagen (lud. Allerthumsk. I,753):Im Zendavesta wie im Rigveda ist schon die religiöse An-sicht in ihrer Eigenthümliohkeit vollständig ausgeprägt, welche die