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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
Seite
LXXIII
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Drilles Capitol. LXXIII

84 und viele andere Stlellen), an einer Stelle (Y<y LXX, 1) heisster auch paurvatare Zarathustra, erster Zarathustra, als derjenigewelcher in religiösen Angelegenheiten an der Spitze steht. Am häu-figsten aber ist das Beiwort (jpitaina oder ^pitämo, denn so heisst Za-rathustra schon in den GälhAs (Ycy XXIX, 8; XLV, 13; L, 11. 12)und seine Tochter führt den Beinamen <;pitämi (Yc. LII, 3). Die Par-sentradilion, so weit wir sie hinauf verfolgen können fasst dies Wortals Patronymikum : Nachkomme des Qpitama und im Geschlechtsre-gister des Bundehesh findet sich allerdings ein Qpitama als Vorfahrdes Zarathustra und schon bei Klesias (Pers. 8) wird 2nLtäf.irjq alsEigenname erwähnt. Gleiehwol haben ihn sowol Anquetil wie Bur-nouf als ein Adjeclivum aufgelässt und ich bin ihnen gefolgt. Wasmich zu dieser Abweichung veranlasste ist die gänzliche Abwesen-heit jeder Endung welche die Abstammung bezeichnet. Wir habenauch schon Beispiele genug gesehen die zeigen wie gering im Aveslader Unterschied zwischen Eigennamen und andern Substantiven ist,so dass im Bewusstsein der Leser selbst der Eigennamen meist seineursprüngliche Bedeutung noch beibehielt.

Mit Zarathustra beginnt, wie bereits gesagt wurde, die eigent-lich geschichtliche Weltordnung ohne sichtbare göttliche Eingriffe indieselbe, die dem Vistä§pa nachfolgenden Herrscher sind : Behmen diräzdaejt oderBahman mit der langen Hand und die Königin Hum Ai. DasAvesta weiss von keiner dieser beiden Persönlichkeiten etwas, indem erstem scheint eine schwache Erinnerung an Artaxerxes Lon-gimanus erhalten zu sein, die Königin Humäi halten nach Ilamza undMujmil manche für die Semiramis (^^2). In dieser Notiz sehe icheinen Fingerzeig über die Zeit an der wir angelangt sind. Wir müs-sen zwischen Humai und den Däräs die ganze Dynastie der Achäme-niden einschalten. Auch die beiden Däräs haben keinen historischenHintergrund, sondern sind blos eine eränische Einleitung zu derAlexandersage. Dass die religiöse Sage nicht mehr wirklich Ge-schichtliches in sich aufgenommen hat wird ihr Niemand verargen.In religiöser Hinsicht kennt das Avesta unter den Menschen derjetzigen Welt zwei Classen : Gottesverehrer (mazdayacjna) oder Recht-gläubige und Daevaverehrer (daevayaf.na) oder Ungläubige. Dassletztere eine wirklich in der Nähe der Rechtgläubigen wohnendeMenschenolasse waren beweisen Stellen wie Vd. VII, 94 11g., dassdiese Ungläubigen zum Theil sogar eränische Gottheiten verehrtenlässt sich aus Yt. 5,94 schliesseu. Ilieher sind auch die Ashemaoghas