Drittes Cajiilel.
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seinen Flügeln auf und goss ihn vermittelst, des Schwanzes wiederins Meer, so dass kein Tropfen auf die Erde hcrabkam, die Flüsseund Quellen vertrockneten und die Menschen starben, abgesehen vondenen welche der Vogel selbst aulfrass. Sieben Tage und Nächteschoss Keretjägpa mit Pfeilen nach diesen Vogel so dass endlich seineFlügel mit Pfeilen ganz gespickt waren und er niederfiel und nochim Fallen Menschen undThiere tödletc. Ferner wird erzählt (cf. Ein-leitung 1. c. p. 341) dass Agro-maiuyus den himmlischen Wind be-logen habe, Kere$ä<;pa habe gesagt, Nichts in der Welt könne sichan Stärke mit ihm messen, er halte auch den himmlischen Windnicht für sehr stark und sich für stärker, worauf der himmlischeWind in seinem Zorne dergestalt an zu wehen fing, dass er die Bergein Ebenen verwandelte, die Bäume mit der Wurzel ausriss und mitsich fortführte. Als er aber an KercgA^pa kam, da vermochte er ihnnicht von der Stelle zu bewegen, dieser aber ergrilf den himmlischenWind und hielt ihn so lange fest bis er versprach sich zu beruhigenund unter die Erde zu gehen. [Jeher einige andere Thaten, wie dasTödlen des Wolfes Kapüt und das Erschlagen des Devs der Verwir-rung .(Parsigr. p. 169) kann ich keine näheren Angaben beibringen.
Es ist mir keinem Zweifel unterworfen, dass Kere^ä^pa nachSegestän oder Sei’slAn zu setzen sei. Darum betet er auch nach Yt.5, 73 hinter dem Vara Pishinagha den ich, wie ich hoffe richtig, mitdem Thal Pischin verglichen habe (cf. die Note zu d. St.). Wenn inVd. I, 68 gesagt wird dass eine Pairika, Khnanthaili, in Vaekerela(nach der Tradition Kabul) sich an Kere^ä^pa gehängt habe, so wirdKabul wahrscheinlich der Geburtsort dieser Pairika gewesen sein,nicht aber des Kere^ä^pa selbst. Ueber diese—jedenfalls sündliche— Liebe zu einer Pairika die wahrscheinlich den Götzendienst inihrem Gefolge halte (s. o.), w'ird uns wol das noch. erhalteneQäm-name nähere Auskunft geben. Ueber ein solches Qäm-nämehabe ich zw'ar schon früher (Zeilschr. der DMG. III, 251 flg.) ge-sprochen und gezeigt dass es keine sagengeschichlliehen Momenteenthält, ich habe mich indess jetzt überzeugt dass es noch ein vonjenem verschiedenes Buch gleichen Namens giebt, das wahrscheinlichächt sein dürfte. Ueber das Schicksal Kere^ätjpas nach dem Todeliegen uns zwei verschiedene Fassungen vor. Aus Yt. 13, 61 erfah-ren wir dass der Körper Kereca^pas noch vorhanden ist und von99999 Fravashis bewacht w'ird. Nach dem Bundehesh (p. 69, 10.cd. W.) ist er nicht todt, sondern er war vom Anfänge an unsterblich,