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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
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LXVIII
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Einleitung.

dem sie von Yima enlflohcn ist, so scheint er der Vertreter desRechts in der ungerechten Zeit zu sein die nach der Entthronung desYima folgt. Auf jeden Fall gehört er in eine Zeit des Interregnumsund kann dann als Reichsverweser gelten, an der eigentlichen Nach-folge auf dem Throne hinderte ihn ein für allemale das Geschlecht.Seine Thalen werden öfter im Avesla und auch in spätem Quellenaufgezählt. Unter den Thalen ist eine der bedeutendsten dieTödtungder Schlange Qruvara von der das grüne Gift daumensdick lief. Sie warvon ungeheurer Grösse und Kerepäppa musste nach spätem Quellen(cf. meine Einleitung II, p. 338) von Morgens bis Nachmittags laufenum an ihren Kopf zu gelangen (cf. Yt. 19, 40. Yp. IX, 3439 unddie Note zu dieser St.). Ferner schlägt Kerepäppa den Gandarewamit goldner Ferse (Yt. 5, 37; 19, 41). Nach der ersten der beidenStellen hat er seine Wohnung im See Vouru-kasha, auch nach spä-tem Quellen (cf. Einleitung II, 339) war dieser Dämon von unge-heurer Grösse, sein Haupt reichte bis zur Sonne, das Meer ging ihmbis an die Knie und Kerepäppa musste neun Tage lang kämpfen bisdass es ihm gelang den Gandarewa aus dem Meere herauszuziehenund zu tödlen. Die neun Räuber (Yt. 19, 41) finden ihr Gegenbildin den sieben Räubern welche in spätem Quellen (1. c. p. 341) er-wähnt werden ; sie waren Menschenfresser und verzehrten in drejJahren dreitausend Menschen, Niemand wagte aus Furcht vor ihnensich mehr zu zeigen. Noch einige andere Thalen erscheinen in denYasts die ich in spätem Quellen nichL nachweisen kanir. Dahin ge-hört die Besiegung des Hitäppa (Yt. 15, 27; 19, 41) der am Wagenziehen muss, die Besiegung des jungen Qnävidhaka (Yt.19,4344),der an Bosheit selbst den Agro-mainyus übertrifft und danach strebtsowol den Qpento-mainyus als Agro-mainyus zu seinen Lastthierenzu machen, also in ähnlicher Art zu behandeln wie Takhmo urupaden Agro-mainyus behandelt hat. Allein Kerepäppa erschlägt ihn eheer mündig ist. Einige andere Thaten des Kerepäppa : seine Besiegungdes Vareshava, Sohn des Dana und des Pitaona (Yt. 19, 41) so wiedes Arezo-shamana (Yt. 19, 42) lassen sich gar nicht erörtern, weiles durchaus an Material dazu gebricht. Dagegen nennen auch dieneuen Quellen eine That des Kerepäppa die sich bis jetzt im Aveslanicht nachweisen lässt: die Ermordung des Vogels Kämek (Pärsigr.p. 169. Einleitung etc. II, 343). Dieser Vogel breitete seine Flügelüber alle Sterblichen aus und machte die Welt finster indem er dasSonnenlicht nicht herabliess, regnete es, so fing er den Regenmiit