Drittes Capitel.
LXVII
königlichen Geschlechtes (noch heute nennt sich der regierendeStamm in Seistän die Kayäniden, cf. N. de Khanikof: memoire sur lapartie meridionale de l’Asie centrale p. 159) und stammt von Yimaab, obwol von einer andern Mutter alsThraetaona. Nach demMujmilist der Stammbaum der folgende:
Yima
Maheng Tochter des Königs Pericihre Tochter des Königs
von Mäcin von Zabul
Betväl Humayün Thür
Abtin Sehidäfp
Fredün Thurek
Shem (Qäm)
Thrita (J^jjl)KershäypNerimän?am.
Von Thrita wird Y§. IX, 30 und Vd.XX, 11 flgd. geredet, wo erals Heilkundiger dargestellt wird. Nach der ersten der beiden genann-ten Stellen wird als die segensreichste Begebenheit seines Lebensdargestellt dass ihm zwei Söhne verliehen wurden, Urväkhsya (nachanderer Lesart Urväkhshaya undUrväkhsha)undKerec;äspa. Was demersten dieser beiden betrifft so war offenbar sein Wirken mehr geisti-ger Art wie die wenigen Stellen zeigen wo von ihm die Rede ist(Y§. IX,32. Aferin des Zarathustra §3). Wie man aus Yt, 15,28 sieht ist ervon Hitä^pa getödtet worden, wofür sein Bruder Kere^ä^pa Rachenimmt. Dieser Kere^äspa ist weit berühmter als der erstgenannteBruder. Er führt im Avesta gewöhnlich den Beinamen Nairimanäooder Neremanäo, woraus das neuere Nerimän entstanden ist. SpätereAutoren haben dies missverstanden und Nerimän bald zum Vater,bald zur Mutter des Qäm gemacht. Ebenso ist sein Geschlechtsname()äm öfter allein gebraucht und muss dann unter Qäm Iiere(;äcpaverstanden werden (cf. meine Abhandlung über Qäm in Zeitschr.der DMG. III. p. 251). Er heisst der stärkste unter den Menschenausser Zarathustra und ausser der männlichen Tapferkeit (Yt. 19,38), darum wird er auch gegen die Räuber und ähnliche Bedräng-nisse angerufen (Yt. 13, 136). Seine Stellung in der eränischen Kö-nigsgeschichte ist etwas schwankend, im Mujrnil erscheint er bereitsunter Fredün, bei Firdosi und Hamza unter Minocehr, freilich*ist erda schon ein alter Mann. Dass man ihn zu den Königen Eräns rech-nen darf, wie manche Quellen und namentlich Firdosi thut, glaubeich nicht, trotzdem dass Yt. 19, 38 von ihm gesagt wird er habe die
königliche Majestät ergriffen. Da er aber die Majestät ergreift nach-
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