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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
Seite
LXIV
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LX1V

Einleitung.

Qyävarshäna ebenso nach Turan führte wie im Schäh-näme. Dass ermit Gewalt erschlagen wurde sagt das Avesta in den meisten Stellenwo von ihm die Rede ist. Nur in einer Nebensache scheint eine Ab-weichung sich zu finden. Nach dem Schähnäme schliesst Qiävakhseine enge Freundschaft mit Pirän, dem redlichen Minister des Afrä-siäb und nimmt die Tochter desselben zur Frau, später heiralhet erauf dessen Anrathen dazu noch eine Tochter des Afräsiäb. Von derersten Frau stammt, ein Sohn, Firud, von der zweiten aber Kai-Khosru. Nach den Stellen des Avesta scheint aber Qvävarshäna kei-nen Sohn sondern eine Tochter hinterlassen zu habenwelche mitAghraeratlm-Narava verheiralhet war und aus dieser Ehe Kava-Hutjrava entstanden zu sein. Unsere Quellen äussern sich über die-sen Punkt-nicht, doch sehen wir aus dem Mujmil, dass eine volleUebereinstimmung darüber ob Ciävaklis einen Sohn gehabt habe odernicht, keineswegs vorhanden war. Aghraeratha ist offenbar Aghre-rath (Oj.j , nicht Aghrirath wie gewöhnlich geschrieben wird),nach Firdosi ein Bruder des Afräsiab und ein gerechter Mann deraber von diesem ermordet wird weil er den Zug nach Erän wider-rälh, lange ehe Qyävarshäna nach Turan kommt. Es scheint dasseine andere Fassung der Sage den Helden zwar durch Verheiralhungmit der Schwester des hösen Fragra^e in genaue Berührung mit diesenbringt, aber dessen Tochter dem frommen Bruder des Fragra^e zurFrau gab. Dass aber Qyävarsliäna auch nach Ansicht des Avesta sichin Turan einen eignen Bezirk Kahgdiz zum Wohnorte genommenhabe, erhellt aus Yt. 5, 54. 57 wo Kagha ausdrücklich genannt wird.

In den Kämpfen, welche Iiava-Hu<)rava und seine Getreuen mitdeuTuräniern führten um den Mord des Qyävarshäna zu rächen, wirdauch der Kampf des Tu$a, d. i. To§ seinen Platz linden müs-

sen, obwol ich diesen Kampf mit den Aurva-Hunava (Yt. 5, 53. 57)im Schähnäme nicht nachweisen kann. Zur Bezwingung desFragra^öeinigen sich nach dem Avesta Hucjravo oder Hao^ravo und Haoma,der letztere bringt den Fragra^e gebunden herbei; damit Kava-Hu^rava ihn schlage (cf. Yt. 9, 18; 17, 37 und Yt. 5, 49; 9, 21;13, 132; 14, 39; 17, 41; 19, 74). Ueber diese Erzählung giebtuns das Schähname sehr gute Auskunft, nur ist die religiöse Seiteder Begebenheit etwas verwischt. Der Sachverhalt ist der folgende:Fragra^e war nach der gänzlichen Besiegung aller seiner Getreuennur noch darauf bedacht sein Leben zu fristen und hielt sich deshalbin einer Höhle bei der Stadt Berdaa auf. Diese Höhle führt den Namen