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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
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LXII
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LX1I

Einleitung.

Manoscihr, aber der Bundehesh, Hamza und Minokhired kennen ihnnicht und sagen blos dass Afräsiäb während der letzten zwölf Jahrevon Manoscihrs Regierung sich der Herrschaft bemächtigt habe. Esist Naotara oder Naotairya seiner Nachkommen wegen keinesfallsganz zu streichen, nur ob er zur Regierung gekommen oder ob erermordet worden sei ohne zur Regierung zu kommen das wagenwir nicht zu entscheiden. Zab, der Sohn Tahma^ps wird in allenQuellen, mit Ausnahme des Minokhired, genannt. Statt dieser zweiHerrscher giebt Yt. 13, 131 den Aoshnara den sehr lebendigen (cf.auch Aferin des Zarathustra § 2) und Uzava den Sohn Tümäcpäs.Beide werden aber vor Manucithra genannt, scheinen ihm also derZeit nach vorhergegangen zu sein.

Wie es sich nun auch mit diesen beiden Herrschern verhallenmöge, soviel ist gewiss, dass nach eränischer Ansicht durch die Ver-wirrung, welche der Einfall des Afräsiäb und seine Verheerungen ge-bracht halte, die gerade Linie eränischer Könige zum zweilen Maleabgerissen war und dass Kai Kobäd die Linie und den Stamm derKönige wieder weiter gehen liess, wie der Minokhired sich ausdrückt.Man kennt die schöne Sage von der Auffindung des Kaikobäd beiFirdosi, aus dem Avesta ist aber weiter nichts zu entnehmen als seinName: Kavi Kaväta (Yt. 13, 132; 19, 71). Nach den Schähnämehat Kai-Kobäd vier Söhne: Kai-Käus, Kai-Arish, Kai-Pishin und Kai-Armin. Von diesen ist Kai-Käus der Kava-Uga oderUcadhan, Kai-Arish der Kavi-Arshan, Kai-Pishin der Kavi-Pishina des Avesta (Yt.13, 132; 19, 71). Für den neuen Kai-Armin kann man entweder,wie ich in der Note zur ersten Stelle meinte, den Kavi-Byarshänaoder, wie mir jetzt wahrscheinlicher ist, denKavi-Aipivohu oder Aipi-vaghu gelten lassen. Dieser Kavi-U<jadhan in den beiden genannten Stel-len des Yasts muss identisch sein mit dem sonst öfter genannten Kava-Ugoder U$a, dem Kaikäus der spätem Sage (cf. Yt. 5,45 ; 14,,39. Afe-rin des Zarathustra § 2). Er wird als Bezwinger der Daevas geprie-sen, im Schähnäme wird er als ein eigensinniger und allzuviel wa-gender Herrscher beschrieben, die Sage von seiner Himmelfahrt, dieschon im Bundehesh erwähnt wird, habe ich Grund für alt zu halten.Zu den Söhnen Kavi-U^as gehört, wie ich jetzt glaube, ByarshanoderByarshäna so gut als Qyävarshan oder Qyavarshäna, derQiävakhsder neuern Sage. Die ganze Sage von Qiävakhs muss als den Ver-fassern des Avesta bekannt vorausgesetzt werden, theils weil sichbestimmte Anspielungen darauf finden, cf. Yt. 9,18; 17,42;M9,77.