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3 (1863) Khorda-Avesta : mit einem Register über das vollständige Werk
Entstehung
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Vorrede.

zu erweisen getraue, dass Hr. Haug nicht nach BurnoufsMethode arbeitet. Ist nun freilich Hrn. Haugs Methode dierichtige, dann ist diese Uebersetzung auf falschen Grundla-gen gebaut, aber nicht die ineinige allein, sondern auchdie Burnoufs und wir Alle haben uns in einem schwerenIrrthume befunden die wir den Anfang der altbaktrischenPhilologie in das Jahr 1833 und nicht 1853 setzten. Sosteht die Sache und nicht anders, ich gestehe auch dass ichwegen des endlichen Ausgangs dieses Streites nicht sehrin Sorgen bin. Um es also kurz zu sagen: ich verhalte michablehnend gegen Hrn. Haugs Arbeiten, nicht bloss deswegenweil ich sie für fehlerhaft, sondern vornemlich weil ich sieschon in der Anlage für verfehlt halte. Den nähern Nachweiswird mein Commentar zum Avesta liefern, einstweilen ver-weise ich auf meine Darlegung über den Unterschied der bei-den Methoden welche man im siebzehnten Bande der Zeit-schrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaft findenwird. Es mag sein dass diese Behauptungen dem oberflächli-chen Beobachter zu schroff scheinen, wer sich aber die Mühegiebt die Sache genauer zu untersuchen, der wird findendass ich mich so ausdrücke weil ich weder anders kannnoch darf. Noch über einen Punkt, der mir entgegen ge-halten werden könnte, will ich hier einige Worte beifügen.Man könnte nämlich fragen wie Herr Haug dann, wennseine Arbeiten wirklich so verfehlt wären wie ich sage,solchen Anklang bei den Parsen selbst finden könnte als erunzweifelhaft gefunden hat? Die Antwort habe ich eigent-lich schon vor Jahren gegeben. Ich habe nämlich gezeigt(Zeitschr. der DMG. I, 259 flg.) dass die Parsen von denSufis eine Art der typischen Auslegung des Avesta über-kommen haben welche ihnen möglich macht jeden beliebi-gen Sinn in den Text hineinzulegen. Es scheint mir füreinen Philologen nicht besonders schmeichelhaft wenn man