Druckschrift 
2 (1859) Vispered und Yaçna
Entstehung
Seite
45
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6. Hier vermittelst des Zaöllira wünsche ich dieses Baretjmaherbei mit Preis.

7. Vermittelst dieses Baretjma wünsche ich dieses Zaöthra her-bei mit Preis.

8. Sammt Zaöthra dieses Bare^ma wünsche ich herbei mitPreis.

9. Dieses Baretma sammt Zaöthra, sammt Umbindung, dasmit Reinheit zusanimengelnindene, wünsche ich herbei mit Preis 1 ).

10. Hier mit diesem Zaötbra, mit diesem ßare^ma wünscheich Herbei mit Preis: den Ahura-Mazda, den reinen, Herrn desBeinen.

11. Die Ainesha-(jpenla, die guten Herrscher, die sehr weisen,wünsche ich Herbei mit Preis.

12. Hier mit Zaöthra und Baretjma wünsche ich herbei mitPreis: die Tageszeiten, die reinen, Herrn des Reinen.

1) Zum Verständnisse dev §§. 110 dürfte es zweckmässig sein, einigesachliche Bemerkungen beizufügen. Das erste Capitel bat eine Einladung analle diejenigen Wesen enthalten , deren Gegenwart beim Opfer wünsebens-werlh oder nothwendig ist. Eine zweite wirksamere soll folgen mittelst desheiligen Weihwassers und des Bare^mazweiges, den die Priester beim Opferin der Hand halten sollen. Ehe dies geschehen kann, muss man erst die Ge-rälbschaften selbst haben. Der Zaota wünscht also zuerst Zaöthra zu haben,dann ßaretjma (§. 1. 2). Er verlangt dann beide Gegenstände nochmals inumgekehrter Ordnung (§. 3.). Dieser Wunsch gilt nur dem Zaöthra undBaretjina im Allgemeinen. Hierauf wünscht der Zaota die Verbindung desZaöthra und Barejma (§. 4. 5). Diese Verbindung wird bei Beginn von §. Gwirklich vollzogen, denn, wie die liturgischen Bemerkungen zu der Stellelehren, wird bei diesen Worten etwas Weihwasser über den Berejma-zweig gegossen. Vor §. 9 fügt Anq. die Bemerkung bei: Le Djouti sassiedet lit ainsi ( louchant des duigts le Barsom pose sur le Mahrou). Nachdemnun in §. 10 dieses bestimmte Barefma gewonnen ist, das man für wirksamim Opfer hält: nämlich das mit Weihwasser besprengte Bare^ma, so legt nunder Opferpricster seine Hand auf dasselbe und wünscht nun nochmals dieHerkunft aller der schon im ersten Capitel genannten Genien, sei es, dassman glaubte, eine Anrufung in dieser Art werde wirksamer sein , gleichsammagisch auf ihre Herkunft wirken , sei es, dass man erst jetzt alles zum wür-digen Empfange der Gottheiten vorbereitet glaubt. Die Worte ,,ich wünscheherbei mit Preis lauten in den üehersetzungenich wünsche herbei für diesesOpfer oder in dieses Opfer, wenn auch weniger genau grammatisch, dochdem Sinne nach richtig cf. Vsp. II. 1. Opfer und Anbetung fliessen bei denParsen so zusammen, dass es schwer wird, einen genügenden Ausdruck zulinden. FürHier mit dem Zaöthra etc. sagen sie:Mit diesem Zaöthra,dem Sinne nach gleichfalls richtig.