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2 (1859) Vispered und Yaçna
Entstehung
Seite
43
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dem Monde, der Sonne* den anfangslosen Lichtern, den selbst-geschaffenen, allen reinen Geschöpfen des Cpeiilö-niaiuyus, männ-lichen und weiblichen, den Herrn des Reinen.

4G. Ich lade ein und thue es kund: dem grossen Herrn überdie Reinheit: den Tagen, Tageszeiten, Monatsfesten, Jahresfesten,Jahren, welches die Zeiten des Reinen sind, (und besonders) derZeit ilavani 1 ).

47. Ich lade ein und thue es kund: den Fravashis der Reinen,den starken, sehr kräftigen, den Fravashis derer, die den erslenGlauben hatten, den Fravashis der nächsten Angehörigen, demFravashi der eigenen Seele 2 ).

48. Ich lade ein und thue es kund: allen Herren des Reinen.

49. Ich lade ein und thue es kund: allen denen, Welche guteWeisheit haben, den verehrungswürdigen Genien des Himmels undder Welt 3 ) , die zu verehren und zu preisen sind wegen der bestenReinheit.

50. Ilavani, Reiner, Herr des Reinen!

51. Cävaghi, Reiner, Herr des Reinen !

1) So die Uebersetzungen. Es fragt sieh nun, wer der grosse Herr sei.Ich glaube, es sei Ahura-Mazda. Cf. Vsp. II. 18. Es Hesse sich auch geltendmachen, dass es die anfangslose Zeit sein könne, und das ist in einer so spätenZeit wie die ist, wo diese Anrufungen entstanden sind, nicht unmöglich.Auffallend bleibt es aber immer, dass in diesen Anrufungen, wo doch allemöglichen Dinge Vorkommen, die anfangslose Zeit gar keinen Platz gefundenbat und so ziehe ich es denn vor, anzunchmen, dass ihr damals noch keinCultus gewidmet war. Die Wortewelches die Zeiten des Deinen sind,können auch wie gewöhnlich übersetzt werden : ,,welches die Herren des Rei-nen sind. Meine Ueberselzung stützt sich auf die H. U.

2) Nachdem oben die Fravashis im Allgemeinen als Sterne und als Pro-totyp der menschlichen Seele angerufen worden sind, werden sie hier in einerengeru persönlichen Beziehung angerufen, nämlich 1) die der frommen Män-ner von Yinta etc., welche schon, bevor Zarathustra das Gesetz verkündigte,dem rechten Glauben zugethan waren, den sie durch unmittelbaren Verkehrmit Ahura-Mazda erhielten. 2) Die der nächsten Angehörigen, d. h. derjeni-gen, für die inan Todtengebete verrichten muss. Es sind dies neun Grade,über die ich gesprochen habe in Webers Indischen Studien III. p. 418 Hg.

3) für die eigene Seele.

3) Der Unterschied zwischen Himmel und Welt ist der des Unsichtbaren,Ucbersinnlichen und der des Körperlichen. Diese Unterscheidung kehrt sehroft wieder. Es ist in den Parsenbüchern auch immer nur von zwei Weltendie Rede, denn die geistige Welt im weiteren Sinne umfasst auch die Weltdes Agra-mainyus.